Aktuelles

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Tegernseer Bürgerstiftung:

Stiften hilft helfen!

Vorstandschaft wurde gewählt

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Selbstlos helfen und gemeinnützig fördern lautet die Maxime der Tegernseer Bürgerstiftung, zu der sich, unter Federführung von Josef Paul, Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee, Bürgerinnen und Bürger, die fünf Bürgermeister des Tegernseer Tales sowie der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan und die Landtagsabgeordnete Ilse Aigner, zusammengeschlossen haben. Die gemeinnützige Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, unter anderem neben der Jugend- und Altenhilfe, den Tier- und Umweltschutz, das Wohlfahrtswesen sowie die Heimatpflege und Heimatkunde, als auch das traditionelle Brauchtum zu fördern. Ein weiterer Punkt im Sinne des Stiftungszweckes wird die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und Partnerschaften mit Schulen sein, wobei auch die Vergabe von Stipendien, Preisen oder Beihilfen vorgesehen sind. Ferner sollen Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, von der Stiftung selbstlose Unterstützung erhalten können. Die Stiftung wird als Kooperationspartner und Ideengeber für innovative Konzepte und Projekte für Kinder, Jugendliche, Senioren und Familien auftreten. Sie möchte jedoch auch, dass die Empfänger über die Verwendung der erhaltenen Mittel Rechenschaft ablegen. Der Wirkungskreis der „Tegernseer Bürgerstiftung“ umfaßt die Gemeinden Bad Wiessee, Gmund am Tegernsee, Kreuth, Rottach-Egern und Waakirchen sowie die Stadt Tegernsee. In den Stiftungsvorstand wurden als Vorsitzender Dr. Michael Sommer und als Stellvertreter Rolf Reese berufen, zum Stiftungsrat-Vorsitzenden wurde Josef Paul sowie Ingrid Eder als Stellvertreterin benannt.

Die Mitglieder des Stiftungsrates sind: MdL Ilse Aigner, Josef Bierschneider (Bürgermeister der Gemeinde Kreuth), Ingrid Eder, Bernd Ettenreich, Wolfganag Graner, Dr. Wolfgang Grützner, Johannes Hagn (Bürgermeister der Stadt Tegernsee), Claus Höhne, Peter Höß (Bürgermeister der Gemeinde Bad Wiessee), Christian Köck (Bürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern), Josef Paul (Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee), MdB Alexander Radwan, Barbara Remberger, Herbert Gerhard Wolfram und Markus Wrba.

Wer die gemeinnützige Tegernseer Bürgerstiftung mit Spenden oder Zustiftungen unterstützen möchte, kann sich für weitere Informationen an den Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee, Josef Paul, wenden. Telefon: 0 80 22 – 7 50 70, E-Mail: info@raiffeisenbank-gmund.de.

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Die Führungsriege der Tegernseer Bürgerstiftung v.l.n.r.:

Josef Paul (Vorsitzender des Stiftungsrates), Dr. Michael Sommer (Stiftungsvorstand),

Ingrid Eder (Stellvertretende Stiftungsrätin) und Rolf Reese (Stellvertretender Stiftungsvorstand)

-lm-Bild: lm

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Jahreshauptversammlung

der Freien Wähler Gemeinschaft im Landkreis Miesbach

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Zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung traf sich die Freie Wähler Gemeinschaft im Landkreis Miesbach im Gasthaus Staudenhäusl in Agatharied. Bei seiner Begrüßungsansprache brachte Kreisvorsitzender Norbert Kerkel seine Freude über das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder zum Ausdruck und gab einen Überblick über die stetigen Aktivitäten des Vorstands.

Die Ausführungen begannen mit der Jahreshauptversammlung im November 2016 und der Haushaltsbesprechung im Kreistag. Ein besonderes Ereignis war der Neujahrsempfang mit MdL Florian Streibl in München. Der weitere Terminkalender im Jahre 2017: Besuch bei der Eröffnung des Pop up-Stores in Miesbach, die Klausurtagung zum Thema „Mobilität“ in Waakirchen, der Frühjahrsempfang im März mit dem Fachbereichsvortrag „Bauen in sensiblen Bereichen“. Im April gab es im Seeforum Rottach-Egern eine Veranstaltung zum Thema „Mittelschule – mit Volldampf Durchstarten“, die Fraktionssitzung der Freien Wähler in Neuhaus sowie der feierliche Spatenstich zum Beginn der Baumaßnahmen in der Anton-Weilmeier-Schule, dem Sonderpädagogischen Förderzentrum in Hausham. Weitere Termine waren unter anderem die Mitgliederversammlung in Kreuth, der Spatenstich für die Ausbaumaßnahme der Autobahn, die Besichtigungstour mit MDL Florian Streibel am Sudelfeld, mit Begehung des Speicherseegeländes sowie der Themenabend zur „Straßenausbaubeitragssatzung“ – kurz „Strabs“ – mit einem Fachvortrag von Diplom-Verwaltungswirt Jürgen Raab aus Königsbrunn in Tegernsee.

Einen bleibenden Eindruck hinterließ der Termin beim Probeessen in der Berufschule in Miesbach, den Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl und Norbert Kerkel wahr nahmen. Im Juli erfolgte die letzte Fraktionssitzung vor der Sommerpause. Danach standen das Treffen mit den Verantwortlichen der Tegernseer Bahn Gesellschaftschaft und die Fraktionssitzung mit Besprechnungen zum Wasserschutzgebiet auf dem Plan. Ein weitere interessante Veranstaltung war der Wirtschaftsempfang der SMG Miesbach, der heuer in Gmund durchgeführt wurde. Ein Interview von Norbert Kerkel und Josef Bierschneider, Bürgermeister von Kreuth, zur Wasserschutzzone Thalham-Reisach-Gotzing fand Ende Oktober für unser Landkreis-Magazin „Unterwegs im Landkreis Miesbach“ statt. Ein Vortrag in Hausham zur Straßenausbaubeitragssatzung und die Jahreshauptversammlung schloßßen den Terminreigen. Norbert Kerkel betonte die Wichtigkeit der öffentlichen Fraktionssitzungen und plädierte für ihre Beibehaltung.

Auch Themen, die den gesamten Landkreis betrafen, sprach der Kreisvorsitzende an, wie beispielsweise das Kapitel „Asyl“, das im Haushalt mit zwei Millionen Euro veranschlagt ist und der Wichtigkeit halber ein Festpunkt bei den Kreistagstreffen ist. Norbert Kerkel unterstrich den unschätzbaren Wert der Arbeit, den die ehrenamtlichen Helfer leisteten und brachte Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Weitere Punkte waren die Zukunftswerkstatt der E-Mobilität, der Nahverkehrsplan, der auf den Weg gebracht wurde, die längst fällige Elektrizifierung der Bahnstrecken, das Umgehen mit dem Landschaftschutzgebiet, wenn es sich um die Herausnahme von Flächen für Gewerbeansiedlung handelt, das Dauerthema „Wasserschutzzone“, die Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat im Landkreis, der Ersatzbau des Landratsamtes in Miesbach sowie die Weiterführung der Naturbegleitung im Mangfalltal.

Erfreut zeigte sich Norbert Kerkel über den neuen Ausbildungszweig „Internationale Wirtschaft“ an der Fachoberschule in Holzkirchen. Zum Abschluß des Berichts äußerte Norbert Kerkel seinen Wunsch für die Zukunft: „Im Landkreis solle mehr gestaltet als verwaltet werden!“

Ein weiterer Tagespunkt war der Bericht des Schatzmeisters, Dr. Anton Lentner, der mit seinen Ausführungen bewies, dass er seine Kasse „im Griff“ habe, was auch von Kassenprüfer Hans Lindmeier gerne mit den Worten „Der Kasse geht’s gut!“ bestätigt wurde. Nach Aussprache erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft einstimmig.

Die Neuwahl der Vorstandschaft führte Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl mit Disziplin und Durchsetzungsvermögen durch. Routiniert leitete er die Wahlen, bedankte sich bei der alten Vorstandschaft und begrüßte die „Neuen“ im Amt.

Mit dem Bericht aus den Kreisausschüssen legte Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind einige Fakten zum Ersatzbau des Landratsamtes in Miesbach offen: Ein Neubau sei die wirtschaftlichste Variante, da eine intensivere Bebauung der neuen Fläche möglich sei. Als Bausumme seien rund 14 Millionen Euro veranschlagt, welche sich nach gut 11 Jahren amortisiert haben sollen. Die jetzigen Arbeitsbedingungen seien für die Mitarbeiter im Landratsamt Miesbach zumeist unzumutbar geworden, daher sei ein Neubau unumgänglich. Auch die Frage, ob ein Parkdeck oder eine Tiefgarage für das Bauvorhaben entstehen sollten, sei von seiten der Stadt Miesbach beantwortet worden. Da eine Tiefgarage die Möglichkeit einer Überbauung bietet, wurde diese Möglichkeit favorisiert. Ein Arbeitskreis wurde eingerichtet, um das Optimum an Planung zu erhalten. „Daher wurden auch „Forschungsreisen“ und Informationsfahrten unternommen, um verschiedene Baustile und Materialien zu erkunden“, so Zangenfeind.

Bei den Ausführungen von Klaus Thurnhuber, Bürgermeister von Warngau, zum Umgang mit Flächenherausnahmen für Gewerbebauten aus dem Landschaftsschutzgebiet zeichnete sich ab, wie sensibel und beratungsintensiv auch dieses Thema war. Doch stand, wie der Bürgermeister immer wieder betonte, dank der Maxime „Freie Wähler dürfen frei Reden“, einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe der Fraktionen nichts im Wege. Erste Priorität, so Klaus Thurnhuber, sei die Erhaltung der Kulturlandschaft. Die Fragen der Ökologie – wie beispielsweise: Wie hoch ist der Erholungswert der Landschaft im touristischen Bereich, passen die (Bau)Vorhaben in den Landkreis, zum Tourismus, stimmt die Flächeneffizienz, die Anzahl der geschaffennen Arbeitsplätze, wie erhöht sich der Liefer- und Personenverkehr – sowie die der sozialen Belange – sind genug Kitaplätze und Schulen vor Ort, steht genügend Wohnraum zur Verfügung und wie wird die Barrierefreiheit umgesetzt – sind sehr umfangreich und nicht einfach zu beantworten. Der Arbeitskreis gab die Empfehlung, dass der Umweltausschuß eine alternative Fläche zur Gewerbebebauung suchen kann, damit ein Unternehmen nicht gezwungen wird, mangels Baumöglichkeit abzuwandern.

Ebenso wichtig wie heikel ist die Arbeit im Jugendhilfeausschuß, wie anschließend Andreas Halmannsecker, Bürgermeister der Gemeinde Valley, betonte. In den Bereichen Kinder – Jugend und Familie steigen die Anforderungen und die Ausgaben stetig. Problemthema auch hier: Asyl. Zwar sinkt die Anzahl der unbegleiteten Jugendlichen, aber die Anzahl der jungen Erwachsenen wurde, zwangsläufig, im Laufe der Jahre immer höher. Und da setzt das Problem ein: Die unbegleiteten Jugendlichen werden mit den Jahren Volljährig und benötigen andere Unterkünfte, da sie aus ihren bisherigen Unterkünften für Jugendliche ausziehen müssen. Die Volljährigen werden somit obdachlos. Es müssen andere Wohnmöglichkeiten gesucht werden, die dann wegen den Mietzahlungen ins Geld gehen. Auch die tägliche Betreuung, die therapeutischen und die erzieherischen Maßnahmen sind Aufgabenbereiche, die veranwortungsvolle Unterstützung bedürfen.

Als letzter Redner erläuterte Dr. Klaus Fresenius, Vorstand im Kreiskrankenhaus Agatharied, die positiven Verbesserungen im Hinblick der ärztlichen Versorgung der Menschen im Landkreis. Mit zwei neuen Operationssälen, der Erweiterung der Neurochirurgie, der Verbesserungen in der Orthopädie sowie in der Geburtshilfe ist das Krankenhaus auf einem guten Weg in die Zukunft.

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Die neue Vorstandschaft der Freien Wähler im Landkreis Miesbach v.l.n.r.:  

Andreas Hallmannsecker (Beisitzer), Ria Röpfel (Schriftführerin),

Andreas Hagleitner (Beisitzer), Norbert Kerkel (1. Vorsitzender), Klaus Thurnhuber (Beisitzer),

Jens Zangenfeind (2. Vorsitzender) und Dr. Anton Lentner (Schatzmeister) 

-lm- Bild: lm

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Auszeichnung für langjährige BRK-Helfer

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Vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Miesbach, sind mit dem „Ehrenzeichen am Bande“ für ihre langjährigen Verdienste um das Rettungswesen ausgezeichnet worden. Die Ehrenzeichen und die Urkunden werden vom Bayerischen Innenministerium vergeben, Landrat Wolfgang Rzehak überreichte die Auszeichnungen bei einer Feier in Miesbach.

Christian Hopf aus Gmund erhielt die Auszeichnung für 25 Jahre Dienste beim Roten Kreuz. Beatrix Wagner aus Holzkirchen wurde ebenfalls in der gleichen Kategorie ausgezeichnet, konnte aber an dem Termin nicht teilnehmen. Georg Mayer erhielt den Orden und die Urkunde für 40 Jahre Treue. Angelika Thanner aus Waakirchen hat sich ehrenamtlich ebenfalls so lange engagiert, war leider verhindert und bekommt die Auszeichnungen nachträglich überreicht.

Landrat Wolfgang Rzehak dankte in seiner Laudatio allen Ehrenamtlichen für ihren langen und starken Einsatz. Er erinnerte daran, dass gerade in Zeichen des großen gesellschaftlichen Wandels solch ein Einsatz leider immer seltener werde. Den Helfern dankten außerdem Vorstand Josef Bierschneider, stellvertretender Vorstand Alfons Besel, Kreisgeschäftsführer Robert Kießling und Bereitschaftsleiter Benedikt Dörder.

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Bei der „Ehrenzeichen am Bande“-Auszeichnung waren u.a. mit dabei:

v.l.n.r. Robert Kießling, Wolfgang Rzehak, Christian Hopf, Alexander Radwan,

Georg Mayer, Josef Bierschneider und Benedikt Dörder

-lra- Bild: lra

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Herbstversammlung mit Blumenschmuckprämierung

beim Gartenbauverein Schliersee

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Zur Herbstversammlung mit anschließender Siegerprämierung -der Teilnehmer am Blumenschmuckwettbewerb 2017- trafen sich die Mitglieder des Gartenbauvereins Schliersee. Herzlich begrüßte die Vorstitzende des Vereins, Astrid Leitner, die Gäste, darunter Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Simone Kerkel, Kreisvorsitzende im Verband für Obst-, Garten- und Landespflege.

Anhand einer Multivisionsschau wurden die Jahresaktivitäten des Gartenbauvereins gezeigt, was immer wieder für erheiternde Zwischenrufe und Gelächter sorgte. Diese Rückschau begann beim Weihnachtsbasteln im November 2016 und zeigte die Damen des Vereins beim gemeinsamen Gestecke kreieren. Beim Schnittkurs für Obstbäume kamen viele interessierte Gärtner zusammen. Im Frühling fand eine Kräuterwanderung mit den Vorschulkindern des Kindergartens Neuhaus statt. Neben Erklärungen rund um Kräuter, Blätter und Blumen fanden die Kinder auch noch Zeit zum Lachen und Toben. Kräfte wurden beim gemeinsamen Zubereiten und Genießens der gesunden Mahlzeit aus der Naturküche gesammelt, was den Kindern sichtlich Spaß machte und schmeckte.

Weitere Aktivitäten des Vereins waren u.a. der Mosaikbastelkurs, die Renovierung eines alten Brunnens, nebst Kultivierung der Blumenbeete und Sitzgelegenheiten sowie ein abwechslungsreicher Ausflug ins Allgäu, der sich zeitweise sehr naß gestaltete.

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Bei der Herbstversamlung ging es nach der Multivisionsschau ans Prämieren der Sieger des Blumenschmuckwettbewerbes 2017. Stolze 24 Bewerbungen zählte dieses Jahr das Teilnehmerfeld und die Jury machte es sich mit den Bewertungen nicht leicht. Als Kriterien zählten: Fernwirkung des Gartenschmucks, Farbkonstellationen – Stimmigkeit von Farbe und Pflanzen, Kontrast von Schatten und Sonne, Pflege und Ernährungszustand der Blumen, samt Gesamtzustand des Gartens sowie Ausnutzungszustand – Verteilung des Blumenschmucks im Gesamtbild.

Nach vielen Diskussionen und Beratschlagungen kam die Jury zu einem Ergebnis. Gewinner mit der Auszeichnung „Hervorragender Garten“ waren Luise Stöger, Wendelin Urban, Maria Neu, Elfriede Gerold, Barbara Leitner, Ursula Hell, Agnes und Gusti Markhauser, Amalie und Brigitte Knies, Regina Dittrich, Josefa Fischer, Resi Gerold, Familie Holzer-Asenbauer, Monika Manhart, Martin Huber, Marlene Leitner sowie Astrid Leitner.

Über das Prädikat „Sehr schöner Garten“ durften sich Inge und Albert Zellinger, die Mieter und Eigentümer des Hauses Lampl sowie Christa Wetscher, Georg Seemüller, Resi Hinterseer, Johanna Wunderle und Karl Kögl freuen.  Einen „schönen Garten“ schuf sich Maria Zankl.

Alle Preisträger wurden für ihre Mühen mit einer Urkunde und einen schönen Präsent belohnt. Bürgermeister Schnitzenbaumer ließ es sich nicht nehmen, den Gewinnern zu gratulieren und für ihre stetige Arbeit in den Gärten und den schönen Blumenschmuck an ihren Häusern zu danken. „Blumen seien gut für die Seele und ebenso für den Tourismus“, meinte er. Auch Simone Kerkel richtete Grußworte an die Anwesenden und gab ihre Anerkennung mit lobenden Worten zum Ausdruck.

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Gruppenbild der Preisträger des Blumenschmuckwettbewerbes 2017,

mit Simone Kerkel -Kreisvorsitzende im Verband für Obst-, Garten- und Landespflege- (6.v.l),

 Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (5.v.r.) und der Gartenbauvereinsvorsitzenden Astrid Leitner (1.v.r.)

-lm- Bilder: lm

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Zusage des Kultusministeriums:

Probe-Einschreibung für neue Ausbildungszweige

an zwei Landkreis-Schulen

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Schülerinnen und Schüler im Landkreis Miesbach haben künftig noch vielfältigere Ausbildungsmöglichkeiten: Das Bayerische Staatsminis-terium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst genehmigte für das kommende Schuljahr die Probe-Einschreibung sowohl für die Zweige Gesundheit und Internationale Wirtschaft an der Berufsoberschule in Miesbach, als auch für die Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft an der Fachoberschule Holzkirchen. „Gleich drei neue Ausbildungszweige für unsere Schülerinnen und Schüler“, freute sich Landrat Wolfgang Rzehak, „das ist ein bemerkenswerter Erfolg für die Bildungslandschaft im Landkreis Miesbach!“

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst erteilte kürzlich die Erlaubnis, an der Berufsoberschule am Beruflichen Schulzentrum in Miesbach und an der Fachoberschule in Holzkirchen Probe-Einschreibungen für die angestrebten neuen Ausbildungszweige durchzuführen. Das Kultusministerium entsprach mit diesen positiven Bescheiden der Bitte von Landrat Rzehak, der sich in enger Zusammenarbeit mit den beiden Schulleitungen für die Ausweitung des Angebots für die Schülerinnen und Schüler einsetzte.

Damit ist ein großer Schritt getan für drei zusätzliche Ausbildungszweige: An der Berufsoberschule am Beruflichen Schulzentrum in Miesbach soll es ab September 2018 auch eine Fachrichtung Gesundheit und einen Zweig Internationale Wirtschaft geben. An der Fachoberschule in Holzkirchen sollen Schülerinnen und Schüler künftig die Möglichkeit haben, sich auf Internationale Wirtschaft zu spezialisieren.

„Mit den neuen Ausbildungsrichtungen schaffen wir optimale Voraussetzungen für einen beruflichen Ein- und Aufstieg unseres Nachwuchses“, betonte Landrat Rzehak. Der Zweig Gesundheit wird angesichts des demographischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gerade in ländlichen Regionen werden Fachkräfte im Ge-sundheitssektor dringend gesucht. Schon jetzt verfügt zirka die Hälfte der Schüler am Beruflichen Schulzentrum in Miesbach über eine medizinische oder pflegerische Erstausbildung und strebt ein Studium in diesem Bereich an.

Auch Internationale Wirtschaft als Schwerpunkt ergänzt das bestehende Angebot passend: Viele Berufsoberschüler absolvierten bereits eine kaufmännische Ausbildung und wollen sich für den globalisierten Arbeitsmarkt weiter qualifizieren. Gleiches gilt für die Fachoberschüler in Holzkirchen: Abwechselnd mit dem Unterricht müssen sie ein 20-wöchiges Praktikum während ihrer Schulzeit ableisten. Da viele Unternehmen mittlerweile international arbeiten, werden die Schüler des neuen Ausbildungs-zweiges optimal auf diese Herausforderung vorbereitet.

Die neue Ausbildungsrichtung richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler mit Interesse an Wirtschaft und Fremdsprachen und bereitet bestens auf ein Hochschulstudium mit internationaler Ausrichtung vor.

Zwischen 26. Februar 2018 und 9. März 2018 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler probehalber für die neuen Ausbildungszweige an der Berufsoberschule in Miesbach und an der Fachoberschule in Holzkirchen einschreiben. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst weist darauf hin, dass die Erweiterung des bestehenden Angebots nur dann umgesetzt werden kann, wenn Klassen mit stabilen Schülerzahlen gebildet werden können. Die Klassenbildung an den umliegenden Schulen darf nicht gefährdet werden. Sind diese Kriterien erfüllt, steht den drei neuen Zweigen nach der Probe-Einschreibung nichts
mehr im Weg und der Schulbetrieb kann im September 2018 beginnen.

-lra-

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Wie geht es weiter mit dem
Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing?

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Interview mit Norbert Kerkel und Josef Bierschneider

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Josef Bierschneider und Norbert Kerkel vor dem „Wasserschloß“ in Reisach

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Das Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing und die damit verbundenen Wasserschutzzonen beschäftigen nach wie vor die Gemüter der Landkreisbevölkerung! Wir befragten hierzu den 1. Vorstand des Vereins „Unser Wasser“ und FWG – Kreistagsfraktionsvorsitzenden, Norbert Kerkel sowie den CSU – Kreistagsfraktionsvorsitzenden und Bürgermeister von Kreuth, Josef Bierschneider, wie es denn nun weiter geht:

LaMag: Wie weit sind die Prüfungen der Ergebnisse des Landratsamtes Miesbach denn fortgeschritten? Schaffen es die Betroffenen, die zur Verfügung stehenden Unterlagen in der festgesetzten Zeit zu überprüfen?

Norbert Kerkel: Wir versuchen, die Ergebnisse in der festgesetzten Zeit zu überprüfen. Letztendlich sind die Unterlagen, die wir vom Landratsamt erhalten haben oder selber abholen mußten, bei unserem Anwalt, welcher die Sache nun auch prüft.

Josef Bierschneider: Für die Kreistagsfraktion oder die Kreistagsmitglieder ist es so, dass man vom Landratsamt Miesbach einen Web-Link erhalten hat, unter dem man die Unterlagen einsehen kann. Es ist ein sehr umfangreiches Werk, welches man in aller Ruhe durchlesen muß, um zu ersehen, wo noch Unklarheiten herrschen und das Landratsamt ggf. noch zusätzliche Erläuterungen geben sollte, wo nicht klar ist, auf welcher Grundlage die Aussagen, wie beispielsweise zu den „Altrechten“ oder dem „Brunnenmanagement“, gegeben wurden.

LaMag: Warum ist das Mangfallgebiet derart schutzwürdig, dass eine Wasserschutzzone ausgewiesen werden muß, obwohl die Siedlungsdichte dort nicht so dramatisch ist?

Norbert Kerkel: Dieses Gebiet ist bereits vierfach mit Schutzgebieten bedacht worden. Die Stadt München verkündet gerne, dass sie in diesem Gebiet die beste Wasserqualität in Europa haben. Meiner Meinung nach gibt es durchaus Möglichkeiten, besser auf einzelne Faktoren zu reagieren, auch technische Möglichkeiten, um Probleme in den Griff zu bekommen. Gemäß einem VGH-Urteil, sind technische Möglichkeiten grundsätzlich einer Schutzgebietsausweisung vorzuziehen! Verhandlungen bezüglich des Verbotskatalogs bieten letztendlich keine Rechtssicherheit. Dieser kann auf dem Verwaltungswege geändert werden.
Es entsteht ferner der Eindruck, als sei die Ausweisung eines Wasserschutzgebietes bereits ausgemachte Sache. Aber genau das meinen wir ja nicht! Es muss ganz ordentlich geprüft werden, ob die Reisacher Grundwasserfassung angesichts der vielfältigen Risiken überhaupt schutzfähig ist! Das entsprechende neue Gutachten des Landratsamtes Miesbach aber spielt alle bestehenden Risiken mit dem Hinweis herunter, dass ja die letzten 40 Jahre auch nichts passiert sei, während die Landwirtschaft, die in den letzten Jahrzehnten auch keinen Grund zur Klage gaben, nun als untragbares Risiko eingestuft werden und in einem Verbotskatalog eingehegt werden müssten.

Josef Bierschneider: Ich denke, unabhängig von der Frage, wie groß das Wasserschutzgebiet sein muß oder nicht, stellt sich die Frage, was schließlich im Verbotskatalog steht, welche Einschränkungen die Landwirte betreffen und welche Einschränkungen die Gemeinden in ihren Entwicklungsmöglichkeiten haben und welche Auswirkungen, an die man jetzt noch gar nicht denkt. Wie geht’s dann unter anderem mit der Kläranlage des Tegernseer Tales oder den großen Fabriken, die entlang der Mangfall angesiedelt sind, weiter? Das ist wichtig für die gesamte Bevölkerung, man denke da u.a. an die Gewerbesteuer und Arbeitsplätze.
Natürlich ist es wichtig, dass das Landratsamt und der Landrat nach Recht und Gesetz handeln. Jedoch muß der Landrat auch die Interessen des Landkreises Miesbach mit vertreten und für seinen Landkreis und die Bevölkerung den bestmöglichen Schutz und die bestmöglichen Entwicklungsmöglichkeiten sichern!

LaMag: Die Stadtwerke München schreiben in eigenen Prospekten u.a. von ökologischer Landwirtschaft und artgerechter Tierhaltung im Mangfallgebiet, haben im Jahre 1992 sogar die „Initiative Ökobauern“ ins Leben gerufen. Wie verhält sich dies zum Weideverbot und dem Verbot, natürlichen Dünger auszubringen?

Norbert Kerkel: Es ist so, dass sich im Wasserschutzgebiet die Biolandwirtschaft erledigt hat, da eine Beweidung und natürliche Düngung, wie Mist und Gülle ausbringen, nicht mehr erlaubt sind! Erlaubt ist nur Kunstdünger. Das „Biobauern-Programm“ greift eigentlich nur für Bauern, die am Rand oder ausserhalb der Wasserschutzzone ansässig sind. Das Programm war ein Schachzug von den Stadtwerken München. Sie haben die Bauern damit in eine „Zweckgemeinschaft“ gebracht, die von ihnen entsprechend unterstützt werden und die daher natürlich auch kein Interesse haben, gegen die Stadtwerke zu arbeiten.

Josef Bierschneider: Die Stadtwerke München haben Subventionen für die ökologische Bewirtschaftung der Flächen ausgelobt, wobei die Gefahr gegeben ist, dass es in Zukunft zu mehr „Knebelungen“ in der Landwirtschaft kommt. Unterm Strich wirkt der Verbotskatalog mittel- bis langfristig wie ein Verhinderungsinstrument für die Landwirtschaft im Schutzgebiet!

LaMag: Im Kapitel 2.1 des Leitfadens „Wasserschutzgebiete und Ausgleichszahlungen“ des Verbandes Kommunaler Unternehmen, Berlin, vom September 2011 steht, „dass Belastungen aus landwirtschaftlichen Nutzungen Gefahrenpotenziale sind, der keinen Nachweis eines unmittelbar drohenden Schadeneintritts bedarf.“ Wie können die SWM die „Initiative Ökobauern“ unterstützen, wenn ökologische Landwirtschaft mit Beweidung und Naturdüngung ein grundsätzliches Gefahrenpotenzial ist?

Norbert Kerkel: Die Stadtwerke München haben einen Verband geschmiedet, der die Bauern an sie gebunden hat. Sie haben auch diese Bauern mitgenommen, die nicht unmittelbar im Wasserschutzgebiet ansässig sind. Die Stadtwerke fördern teilweise sogar noch Almflächen mit. Es ist schon ein ganz ausgeklügeltes System, das die Stadtwerke da konstruiert haben!

LaMag: Wie wirkt sich die Ausweisung der Wasserschutzzone auf den Rest der Bevölkerung im Landkreis Miesbach aus? Gibt es dort auch Einschränkungen, z.B. beim Bauen von Privathäusern, Abwasseranlagen oder auf den Tourismus?

Norbert Kerkel: Zu beachten ist auch, dass nicht nur die Bauern betroffen sind! Jeder, der Häuser oder Flächen im Einzugsgebiet der Wasserversorgung der Stadt München hat, und zwar auch ausserhalb des derzeit geplanten Wasserschutzgebietes, ist betroffen! Sie alle müssen mit Einschränkungen, Verboten sowie Auflagen und in der Folge mit höheren Eigenkosten bei Vorhaben rechnen! Darüber hinaus gibt es keine Rechtssicherheit, weil auch im Nachhinein notwendig erscheinende Maßnahmen durchsetzbar sind!

Josef Bierschneider: Ich bin der Meinung, die Wasserschutzzone hat in der jetzigen Größe keine Auswirkungen auf den Tourismus im Tegernseer Tal. Aber man weiß ja nicht, was in 20 oder mehr Jahren ist, daher möchte ich jetzt keine Aussagen treffen. Ich denke aber, dass die Landwirtschaft und die bauliche Entwicklung in erster Linie betroffen sein werden.

LaMag: Was passiert bei langer Trockenheit? Muß dann die Wasserentnahme gedrosselt oder gar die Schutzzone erweitert werden?

Norbert Kerkel: Die sogenannten „Alten Rechte“ bestimmen bislang, dass die Stadtwerke München auf keine Pegelstände rücksicht nehmen müssen. Sie können -bislang- jederzeit die Wassermenge, welche im Jahr 1907 gefördert werden konnte, mit bestehenden Anlagen, sowie den im Bau befindlichen oder geplanten Anlagen entnehmen. Wie es sich da, anhand der Wassermenge aus dem Jahr 1907, mit der bis heute gestiegenden Einwohnerzahl Münchens und dem Einsparverhalten der Großstadtbevölkerung verhält, kann ich nicht sagen.

Josef Bierschneider: Ja, durch die „Alten Rechte“ können die Stadtwerke München -bislang- soviel Wasser entnehmen, wie sie mit den Anlagen aus der Bauzeit anno 1907 entnehmen durften.

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Norbert Kerkel, 1. Vorstand des Vereins „Unser Wasser“ und FWG – Kreistagsfraktionsvorsitzender

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Josef Bierschneider, CSU – Kreistagsfraktionsvorsitzender und Bürgermeister von Kreuth

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Ahmed Adly aus Kairo

gewann die

21. Offene Internationale Bayerische Schachmeisterschaft am Tegernsee

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Der strahlende Sieger der 21. OIBM 2017 am Tegernsee: Ahmed Adly

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Vom 28. Oktober bis zum 5. November kämpften 500 Schachprofis aus aller Welt am Tegernsee – bei der 21. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft am Tegernsee (OIBM) – um Titel und Preisgelder. Eine Rekordzahl jagte die andere: Teilnehmer aus 35 Nationen trafen sich am Tegernsee zum Schachspielen und hatten sich nicht vor der weiten Anreise u.a. aus Indien, Russland, Sri Lanka, Singapur, Brasilien, Simbabwe oder Israel gescheut. Mit 96 Titelträgern hat sich die Veranstaltung zu einem weltweiten Schachturnier auf höchstem Niveau entwickelt. So traten auch der Großmeister – und nach dem ELO Rating bester Spieler – Eduardo Iturrizaga Bonelli aus Venezuela und der deutsche Großmeister Niclas Huschenbeth zum Turnier an.

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Neben den erfahrenen Großmeistern spielten ebenso vielzählige junge Talente um den Sieg. Erstmals wurde das Turnier unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin Ilse Aigner (MDL) ausgetragen, wobei die Tegernseer Tal Tourismus GmbH als Veranstalter fungierte. Turnierdirektor war GM Sebastian Siebrecht. Ralph Alt sowie Gregor Johann und Hans Brugger standen als Schiedsrichter zur Verfügung.  Alle Spiele wurden auf Chess24 live übertragen, aber auch der Besuch der OIBM lohnte sich für Zuschauer, da die Strategen hautnah erlebt werden konnten.

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Die Rangliste der 21. OIBM 2017:

1. Rang: GM Ahmed Adly aus Ägypten

2. Rang: GM Kaido Kulaots aus Estland

3. Rang: GM Chanda Sandipan aus Indien

4. Rang: GM Bartolomiej Heberia aus Polen

5. Rang: FM Andrey Esipenko aus Russland

6. Rang: GM Aloyzas Kveinys aus Littauen

7. Rang: GM G.N. Gopal aus Indien

8. Rang: Yinglun Xu aus China

9. Rang: IM Di Li aus China

10. Rang: Eduardo Iturrizaga Bonelli aus Venezuela

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Weitere Infos: www.schach-tegernsee.de

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-lm- Bilder: lm

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Kunstausstellung

mit Werken von Irene Henfling

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Unter der organisatorischen Mithilfe des Arbeitskreises ‚Altersplanung-Weyarn‘, wurde am Samstag, 4. November, im Bürgergewölbe – Johann-Babtist-Zimmermann-Straße 5- in Weyarn eine Vernissage zur Kunstausstellung mit Werken von Irene Henfling veranstaltet.

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Irene Henfling wurde 1929 im oberfränkischen Selb geboren und lernte dort auch den Beruf Porzellanmalerin. Sie war viel auf Reisen und brachte ihre Eindrücke in wunderschönen Aquarellen zu Papier. Das Leben führte sie in den vergangenen Jahren nach Pienzenau. Dort lebte sie mit ihrem Lebensgefährten bis zu dessen Tod. Nun wird ihre hervorragende künstlerische Schaffenskraft – mit Bildern vom Seehamer See, den Tegernseer Bergen aber auch darüber hinaus – bis zum 19. November, im Bürgergewölbe in Weyarn präsentiert.

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.„Hinfahren, anschauen, bewundern und kaufen!“

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-lm- Bilder: lm + gw

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Informationsabend

für angehende Tageseltern

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Wer zu Hause nicht-eigene Kinder betreuen möchte, benötigt dafür vom zuständigen Jugendamt eine Pflege-Erlaubnis. Um diese Erlaubnis zu bekommen, müssen die angehenden Tagesmütter und Tagesväter einen Qualifizierungskurs absolvieren, welcher 160 Unterrichtseinheiten umfasst.

Den nächsten Kurs – auch für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Miesbach – führt das Katholische Bildungswerk Rosenheim durch. Bei einem Informationsabend wird dieser Kurs und die Tätigkeit einer Tagesmutter oder eines Tagesvaters vorgestellt. Interessenten können wichtige Details zur Ausbildung erfahren.

Der Informationsabend erfolgt am Donnerstag, 16. November – in der Zeit von 18:30 bis 21:00 Uhr – im Bildungszentrum St. Nikolaus, Pettenkoferstraße 5, 83022 Rosenheim.

-lra-

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Schädlingsbefall

in einer Flüchtlingsunterkunft in Kreuth


Auf Grund eines massiven Schädlingsbefalls lässt das Landratsamt Miesbach eine Unterkunft für Geflüchtete fachgerecht säubern. Die Arbeiten am Riedlerberg in Kreuth werden von einem Fachbetrieb im Zeltbegasungsverfahren durchgeführt. Dazu wird das gesamte Gebäude hermetisch eingehüllt. Die Bewohner mussten die Unterkunft verlassen und wurden in anderen Wohnungen untergebracht.
Um eine Übertragung der Schädlinge zu vermeiden, war es wichtig, dass keine Lebensmittel, keine Möbel, keine Einrichtungsgegenstände oder keine Kleidung in die neue Unterkunft verbracht wurden. Alle Gegenstände mussten im Haus verbleiben.

Nach Untersuchungen der Experten handelt es sich um einen „Blattella Germanica“-Vorratsschädlingbefall („Deutsche Schabe“). Zum Ortstermin waren auch zwei Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes  Miesbach anwesend. Sie hatten neue Kleidung, sowie Windeln und Spielzeug für die Betroffenen dabei. Für die medizinischen Mitarbeiterinnen war vor allem die Gesundheit der Bewohner wichtig, ebenso aber auch eine Nicht-Weiterverbreitung der Schädlinge. „Das Wichtigste sind die Schuhe“, erklärte Amtsärztin Dr. Renate Glaser, „hier besteht hohes Übertragungspotential durch Schuhsohlenübertrag“. Daher trugen die Helfer Überschuhe, die nach der Benutzung weggeworfen wurden.

Das weitere Vorgehen: Die Anwohner werden schriftlich über das Vorhaben informiert, das Gelände wird von einem Bauzaun abgeschirmt, anschließend wird ein Zelt über dem Haus errichtet. Das Türschloss des Hauses wurde bereits ausgetauscht, damit niemand unberechtigt eindringen kann. Ein Sicherheitsdienst wird das Gelände bewachen. Der Aufbau des Zaunes und des Zeltes wird etwa zwei Tage dauern. Vom 6. bis zum 10. November erfolgt dann die Begasung mit Schwefelsauerstoff und Fluor. Eine Bekämpfung mit Fallen ist vorher versucht worden, hatte aber nicht den gewünschten umfassenden Erfolg erbracht. Daher wird nun das Gas eingesetzt. Das verflüssigte Gas aus Stahlflaschen wird durch Ventilatoren im Gebäude verteilt. Es haftet nicht an, sondern hat ein hohes Eindringvermögen. Nach dem erfolgreichen Einsatz werden die Gase von der Fachfirma komplett abgesaugt. Anschließend kann die Unterkunft ab dem 11. November wieder bezogen werden.

Die Medizinerinnen des Gesundheitsamtes Miesbach wollen in den neuen Unterkünften spezielle Schulungen für die Bewohnerinnen und Bewohner anbieten. Dabei geht es um die sachgerechte Unterbringung von Lebensmitteln und um allgemeine Hygienevorschriften. Die Helferkreise vor Ort sollen in diese Schulungen eingebunden werden.

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Start der Energiewende-Kampagne

„Made in Miesbach“

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Der Landkreis Miesbach hat sich bei der ‚Energiewende‘ ehrgeizige Ziele vorgegeben: Bis zum Jahr 2035 sollen hier nur noch erneuerbare Energien genutzt werden. Fossile Energien soll dann niemand mehr verwenden. Manifestiert wurden diese Ziele durch den Beitritt des Landkreises zur Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) – mittlerweile eine der größten Bürgerstiftungen in ganz Deutschland.

Im Landratsamt Miesbach wurde nun eine neue Kampagne vorgestellt, welche die Ideen der Energiewende der Bevölkerung noch besser erklären soll. Die Klimaschutzmanagerin des Landratsamtes Miesbach, Veronika Halmbacher, und die EWO-Umweltingenieurin Elisabeth Freundl, hatten extra große Postkarten dabei, so wollten sie besonders augenfällig auf ihr Angebot hinweisen. Die Kampagne „Made in Miesbach“ wird mit witzigen Postkarten unterstützt, ferner sollen Wandplakate auf die Aktion hinweisen, Medien werden angesprochen und auf die Beratungsstützpunkte wird hingewiesen. Eine neue Homepage fasst alles informativ zusammen.

„Ich bin sehr froh, dass der Landkreis Miesbach für diese Kampagne wieder einmal als Vorreiter fungiert. Den anderen drei Landkreisen habe ich die Idee auch schon vorgestellt, aber Miesbach war wieder einmal schneller!“, erklärte Elisabeth Freundl von der EWO. Die anderen drei teilnehmenden Landkreise sollen erst später mit einer ähnlichen Kampagne folgen.

Im Jahr 2011 wurde das Klimaschutzkonzept in Miesbach fertig gestellt und Veronika Halmbacher als Klimaschutzmanagerin im Landratsamt Miesbach eingestellt. Sie arbeitet im 2015 gegründeten Klimaschutzbeirat und koordiniert alle weiteren Schritte. Die Wende soll dabei durch einen Dreiklang geschafft werden, welcher aus Energie- Einsparung, Energie-Effizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien besteht. Halmbacher erklärte den Ansatz der neuen Kampagne anhand der Postkarten, die schon verteilt wurden und u.a. bei Banken und in den Gemeindeverwaltungen kostenlos ausliegen.

„Hock de hera, samma mehra“ steht beispielsweise auf einer. „Das trifft es schon ganz gut“, meinte Veronika Halmbacher, „denn 90 Prozent der Menschen im Landkreis wollen die Energiewende. Wir wollen sie jetzt mit dieser Kampagne noch besser erreichen und Inhalte vermitteln“. Auch die anderen Kartenmotive beschreiben Leuchtturmprojekte: „So wia da Acker is, so san de Ruam, so wia da Vatta is, san aa de Buam.“ – damit wird darauf hingewiesen, wie das kommunale Entsorgungsunternehmen VIVO Biomasse für Strom und Wärme verwendet.

„Wenn de Katz a Pferdl waar, kaannt ma an Baam nauf reit ́n“ – so wird auf das vorbildliche Nahwärmenetz in Valley hingewiesen, welches 49 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt. Und schließlich „Auf geht ́s beim Schichtl!“ – hier gibt es Informationen über die Tiefengeothermie-Anlage in Holzkirchen. Sie liefert demnächst durch Erdwärme fünf Prozent des ganzen im Landkreis verbrauchten Stromes. Damit wäre der Landkreis Miesbach heute schon bei 19 Prozent regenerativ erzeugter Energie.

Einen guten Überblick über die Kampagne gibt die Homepage www.made-in–miesbach.de. Hier sollen bald auch Kurz-Reportagen zum Thema „Gute Beispiele Klimaschutz“ veröffentlicht werden. Bürgerinnen und Bürger, welche gute Anregungen haben, können sich gerne bei der Klimaschutzmanagerin melden.

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Die Klimaschutzmanagerin des Landratsamtes Miesbach – Veronika Halmbacher (links im Bild) –

und die EWO-Umweltingenieurin – Elisabeth Freundl – präsentierten beim Pressetermin extra große Aktions-Postkarten.

-lra- Bilder: lra + lm

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Es geht um sportliche Ehren:

Heißluftschiff-Weltmeisterschaft 2018 am Tegernsee

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Im Februar 2018 wird das Tegernseer Tal der Austragungsort der Heißluftschiff-Weltmeisterschaft sein. Der erfahrene und fachkundige Luftschiffer Helmut Seitz freut sich als Veranstalter und Eventdirektor der 10. World Hot Air Airship Campionship im Auftrag der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) und des Deutschen Freiballonsport-Verband e.V. (DFSV e.V.) auf viele spannende Wettkämpfe.

„Das Tegernseer Tal bietet eine traumhafte landschaftliche Kulisse, das Klima bietet ideale Bedingungen, da im Winter meist relativ ruhige Winde herrschen, was die Grundvoraussetzung ist, um sichere Wettbewerbstage garantieren zu können. Auch die Zusammenarbeit mit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH ist optimal“, so Helmut Seitz. Marita Krafzcyk, Präsidentin des DFSV e.V., hob das hohe Niveau der Weltmeisterschaft hervor. „Diese ist ein Wettbewerb der Kategorie 1, mit einer internationalen Jury!“, so Krafzcyk.

Teilnehmer aus sechs Nationen, jeweils ein Pilot aus der Schweiz, Litauen, Russland, Polen und den USA sowie fünf Piloten aus Deutschland haben sich angekündigt. Die Profi-Piloten mußten sich im Vorfeld qualifizieren, das heißt, sie mußten unter anderem mindestens 50 Stunden Flugerfahrung mit Lizenz aufweisen sowie das Regelwerk kennen und akzeptieren. Ein Team besteht aus einem Piloten, einem Copiloten und dem Betreuungsteam von bis zu sechs Helfern.

Spannende Wettkämpfe und die Launen der Natur
Mit den eleganten, scheinbar schwerelosen Luftschiffen müssen die Piloten unterschiedliche Wettbewerbsaufgaben nach den internationalen Regeln der FAI bewältigen. Bei Geschwindigkeitsaufgaben, Langstreckenflügen und Geschicklichkeitswettbewerben sollen die Piloten beweisen, wie gekonnt sie mit den gut 41 Meter langen und bis zu vier Tonnen schweren Gefährten umgehen können. Denn es zählt neben der Taktik auch der geschickte Umgang mit dem Wind, da ein Luftschiff keinen Rückwärtsgang besitzt und daher, ähnlich wie beim Segeln, mit den Windkomponenten gearbeitet werden muß. Die meisten Aufgaben spielen sich in Bodennähe ab und sind äußerst spannend für die Zuschauer.

Schöne Bilder und spannende Wettkämpfe
Dass die Heißluftschiff-Weltmeiserschaft nicht nur im Tegernseer Tal für Begeisterung sorgen wird, sind sich die Partner der Organistionsrunde sicher. Einstimmig brachten Peter Rie und Christian Kausch von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH sowie Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn ihre Freude zum Ausdruck, dass die WM im Februar 2018 im Tegernseer Tal ausgetragen wird. „Der Luftsport hat im Tegernseer Tal durch die Montgolfiade eine lange Tradition. Die Luftschiff-WM paßt perfekt in die Region, ist eine Belebung für die Nebensaison und trägt tolle Bilder in die Welt. Vorallem bedeutet sie keine Einschränkungen für den Straßenverkehr. Und da Meisterschaften immer spannend sind, werden sie Jung und Alt begeistern“, erklärte TTT-Chef Christian Kausch. Johannes Hagn ergänzte: „Der Flugsport hat bei uns eine lange Tradition. Es ist eine Auszeichnung für die Region, dass hier die Luftschiff-WM ausgetragen wird! Wir freuen uns auf viele schöne Bilder!“

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Die Teilnehmer der Pressekonferenz v.l.n.r.: Peter Rie (TTT-Veranstaltungsmanager), Helmut Seitz (WM-Veranstaltungsorganisator),

Marita Krafzcyk (Event Präsidentin und Präsidentin des Deutschen Freiballon-Sportvereins),

Johannes Hagn (Bürgermeister der Stadt Tegernsee) und Christian Kausch (TTT-Geschäftsführer).

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Veranstalter Helmut Seitz betonte zudem, dass die Luftschiffe umweltverträglich seien und der Geräuschpegel dem eines gewöhnlichen Rasenmähers entspräche. Die geplanten Flugstrecken werden so geplant, dass keine sensiblen Gebiete wie Wildschutzgebiete oder Sanatorien überflogen würden. Veranstaltungsmanager Peter Rie bemerkte: „Wir hoffen natürlich auf schönes Wetter, damit die Starts und die Wettkampfaufgaben der Luftschiffe gelingen. Solch ein Event zu organisieren ist eine echte Herausforderung. Wir werden auch erstmalig ein Übernachtungspacket samt Luftschifffahrt, mit einem extra stationierten Passagier-Luftschiff, für Gäste anbieten.“

Programmablauf
Am Donnerstag, den 15. Februar 2018, findet um 11 Uhr im Großen Saal im Hotel zur Post in Bad Wiessee die Eröffnungsfeier statt. Von Freitag, 16. bis zum Mittwoch, 21. Februar 2018 werden jeweils um 9:00 und 15:00 Uhr die Luftschiffe auf einer Wiese in Kreuth-Weißach starten. Die Zielgebiete werden bei jedem Wettbewerb verschieden sein. Die Abschlußfeier mit Siegerehrung wird am Donnerstag, 22. Februar 2018, um 16 Uhr, im Gut Kaltenbrunn in Gmund veranstaltet. Das es bei der Heißluftschiff-WM ausschließlich um sportliche Ehren geht, wurden keine Preisgelder ausgelobt. Dem Sieger wird ein schöner Pokal überreicht.

Weitere Informationen bei der Tegernseer Tourismus GmbH in 83684 Tegernsee, Telefon 08022 – 927380,  Web: www.tegernsee.com, E-Mail: tegernsee@tegernsee.com oder unter www.world-championship.org.

-lm- Bilder: lm

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Fachvortrag

über Baukultur in der Steiermark

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Der Arbeitskreis „Qualitätsvolles Bauen im Landkreis Miesbach“ hatte zu seinem jährlichen Fachvortrag zur Baukultur in den Klostersaal in Fischbachau geladen. Der „Baukulturbeauftragte im Amt der Steiermärkischen Landesregierung“, Günter Koberg, sprach vor einem Fachpublikum von rund 60 Personen. Thema seines Vortrages war „Auf dem Weg Richtung Baukultur in der Steiermark“.

Landrat Wolfgang Rzehak erläuterte zur Einführung der Veranstaltung: „Über Geschmack kann man streiten, aber nicht über Qualität beim Bauen. Diese Veranstaltungsreihe tut uns gut, wir können alle viel dabei lernen!“ Kreisbaumeister Werner Pawlovsky lobte den Landrat, weil dieser bisher bei jeder der Veranstaltungen dabei war. Beide waren der Meinung, dass die Vortragsreihe auch viel mit dem kenntnisreichen Talent von Kreisrat Michael Pelzer zu tun hat, der immer wieder gute Referenten empfiehlt.

Günter Koberg startete seinen Vortrag mit einem Kompliment: „ Miesbach ist wirklich einer der schönsten Landkreise in Bayern. Ich erkenne hier einen sehr positiven Willen zur Gestaltung. In Bayern sieht man sehr gut, wie Raumplanung greift. Österreich ist extrem zersiedelt. Die kompakten Siedlungen und das freie Land, das gibt ́s bei euch noch! Wenn ich über die Grenze fahre, dann merke ich den Unterschied deutlich“, so der Baukulturbeauftragte der Steiermark.
Die Ist-Beschreibung seines Bundeslandes ist den ländlichen Gebieten in Bayerns sehr ähnlich: Auch in Österreich haben die abgelegenen ländlichen Räume mit Rückgang zu kämpfen. Die rund eine Millionen Einwohner der Steiermark ballen sich vor allem im Großraum Graz. Auf dem Land ist dagegen eine sinnvoller Rückbau und Zusammenlegungen nötig.

Der Architekt schilderte, mit welchen Mitteln die österreichische Politik diesen Entwicklungen entgegen wirken will: Zu den Aktivitäten, die gefördert werden, gehören Informationsveranstaltungen in den Schulen. Zu sogenannten Bürgermeister-Gesprächen wurden rund 20 Ortsvorsteher eingeladen, um etwa den neuen Hauptplatz von Graz mit seiner architektonischen Wertigkeit kennen zu lernen. In Graz und der Steiermark wurde heuer -von Juni bis September- zum zweiten Mal ein „Architektursommer“ mit Vorträgen, Touren, Führungen und Ausstellungen veranstaltet.

Auch die Politik nimmt das Thema „Baukultur“- als gestalterisches Mittel- sehr ernst. In einer Enquete-Kommission wurde im Landtag dazu beraten. Ergebnis war am 11. August 2017 die Veröffentlichung der „Baupolitischen Leitsätze des Landes Steiermark“. Der Landeshauptmann – also der Ministerpräsident – urteilte dazu: „Die Leitsätze sind ein Meilenstein auf dem Weg zur Qualitätssicherung und –steigerung der steirischen Baukultur“. Günter Koberg freute sich ebenfalls über dieses Positionspapier:„Dass dieses Papier von der Landesregierung der Steiermark beschlossen wurde, ist ein wichtiger Schritt, der uns weiterbringt“.

Werner Pawlovsky fühlte sich an ein anderes Dokument erinnert. In der abschließenden Diskussionsrunde der Veranstaltung las er aus einer historischen Bauordnung vor: „Vor 150 Jahren hatte die Bauordnung in Bayern noch zwei Seiten. Ich frage mich, ob es das nicht besser zusammenfasst, als alle 84 Artikel der heutigen Bayerischen Bauordnung!“

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Der „Baukulturbeauftragte im Amt der Steiermärkischen Landesregierung“, Günter Koberg,

referierte vor einem Fachpublikum aus Architekten, Raumplanern,

Bauamtsleitern und –mitarbeitern sowie Bürgermeistern im Klostersaal in Fischbachau

-lra- Bild: lra

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„Bergfilm Tegernsee“

15. Internationales Festival

Kritisch – spannend – großartig

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www.bergfilm-tegernsee.de

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Bergfilm Tegernsee, das ist Spannung, das ist Vielfalt – und das ist Stoff zum Nachdenken. So wollten es die Gründer vor über 15 Jahren, so präsentierte sich das Festival heuer über 6000 Besuchern und Besucherinnen aus aller Welt in den vergangenen strahlenden Herbsttagen.

Für ihre Arbeit lieben Filmemacher ebenso wie Bergsteiger derartige Bedingungen – ideales Bergfilm-Wetter sieht allerdings eher anders aus. Doch ein spannendes, abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm mit über 90 neuen Bergfilmen sorgte dafür, dass die sechs Säle durchweg gut gefüllt waren. „Das ist wohl die schönste Auszeichnung, die wir bekommen konnten, für unsere Filme, unsere Arbeit, unser Festival“, freute sich Festival-Direktor Michael Pause bei der Präsentation der ausgezeichneten Filme am Samstagabend im festlichen Barocksaal.

Ganz offensichtlich wurde dabei wieder einmal, wie facettenreich das Genre Bergfilm ist:
Mit Reinhold Messners in schnörkelloser Dramaturgie glaubwürdig und intensiv  erzählten Dokumentation „Still Alive – Drama am Mount Kenya“ erhielt in diesem Jahr wieder ein „echter“ Berg(steiger)film den Großen Preis der Stadt Tegernsee. Mit dem Preis des Deutschen Alpenvereins wurde Filmemacher Puria Ravahi für „Last Exit“ ausgezeichnet, ein kurzer aber mutiger und eindringlicher Film über die Schattenseiten des extremen „Kicks“.

Ohne Pathos, mit schlichten Bildern und einer großen Botschaft, überzeugte die südkoreanische Produktion „Becoming who I was“ die Jury in der Kategorie Lebensraum: Ein kleiner Junge wandert mit seinem Onkel von Ladakh nach Tibet, um seine Bestimmung zu finden. Über alle Religionen und Ideologien hinweg kristallisiert sich Elementares heraus: Wie bedingungslose Liebe, Vertrauen und Zuneigung wachsen und es erst ermöglichen, sich seiner Lebensaufgabe zu stellen.

Bereits bestens bekannt für ihre fantastischen Naturdokumentationen sind Anne und Erik Lapied beim Tegernseer Publikum, die – wieder einmal – den Bergzeit-Preis für den besten Naturfilm mit nach Hause nehmen dürfen. In „Dessine-moi un chamois“ („zeichne mir eine Gams“) lernen die Zuseher die Natur im Gebirge aus Kinderaugen kennen. Doch mehr noch: Es wird auch immer deutlicher, welche Rolle die Erfahrung der Bergwelt im Leben des Kindes spielt.

Auch kritischen Worten eine Plattform geben
Gänsehaut – die war bei den in diesem Jahr ausgezeichneten Filmen garantiert. Egal ob sie über eine Stunde dauerten oder nur sieben Minuten lang waren, ob sie ein großes Budget im Hintergrund haben oder mit einfachsten Mitteln produziert wurden. Egal, ob der Schauplatz im Himalaya, in Afrika oder vor der Haustüre ist. Beim Bergfilm ist alles möglich, das Überraschende ist in diesem Genre Alltag.

„Es ist aber schon eher die Ausnahme, dass ein Produzent bei einem Thema, das im Moment in den Medien sehr heroisch dargestellt wird, in seinem Film eine so kritische Position bezieht wie Puria Ravahi in „Last Exit““, betont Michael Pause. Umso mehr freut es den Festival-Direktor, dass dieser Film mit dem Preis des Deutschen Alpenvereins ausgezeichnet wurde: Keine Heldengeschichte, sondern eine kurze, aber sehr eindringliche Dokumentation über einen Wingsuit-Basejumper, der – nachdem mehrere Freunde tödlich verunglückt waren – merkt, dass ihn seine Passion in die totale Abstumpfung der Gefühle und wohl letztendlich in den Tod führt. Maximilian Werndl hat sich mit seinem „Last Exit“ – einem letzten Sprung und Flug – von seinem Hobby gelöst. „Als Bergfilm-Festival haben wir sicher auch die Aufgabe, solch kritischen Filmen und Stimmen eine Plattform zu bieten und Diskussionen auszulösen“, ist auch der Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn überzeugt.

Konstruktive Kontroversen beim Kamingespräch
„Mein Wunsch für die Zukunft wäre, den intellektuellen Ansatz, den wir ja unter anderem seit drei Jahren mit den Kamingesprächen haben, weiter auszubauen“, betonte Bürgermeister Johannes Hagn. Durchaus kontrovers und mit vielen Emotionen wurde in diesem Jahr beim Kamingespräch im Stieler-Haus unter der Leitung von Dr. Georg Bayerle (Bayerischer Rundfunk) der Alpenplan diskutiert, ein Raumplanungskonzept zum Schutz der Bayerischen Alpen. Zu den Gästen gehörten mit Dr. Guido Plassmann (Direktor ALPARC, einem Netzwerk alpiner Schutzgebiete) und Stefan Witty (CIPRA) zwei äußerst kompetente Gesprächspartner. „Hier sind Menschen zusammengekommen aus den unterschiedlichsten Richtungen, aus Politik, Wissenschaft, Naturschutz, das war fantastisch. Es ist das wichtigste, dass alle hier im Dialog bleiben. Und das wollen wir weiter fördern“, ergänzte Hagn.

Legendäre Szenen zum 70. Geburtstag
So viel gelacht wurde bei einer Retrospektive wohl selten: Welch ein Glück, dass Fuzzy Garhammer „das Skifahren nie so wirklich ernst genommen“ hat, wie er selbst am Donnerstagabend im Barocksaal sagte. Michael Pause zeigte viele Szenen aus Filmen, die längst legendär sind und einfach bei jedem Wiedersehen Spaß machen. Besonderes Markenzeichen: geniale Skiszenen und ein satter Schuss Humor. Dass diese coole Mischung auch bei den Jungen ankommt, beweist die neue Dokumentation „Generations of Freeskiing“ – Produzenten sind schließlich Max und Moritz, die beiden Söhne von Fuzzy Garhammer. Mit gefeiert haben im Barocksaal nicht nur über zweihundert Zuschauer und Zuschauerinnen, sondern auch Weggefährten wie Markus Wasmeier und Willy Bogner. Ein toller Abend anlässlich des 70. Geburtstags der Trickski-Legende!

Mit Bergzeit und vielen weiteren Unterstützern in die Zukunft
Dass der Weg stimmt, hat das 15. Bergfilm-Festival bewiesen. Doch dass auch weiter in Zukunft investiert werden muss, ist allen Beteiligten klar. „Wir werden das Festival weiter professionalisieren. Das kostet nicht nur Geld, sondern ist auch ungeheuer viel Arbeit, und zwar das ganze Jahr über“, ruft Bürgermeister Johannes Hagn in Erinnerung. Umso glücklicher ist man in Tegernsee, mit dem Bergsport- und Outdoor-Spezialisten „Bergzeit“ einen langfristigen Partner gefunden zu haben: „Bergzeit ist ein perfekter Sponsorpartner für uns, weil sie nicht nur die für uns optimal passenden Produkte haben, sondern auch noch hier, aus der ‚richtigen‘ Region kommen. Ein ideales Team, das uns vieles ermöglichen wird.“

„Bergzeit“ hat zwar als Hauptsponsor eine gewisse Führungsrolle übernommen, genauso unverzichtbar sind jedoch die weiteren Unterstützer, die ideellen Träger mit Deutschem Alpenverein und Bayerischem Rundfunk, die Stiftungen und nicht zuletzt die über hundert freiwilligen Helfer und Helferinnen, ohne die beim Bergfilm-Festival wirklich gar nichts gehen würde.

 

Die Preisträger 2017:

Großer Preis der Stadt Tegernsee (€ 3.000,-)
„Still Alive – Drama am Mount Kenya“ von Reinhold Messner (Österreich)

Preis des Deutschen Alpenvereins für den besten Alpinfilm
der Kategorie „Erlebnisraum Berg
(€ 1.000,-)

„Last Exit“ von Puria Ravahi (Deutschland)

Bester Film in der Kategorie „Lebensraum Berg“ (€ 1.000,-)
„Becoming who I was“ von Chang-Yong Moon und Jin Jeon (Südkorea)

Bergzeit-Preis für den besten Film in der Kategorie „Naturraum Berg“ (€ 1.000,-)
„Dessine-mois un chamois“ von Véronique, Anne und Erik Lapied (Frankreich)

Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis (€ 1.000,-)
„A mords Sauhaufen in a z’kloan Zelt“ von Simon Platzer, Johannes Hoffmann und Jakob Schweighofer (Österreich)

Lobende Erwähnung der Jury (undotiert)
„Dirtbag: The Legend of Fred Beckey“ von Dave O‘Leske (USA)

„Sloboda pod nákladom – Freedom under Load“ von Pavol Barabáš (Slowakei)
„Symphony on Skis“ von Carla Braun-Elwert (Neuseeland)
„Dhaulagiri – Ascenso al la montaña blanca“ von Cristián Harbaruk und Guillermo Glass (Argentinien)

Bayern 2 – Publikumspreis (€ 1.000,-)
„Symphony on Skis“ von Carla Braun-Elwert (Neuseeland)

Kleiner Preis des Festivals, Publikumspreis  für den besten Kinder- und Jugendfilm (€ 500.-)
„Heimliche Helden – Keas in Neuseeland“ von Volker Arzt, Angelika Sigl (Deutschland)

-lm- Bild: Thomas Plettenberg/kn

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Amerikanische Splitterbombe

in Valley wurde entschärft

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Zwei Feuerwerker des Kampfmittelräumdienstes haben in Valley eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Bombe vom Typ FRAG 260 wurde bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Medizintechnikherstellers OPED im Medizinpark Oberlaindern entdeckt. 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zwei Firmen wurden in Sicherheit gebracht. Neun Privathäuser im Sicherheitsradius von 150 Metern wurden für zwei Stunden evakuiert. Die unmittelbar angrenzende Bahnstrecke Miesbach-Holzkirchen und die Staatsstraße 2073 wurden gesperrt. Es war nur ein schmaler Graben, den der Baggerführer ausgehoben hatte. Doch genau hier stieß er auf einen verdächtigen Gegenstand – obwohl das Baugelände am 30. März 2016 bereits vom Kampfmittelräumdienst des Freistaats Bayern auf Blindgänger aus dem Weltkrieg untersucht worden war. Beamte der Polizeiinspektion fotografierten die potentielle Bombe und schickten die Fotos zur Identifizierung an das Sprengkommando des Kampfmittelräumdienstes. Diese machten sich aus München sofort auf den Weg. Die Bombe steckte im 45-Grad-Winkel etwa einen Meter tief im Erdreich fest, wobei der Zünder noch nicht freigelegt war. Während dessen verließen 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma OPED, 150 Mitarbeiter der Firma Avery Zweckform und 20 Bauarbeiter den gefährlichen Bereich. Die unmittelbar an den Bombenfundort angrenzende Bahnstrecke wurde zwischen Miesbach und Holzkirchen gesperrt und Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. So sollten gefährliche Erschütterungen verhindert werden. Die Feuerwehr sperrte auch die Staatsstraße 2073 für den Verkehr. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Valley, Mitterdarching, Holzkirchen und Otterfing. Bei dem Großeinsatz waren insgesamt 70 Kräfte im Einsatz, von Feuerwehr, Polizei, Notarzt, THW, BRK und Landratsamt Miesbach. Erich Schröck vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit im Landratsamt Miesbach sagte, dass er in seinen 31 Dienstjahren bisher noch nicht die Entschärfung einer solch großen Bombe im Landkreis Miesbach erlebt habe. Doch die Experten vom Kampfmittelräumdienst wussten nach dem Eintreffen gleich woran sie waren: Mit einer kleinen Gruppe von fünf Personen waren sie zum Fundort der Bombe vorgegangen. „Man kann den roten Ring noch erkennen“, sagte Feuerwerker Martin Radons zu seinem Kollegen Frank Zeitz, „die Haube über den Zündern ist auch noch drauf!“ Es handelte sich um eine amerikanische Splitterbombe vom Typ FRAG 260, eine Bombe mit Komposit-Sprengstoff und zwei mechanischen Aufschlagzündern. Die Zahl „260“ steht für 260 amerikanische Pfund, das ergibt ein Gesamtgewicht der Bombe von rund 120 Kilogramm bei einer Länge von etwa einem Meter. Die Bombe ist mit 70 Kilogramm Sprengstoff gefüllt. Die Feuerwerker zogen wegen der Größe und Art der Bombe eine Gefährdungslinie von 150 Metern um den Fundort. Innerhalb dieses Radius befinden sich neun Privathäuser. Polizisten und Feuerwehrleute sprachen die Anwohner an. Aber nur sieben Personen sind zu Hause – sie wurden in einen Bereitschaftsraum begleitet. Nach der Evakuierung der Nachbarhäuser konnten die Feuerwerker damit beginnen, die Splitterbombe weiter auszugraben und dann die beiden Zünder der Bombe zu entfernen. Kurz darauf kam dann die Entwarnung per Funk: „Die Bombe ist erfolgreich entschärft.“ Die beiden Feuerwerker fahren mit ihrem Fahrzeug vor, die Bombe haben sie eingepackt. Feuerwerker Martin Radons zeigte allen Helfern und den Journalisten die beiden Zünder. Auf ihnen konnte man noch eingeprägt das Produktionsdatum lesen: Januar 1945. „Dann kann diese Bombe also nicht zu den drei Bomben gehören, die im Herbst 1944 bei einem Angriff der Amerikaner auf den Flugplatz abgeworfen wurden“, meinte Bürgermeister Andreas Hallmannsecker. Die Amerikaner versuchten im Krieg die 120 Bomber der Luftwaffe zu treffen, die auf dem Flugplatz Valley abgestellt waren. In der Kirche gibt es davon noch ein Deckenbild“, so Hallmannsecker. Für ihr Alter von 72 Jahren sieht die Bombe noch recht intakt aus, wie sie so neben Feuerwerker Martin Radons auf dem Transportgestell liegt, während er sie beschreibt. Sogar der Schriftzug „Composite“ ist noch über den roten Farbringen lesbar. Die Bombe wird nun „an einem geheimen Ort in Bayern“ zersägt, so Radons, der Sprengstoff wird „thermisch vernichtet“. Das Schlusswort hatte Bürgermeister Hallmannsecker: „Nun da keiner der Helfer verletzt wurde und auch die Anwohner von Valley nicht zu Schaden gekommen sind, bin ich froh, dass uns dieser Freitag der 13. Glück gebracht hat“, meinte er.

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Feuerwerker Martin Radons mit der entschärften Bombe

-lra- Bild: lra

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Fliegerbombe in Valley

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Bei Bauarbeiten in Valley ist ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden, bei dem es sich vermutlich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Die zuständige Polizei-Inspektion hat beim Bayerischen Landeskriminalamt in München ein Sprengkommando des Kampfmittelräumdienstes angefordert. Die Gebäude der Firmen OPED und Avery Zweckform wurden evakuiert und die Beschäftigten in Sicherheit gebracht. Die angrenzende Bahnstrecke ist gesperrt, da Erschütterungen eine Entschärfung der Bombe gefährden. Der Bahnverkehr der BOB fällt hier bis auf weiteres aus. Die Staatsstraße 2073 wird ebenfalls gesperrt. Bauarbeiter waren bei Baggerarbeiten zu einer geplanten Erweiterung des Medizintechnik-Herstellers OPED auf den verdächtigen Gegenstand gestoßen. Die alarmierten Beamten der Polizei-Inspektion schickten zunächst Fotos der Bombe zur Analyse nach München zu Experten des Landeskriminalamtes. Der Typ und die Größe der Bombe ist noch nicht bekannt, der Zünder der Bombe ist vermutlich beschädigt. Die Experten des Sprengkommandos werden über das weitere Vorgehen vor Ort entscheiden, ob die Bombe dort entschärft werden kann oder abtransportiert wird. Die Feuerwehr ist alarmiert und sperrt das Gelände weiträumig ab. Mitarbeiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit des Landratsamtes Miesbach sind vor Ort.

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Tegernseer Bürgerstiftung

wurde staatlich anerkannt

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Die Regierung von Oberbayern hat die Tegernseer Bürgerstiftung mit Sitz in Gmund am Tegernsee als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts staatlich anerkannt. Die Stiftung fördert die gemeinnützigen Zwecke der Jugend- und Altenhilfe, des Tierschutzes, der Erziehung, des Umweltschutzes, des Wohlfahrtswesens, der Heimatpflege und Heimatkunde, des traditionellen Brauchtums, einschließlich des Faschings sowie des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke. Die Stiftung verfolgt ferner den mildtätigen Zweck der selbstlosen Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Errichtet haben die Stiftung Ingrid Eder, Bernd Ettenreich, Wolfgang Graner, Herlinde Höhne, Claus Höhne, Anna Kellner, Engelbert Kellner, Christina Paul, Josef Paul, Inge Reese, Rolf Reese, Barbara Remberger, Dr. Michael Sommer, Dr. Alexander von Schoeler und Markus Wrba. Nähere Auskünfte zur Stiftung erteilt Josef Paul unter 0 80 22 – 750 71 01.

Allein im Jahr 2016 hat die Regierung von Oberbayern 47 Stiftungen als rechtsfähig anerkannt. Damit ist die Regierung von Oberbayern derzeit für rund 1.700 Stiftungen zuständig. Seit 2005 hat sich die Zahl der Stiftungen in Oberbayern um die Hälfte erhöht, seit 2000 sogar mehr als verdoppelt. Die Gesamtzahl der Ende 2016 in Bayern registrierten rechtsfähigen Stiftungen ist auf 4.036 gestiegen. Bayern liegt damit bundesweit weiterhin in der Spitzengruppe.

Wissenswertes zu Stiftungen

Ob Bildung, Kultur, Umwelt oder Soziales, die Zwecke für die eine Stiftung errichtet werden kann, sind äußerst vielfältig. Eine Stiftung ist ein unkompliziertes und flexibel gestaltbares Instrument, mit dem Vermögen für einen guten Zweck angelegt werden kann. Millionenbeträge sind nicht erforderlich, um eine rechtlich selbständige Stiftung zu errichten. Für die Zweckverwirklichung sollen einer Stiftung in der Regel jährliche Erträge in Höhe von 2.000 Euro zur Verfügung stehen. Wer eine Stiftung gründen will, bekommt nähere Informationen bei der Regierung von Oberbayern unter der Telefonnummer 089 – 21760 oder via Internet unter www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/sicherheit/stiftungen. Dort ist auch der aktuelle Leitfaden zur Errichtung einer Stiftung ersichtlich. Das neue elektronische Stiftungsverzeichnis aller rechtsfähigen Stiftungen (Ausnahme: kirchliche Stiftungen) mit Sitz in Bayern ist unter www.stiftungen.bayern.de abrufbar.

-rvo-

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Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing:

Landratsamt legt Zeitplan vor

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Das Landratsamt Miesbach hat einen Zeitplan zum weiteren Vorgehen bei der Wasserschutzzone Thalham-Reisach-Gotzing vorgelegt. Da das im Jahr 2012 gestartete Verfahren ein staatliches Verfahren ist, orientiert sich der Plan hauptsächlich am Bayerischen Verwaltungsver-fahrensgesetz. Landrat Wolfgang Rzehak betonte Handlungsspielräume zu nutzen. Besonders die Gemeinden werden weiterhin aktiv eingebunden. „Wir haben immer wieder intensiv mit der Leitung des bayerischen Umwelt-Ministeriums und mit der Regierung von Oberbayern kommuniziert“, sagte der Landrat. Hier ist klar geworden: Die Oberbehörden des Landratsamtes sehen eindeutig keinen fachlichen Grund für eine weitere Verzögerung. Sie mahnen insofern eine dringliche weitere Abwicklung an. „Wir können und wollen hier das Gesetz nicht brechen“, sagte Landrat Rzehak, „aber sofern es Spielräume gibt, nutze ich diese. Gerade für die Zusammenarbeit mit den vier betroffenen Gemeinden ist uns das wichtig! Bisher haben wir gut zusammengearbeitet und auch die Anregungen der Anwälte der Gemeinden schon ausführlich und erschöpfend geprüft. Alles, was aus fachlicher Sicht relevant war, wurde auch eingearbeitet. Einen rechtlichen Anspruch haben die Gemeinde darauf nicht, das muss man deutlich sagen“, ergänzte Rzehak, „aber im Sinne der bisher sehr guten Zusammenarbeit hier bei uns im Landkreis haben wir den Gemeinden mehr Zeit eingeräumt. Trotz der dringlichen Bitte um eine schnelle Fortführung des Verfahrens konnte ich im Dialog mit dem Umwelt-Ministerium diesen Zugewinn erreichen. Die Entscheidung wird auch von der obersten Spitze des Ministeriums mitgetragen“, so Rzehak. Bei einem Gespräch im Landratsamt wurde der Bürgermeisterin und den drei Bürgermeistern der neue Zeitplan vorgestellt. Das weitere Vorgehen ist im Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetz geregelt. Dieses sieht vor: Sobald das Landratsamt die Unterlagen an die Gemeinden versendet, bleibt den Verwaltungen maximal drei Wochen Zeit, auf die bevorstehende Auslegung öffentlich hinzuweisen. Diese Auslegung dauert dann genau einen Monat. Anschließend haben Bürgerinnen und Bürger noch weitere zwei Wochen Zeit, ihre Bedenken beim Landratsamt Miesbach einzubringen. Parallel zur öffentlichen Auslegung läuft die nochmalige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Diese Beteiligung der Träger ist schon einmal in diesem Verfahren erfolgt. Das Landratsamt wiederholt diese Beteiligung, da durch die Prüfung der Fragen des Umweltministeriums in den vergangenen Jahren neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten, welche eine erneute Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange rechtfertigt. Diese Frist dauert drei Monate ab Versand der Unterlagen. Konkret bedeutet das: Am 18. Dezember 2017 werden die Planunterlagen per Boten an die Gemeinden verschickt. Bis zum 8. Januar 2018 können die Gemeinden in den Gemeindeblättern und auf ihrer Homepage darauf hinweisen, dass die Unterlagen in den Rathäusern ausgelegt werden. Zwischen dem 8. Januar 2018 und dem 8. Februar 2018 erfolgt die Auslegung – in den Rathäusern, auf der Homepage der Gemeinden und auf der Homepage des Landratsamtes Miesbach. Hier wurde darauf geachtet, dass die Auslegung nicht in den Weihnachtferien erfolgt, damit alle Bürgerinnen und Bürger eine Chance der Beteiligung haben. Ab dem 8. Februar beginnt die zusätzliche Nacheinwendungsfrist. Ab dem 22. Februar 2018 könnte dann formal das Verfahren gestartet werden. Der Erörterungstermin wird mehrere Tage dauern, wobei auch der Landrat anwesend sein wird. Für die Gemeinden als Träger öffentlicher Belange läuft die Drei-Monatsfrist bis zum 18. März 2018. Landrat Wolfgang Rzehak appellierte abschließend an alle Beteiligten: „Rechtsstaatliche Regeln müssen wir beachten. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern das bestmögliche Ergebnis für Alle erreichen werden.“

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Das Wasserschlösschen an der Grundwasserfassung Reisach

-lra- Bild: lra

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Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing:

Betroffene sind zutiefst enttäuscht über die Handlungsweise des Landratsamtes Miesbach

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Nun war es an den Bürgermeistern der betroffenen Stadt und der Gemeinden, den Vertretern der Landwirtschaft und Vereinen, sich zum geplanten Wasserschutzgebiet des Landrats Wolfgang Rzehak, zu äußern. Bei einem Pressegespräch, welches im Miesbacher Rathaus stattfand, redeten die Bürgermeisterin der Stadt Miesbach, Ingrid Pongratz, der Bürgermeister von Valley, Andreas Hallmannsecker, der Bürgermeister von Warngau, Klaus Thurnhuber und der Bürgermeister von Weyarn, Leonhard Wöhr, sowie die Vertreter des Vereins „Unser Wasser – Verein zur Wahrung von Eigentum und Eigenständigkeit im Landkreis Miesbach“ und vom „Verein der Wasserschutzzonengeschädigten Miesbach, Thalham, Darching“, offen über die unzumutbare Behandlung durch das Landratsamt Miesbach, in Bezug auf die Ausweisung der Wasserschutzzone Thalham-Reisach-Gotzing. „Der Landrat habe als ‚Staatsbeamter‘ gehandelt, nicht als Landrat des Landkreises Miesbach“, so der einhellige Eindruck der Gmeindevertreter. Einstimmig wurde ferner festgestellt, dass die Frist zur Stellungnahme eindeutig zu kurz sei. Sie, die Vertreter der Bürger vom Landkreis Miesbach, hätten die Unterlagen zum Wasserschutzverfahren zwar erhalten, aber Zeit zum Überprüfen des über 98 Seiten umfassenden Schreibens sei, nach dem Prinzip „Vogel friß oder stirb“, anscheinend nicht vorgesehen. Alle seien sehr enttäuscht, dass keine Gespräche mit den Gemeinden und Fachleuten zum Austausch statt gefunden haben. Schließlich wäre genug Zeit dafür da gewesen, da das Landratsamt rund 30 Monate zum Zusammentragen der Ergebnisse gebraucht habe. Vor allen Dingen: Wie sollen denn die Betroffenen, die Bürger, Vereine und Gemeinden etwas in wenigen Wochen -geplant ist von Mitte Oktober bis vor Weihnachten- prüfen, wofür die staatliche Behörde fast 900 Tage Zeit hatte?“, so Pongratz. Die Bürgermeister erinnerten an das Versprechen des Landrats, der einst behauptete, dass es „mit ihm keine Wasserschutzzone geben werde“. Leider, so waren sie sich alle einig, verließe sich der Landrat zu sehr auf seine Berater. Eine große Frage stand im Raum: Warum bezog der Landrat die Gemeinden und Vereine nicht in das Verfahren ein und peitscht nun das Verfahren ohne „wenn und aber“ durch? Dass die Ausweisung der Wasserschutzzone einen massiven Eingriff für den -gesamten Landkreis- und nicht nur für die derzeit betroffenen Gemeinden bedeutet, war das Credo aller Anwesenden. So müßten die in der Wasserschutzzone beheimateten Landwirte extreme Auflagen befolgen, wie beispielsweise den kompletten Verzicht von natürlicher Düngung, sodass deshalb auf künstliche Düngung ausgewichen werden müsse, sowie das Weideverbot der Nutztiere, was zur Folge hätte, dass die Bio-Landwirtschaft nicht mehr möglich sei. Auch die Löschung der sogenannten „Abrissklausel“ sei nur Augenwischerei, da ein weiterer Paragraph die „Herstellung des Grundstücks in seine Ursprünglichkeit“ verlangen kann. Die Auflagen würden immer höher und die Landwirte hätten keine Rechts- und Planungssicherheit mehr. Ferner sei die Wertminderung von Grund und Boden, die Rede ist von bis zu 50 Prozent(!), ein großes Thema, das auch die Enkel der heute Betroffenen noch beeinträchtigen wird. Die Landwirte wären faktisch enteignet. Außerdem vergibt keine Bank einen grundschuldgedeckten Kredit auf Besitz in einem Wasserschutzgebiet! Somit wären auch Investitionen so gut wie unmöglich. Die vielbeschworenen Entschädigungen, die die Versorger den Betroffenen auszahlen würden, müßten auch erst langwierig erstritten werden. Was die Gemeindevertreter, zusammen mit den Vereinen und Landwirten noch unternehmen könnten, um die Wasserschutzzone „erträglicher“ zu gestalten, müsse erst noch beschlossen werden, so die allgemeine Meinung. Auch wenn die Frage – warum die Wasserschutzzone im Landkreis Miesbach, trotz riesiger Trinkwasservorkommen im Umfeld Münchens, überhaupt ausgewiesen werden muß – sehr kompliziert zu beantworten ist, so sei im Vorfeld des Planungsabschlusses schon einmal ein Ausblick auf die Zukunft -auf ein bereits angedachtes Szenario- erlaubt: Die Stadt München und ihr Umland wächst, wird immer größer und so wird auch der Wasserverbrauch steigen. Was würde dann für die Stadtwerke München (SWM) näher liegen, als die Wasserschutzzone bis über Gmund und das Tegernseer Tal, sogar bis an den Achensee zu erweitern? So würde die Ausweisung von Bauland, die „Versiegelung“ von Flächen und die apokalyptischen Steigerungen der Grundstückspreise rund um den Tegernsee und deren Anrainern wahrscheinlich schlagartig ein Ende finden. Bodenlos fallende Preise und unnennbare Auflagen für die Besitzer von Grund und Boden, Häusern und Betrieben, wären die Folge. Der Lebensplan vieler Menschen würde zerfallen, die sich mit Eigentum ein gesichertes Leben erhofften, da Häuser und Grundstücke nur noch, angenommen, eventuell die Hälfte oder noch weniger Wert wären. Der Tourismus wäre, wenn überhaupt, nur noch eingeschränkt möglich. Weidevieh und Pferde dürften nicht mehr auf die Weiden. Der Landkreis Miesbach würde verarmen, aber die Bewohner säßen auf dem saubersten Trinkwasservorkommen Europas, das sie den Stadtwerken München (SWM) jedoch kostenlos zur Verfügung stellen müssten, obwohl die SWM – in vielfältiger Weise – horrenden Handel damit betreibt.

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Waren zutiefst enttäuscht über die Handlungsweise des Landratsamtes Miesbach v.l.n.r.: Leonhard Wöhr (Bürgermeister von Weyarn),
Ingrid Pongratz (Bürgermeisterin der Stadt Miesbach), Klaus Thurnhuber (Bürgermeister von Warngau) und Andreas Hallmannsecker (Bürgermeister von Valley)

-lm- Bilder: lm

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Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing:

Landratsamt wehrt sich gegen Vorwürfe

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In der letzten öffentlichen Kreisausschusssitzung wurde Kritik am Vorgehen des Landratsamtes im Bezug auf das laufende Verfahren zum Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing geäußert. Das Landratsamt Miesbach weist diese Vorwürfe strikt zurück. „Es handelt sich hier um ein staatlichen Verfahren“, stellt Verwaltungsdirektor Martin Pemler klar. Das bedeutet: Das Landratsamt Miesbach handelt als Untere Staatsbehörde, nicht als Verwaltungsorgan des Landkreises mit den zugehörigen politischen Institutionen. Entsprechend tritt Landrat Wolfgang Rzehak nicht als politischer Vertreter des Landkreises, sondern als Leiter der Unteren Wasserbehörde in Erscheinung. Der Träger der Unteren Wasserbehörde ist der Freistaat Bayern und nicht der Landkreis Miesbach. Eine Mitbestimmung durch Landkreisgremien – zum Beispiel eine Beschlussfassung durch den Kreistag – ist deshalb von vornherein nicht vorgesehen. Im Übrigen handelt es sich um ein laufendes Verfahren, das bereits 2012 formell begann. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden die Träger öffentlicher Belange schon vor Jahren gehört. 2014 verlangte das Bayerische Umweltministerium in einem Schreiben die nochmalige Prüfung mehrerer zentraler Punkte, bevor der nächste Schritt des Verfahrens (die öffentliche Auslegung) eingeleitet werden kann. In der Zwischenzeit wurde das laufende Verfahren ausgesetzt und war nach Klärung der Punkte unverzüglich wieder aufzunehmen. Die Fragen des Ministeriums wurden erschöpfend vom Abteilungsleiter Umwelt des Landratsamtes Miesbach -Dr. Thomas Eichacker- und seinen Mitarbeitern geprüft. Die tragfähigen Zwischenergebnisse wurden vergangenen Mittwoch gleichzeitig mit der Presskonferenz zum Thema an Umweltministerin Ulrike Scharf verschickt. Es gibt von Amtsseite her keinen Grund mehr, die Antwort an das Ministerium zu verzögern. Im Gegenteil: Hätten wir die Ergebnisse nicht zeitnah weitergegeben und veröffentlicht, hätten wir uns dem berechtigten Vorwurf der Verschleppung des Verfahrens ausgesetzt. Ganz im Sinne einer transparenten Behördenkommunikation wurden alle Informationen unverzüglich und in vollem Umfang der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Eine Vielzahl an Pressevertretern folgte der Einladung zur Pressekonferenz und berichtete anschließend ausführlich. Außerdem wurden alle Prüfergebnisse auf der Homepage des Landratsamtes online gestellt. Die nun veröffentlichten Dokumente stellen in weiten Teilen interne Unterlagen dar, die im formellen Verfahren eigentlich nicht allgemein zugänglich gemacht werden müssten. Man hatte sich dazu entschlossen, dasaus Gründen der Transparenz dennoch zu tun. So wurde gewährleistet, dass alle wichtigen Informationen für alle zugänglich sind – egal ob interessierter Bürger, Mandats- oder Amtsträger. Die betroffenen vier Gemeinden wurden darüber hinaus in den letzten gut zweieinhalb Jahren ständig über den Sachstand informiert. Bezüglich der Information der Kreisräte hielt man die Zusage in der öffentlichen Kreistagssitzung vom 20. Juli 2016 ein. Im Protokoll dazu heißt es: „Die Materialien werden zeitgleich mit der Versendung ans Umweltministerium vollumfänglich veröffentlicht und online gestellt. Alle Kreistagsmitglieder erhalten das Material auf Wunsch auch in Papierform. Entsprechende Wünsche können an Dr. Eichacker oder an Herrn Mayr gerichtet werden.“ Ein solcher Wunsch ging bisher nicht im Landratsamt ein. Es ist nicht vorgesehen, die Gemeinden, Bürgermeister oder den Kreistag in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen, da es sich wie beschrieben um ein staatliches Verfahren handelt. Die gesetzlichen Fristen für ein solches Verfahren sind vorgegeben. Ab Versand der Unterlagen an die Gemeinden haben diese drei Wochen Zeit bis zur öffentlichen Auslegung, welche wiederum einen Monat dauert. Anschließend können Bürgerinnen und Bürger sich weitere zwei Wochen äußern. Gleichzeitig haben die Träger öffentlicher Belange Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Die erneute Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ist ein weiteres Entgegenkommen der Landkreisbehörde, da diese formal bereits vor Jahren angehört wurden. Alle Rückmeldungen werden bis kurz vor Weihnachten erwartet. Der Versand der Unterlagen wurde bewusst so gewählt, um das Ende der Auslegungsfrist nicht in die Weihnachtsferien fallen zu lassen. Alle von den Bürgerinnen und Bürgern sowie von den Trägern öffentlicher Belange vorgebrachten Bedenken werden vom Landratsamt eingehend geprüft und in einem späteren Erörterungstermin mündlich diskutiert.

-lra-

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Nachverdichtung:

Gefährlicher Domino-Effekt?

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Dies ist ein Szenario, wie es sich im Landkreis Miesbach immer wieder mal ereignet: Ein kleines, altes Wohnhaus mit viel Grund drumherum und möglicherweise Blick auf einen See – den Tegernsee, den Schliersee – wird abgerissen. Auftraggeber ist oft ein Bauträger, der mit einer neuen Bebauung mit Mehrfamilienhäusern nebst Tiefgarage eine Nachverdichtung und eine Gewinnmaximierung erreichen will. In der öffentlichen Darstellung wird manchmal bedauerlicherweise der Eindruck erweckt, es sei ausschließlich das Bestreben der Gemeinde, das historische gewachsene Ortsbild zu erhalten. Das Landratsamt Miesbach hingegen „falle den Kommunen in den Rücken“, „habe den Schwarzen Peter“ oder „torpediere mit seinen Entscheidungen die Bemühungen“ der Städte, Märkte und Gemeinden. „Der Schwarze Peter liegt nicht bei uns“, erklärte dazu Landrat Wolfgang Rzehak, „denn wir müssen uns für unser rechtsstaatliches Handeln nicht rechtfertigen!“. An welchen Vorgaben sich neue Bebauungen orientieren müssen, ist per Gesetz festgelegt. Rechtsnorm ist der Paragraf 34 des Baugesetzbuches.

Baugesetzbuch (BauGB) § 34 / Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile (1) Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden.

Falls die Gemeinde ihr Einvernehmen zu einem geplanten Vorhaben verweigert, so muss das Landratsamt dieses Einvernehmen ersetzen, sofern die Bestimmungen des Baugesetzbuches erfüllt sind. Das Vorhaben kann verwirklicht werden. Die Entscheidung treffen immer drei Mitarbeiter gemeinsam: Der Leiter des Staatlichen Bauamts, Stefan Deingruber; der Verwaltungsdirektor des Landratsamtes Miesbach und Abteilungsleiter Bauen, Martin Pemler und Kreisbaumeister Werner Pawlovsky. „Eine Genehmigung nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches ist kein Gnadenakt, den wir willkürlich erlassen können“, erläuterte der Kreisbaumeister, „der Bauherr hat darauf einen Rechtsanspruch!“, so Pawlovsky. Nachverdichtung sei nicht immer nur rein negativ, ergänzte er, „wo sie sinnvoll und mit Maß möglich ist, ist eine solche Bebauung in vielen Fällen sogar besser als weitere Bauten auf bisher unberührten grünen Wiesen“. Verwaltungsdirektor Martin Pemler erinnerte daran, dass die Gemeinden die kommunale Planungshoheit hätten. Bebauungspläne für bestimmte Gebiete seien dabei ein wichtiges Steuerungsinstrument. Doch vielerorts würden diese fehlen: „Die Versäumnisse der Vergangenheit holen die Gemeinden ein“, befand der Amtschef, „als der Siedlungsdruck im Landkreis noch nicht so hoch war wie heute, wurde die Chance verpasst, Bebauungspläne aufzustellen. Heute ist es in nahezu lückenlos bebauten Ortsteilen oft sehr schwierig, die für die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderliche städtebauliche Rechtfertigung noch rechtssicher zu begründen“, ergänzte Pemler. Gemeinden schrecken vor Bebauungsplänen zurück Landrat Wolfgang Rzehak erkannte an, dass es für Gemeinden nicht immer einfach sei, einen Bebauungsplan aufzustellen, da dieser oft bei Bürgerinnen und Bürgern auf starken Widerstand stoße. Er erinnerte daran, dass viele Bürger dabei sogar von „Enteignung“ sprechen, falls die Gemeinde genaue Vorgaben durch einen Bebauungsplan mache. In der jüngsten Vergangenheit gab es einen solchen Fall – etwa in dem Gebiet Karl-Theodor-/Baumgarten- /Dr.-Scheid- und Risserkogelstraße in Rottach- Egern. Viele Bürger hatten einen anonymen Brief im Briefkasten. Darin hieß es, die Bürger sollten sich gegen den Bebauungsplan der Gemeinde wehren. Dieser komme einer Enteignung gleich und bedeute eine drastische Wertminderung für die bestehenden Häuser.

Schadenersatz bleibt am Landratsamt hängen

Falls eine Gemeinde rechtswidrig die Zustimmung zu einem Bauprojekt versagt, so muss das Landratsamt Miesbach das Einvernehmen ersetzen und die Genehmigung auch noch aus einem anderen Grund erteilen: Schadenersatzforderungen bleiben beim Landratsamt hängen, nicht bei der Gemeinde. „Eindeutig rechtswidrige Beschlüsse müssen wir zunächst beanstanden“, erklärte Kreisbaumeister Werner Pawlovsky, „in einem zweiten Schritt müssen wir sie dann notfalls ersetzen. Anderenfalls machen wir uns schadenersatzpflichtig“, so Pawlovsky. „Entscheidungen werden nicht nach Gutsherrenart getroffen“, bemerkte Landrat Rzehak. Er verwies auf ein grundsätzliches Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 16. September 2010 (III ZR 29/10). Darin heißt es: „Im Falle der rechtswidrigen Verweigerung des Einvernehmens durch die Gemeinde besteht eine Rechtspflicht der Baugenehmigungsbehörde, das Einvernehmen zu ersetzen. (…) Daher kommt allein der Rechtsträger der Baugenehmigungsbehörde für eine Amtshaftung in Betracht. (…) Der Bauherr hat ein grundrechtlich geschützten Anspruch auf Erteilung der Baugenehmigung.“ Auch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat dazu am 7. Februar 2013 Stellung gegenüber den Regierungen genommen. Hier heißt es: „Im Hinblick auf diese Rechtsprechung des BGH haben wir den Bauaufsichtsbehörden vorgegeben, das gemeindliche Einvernehmen – vorbehaltlich künftiger Gesetzesänderungen – bereits dann zu ersetzen, wenn begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Versagung vorliegen. Ein Ermessensspielraum stand ihnen insoweit nicht zu. (…) Das Haftungsrisiko für mögliche Schadensfolgen eines rechtswidrig versagten Einvernehmens ist damit auf den Träger der Bauaufsichtsbehörde übergegangen.“ Abschließend zeigte der Landrat ein generelle Lösung des Problems auf: „Die Bürgermeister und die Bauamtsleiter kennen sich doch gut mit dem Bauplanungsrecht aus. Sie müssen in ihren Gremien für Entscheidungen sorgen, die mit dem Bauplanungsrecht konform sind“, so Wolfgang Rzehak.

-lra-

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Dauerbrenner

„Wasserschutzzone“

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Ein scheinbares Dauerthema -im Landkreis Miesbach- wird wieder akut: Seit rund 19 Jahren wird viel über das Wasserschutzgebiet Thalham-Reisach-Gotzing heftigst diskutiert. Es gibt das Bestreben einer neuen Vermessung und Erweiterung der Wasserschutzone, in dem das Verhältnismäßigkeitsprinzip gewahrt werden soll. Eine weitere Verzögerung ergab sich mit einem Schreiben aus dem Ministerium von Ulrike Scharf aus dem Jahr 2014. Nun scheinen die Fragen des Ministeriums geklärt. Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen Warngau, Weyarn, Valley und der Stadt Miesbach seien umfänglich informiert worden und letztendlich fand ein Pressegespräch mit den Veranwortlichen des Landratsamtes statt. „Wir lehnen den Vorwurf der Verschlepppung ab“, erklärte Landrat Wolfgang Rzehak zu Beginn der Konferenz. „Wir stellen uns unseren Aufgaben, möchten Tranzparenz und Rechtssicherheit schaffen. Besonders für die Stadt Miesbach bestand bezüglich der geplanten Erweiterung des Gewerbegebiets Nord und der Ausweisung der Wasserschutzzone, viel Unklarheit. Ich glaube, wir haben viel für uns rausgeholt“, ergänzte Rzehak. Wie Dr. Thomas Eichacker -Leiter der Abteilung Umwelt am Landratsamt Miesbach- darstellte, ergeben die Prüfungen nach derzeitigen Verfahrensstand, dass der Status der Altrechte -die seit dem Jahr 1852 bestehen sollen- zwar unbefristet aber nicht unbeschränkt und nicht unwiderrufbar ist. So dürfen die Stadtwerke München das Wasser aus dem Entnahmegebiet Mangfall -das sind derzeit 80% deren Gesamtbedarfs- entnehmen. Dies gilt jedoch nur für die Versorgung des Stadtgebietes und in untergeordnetem Umfang, auch für einige Gemeinden ausserhalb Münchens. Das Entnahmerecht kann sich allerdings ändern, wenn die Münchner Stadtwerke privatisiert bzw. der Wassermarkt liberalisiert wird. „Da können die Altrechte hinfällig werden. Dies soll auch im Wasserbuch vermerkt werden“, so Dr. Eichacker. „Alternativen für die Stadt München bei der Wassergewinnung gibt es darüberhinaus keine“, ergänzt  Dr. Eichacker. Eine Wasserentnahme aus der südlichen Schotterebene ist für München nicht ausreichernd und wäre höchstens als Zusatzmöglichkeit bei Wasserknappheit geeignet. Auch die Aufbereitung des Oberflächenwassers aus umliegenden Seen, wie beispielsweise aus dem Starnberger See, wäre möglich, aber die Wasserqualität wäre deutlich schlechter und die Wasseraufbereitung zu aufwendig und zu teuer. Die Entnahme aus der nördlichen Schotterebene wäre denkbar, aber nicht realistisch durchführbar, da das Wasserversorgungssystem von München auf Süden ausgerichtet ist. Das Wasser müßte somit erst in den Süden gepumpt werden, um dann von dort verteilt zu werden. Daher gäbe es keine altternative Wasserversorgung für die Stadt München. Auch eine teilweise Erhöhung der Wasserentnahme aus einzelnen Brunnen nütze nichts und ändere auch nichts an den Grenzen der Schutzzone. Das besagte Wasserschutzgebiet erstreckt sich auf rund 16 Quadratkilometer, von Thalham über Gotzing bis zum Gewerbegebiet Nord der Stadt Miesbach bis hin zum Müller am Baum. Dieses Gebiet unterliegt einem strengen Verbotskatalog, der jedoch in entschäfter Weise übernommen werden soll: So soll der Bestandsschutz für Gebäude gestärkt werden, indem die sogenannte „Abrissklausel“, bei der die Stadtwerke München auf den Abriss von Gebäuden bestehen können, ersatzlos gestrichen werden und für den Erhalt und Fortentwicklung landwirtschaftlicher Betriebe soll eine erleichterte Befreiungsmöglichkeit von den Verboten der Schutzgebietsverordnung festgelegt sowie Klarstellungen und Erleichterungen für die Bewohner des Wasserschutzgebietes festgeschrieben werden. Ferner sollen betroffene Bauern Ausgleichszahlungen vom Wasserversorger erhalten. Ausserdem kann das generelle Beweidungsverbot in der engeren Schutzzone II A, bei Bedarf, in jeden Einzelfall von den Fachbehörden beurteilt werden, damit eine Beweidung unter Einschränkungen und Auflagen ermöglicht werden kann.

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Die Pressegesprächsteilnehmer des Landratsamtes Miesbach v.l.n.r. :  Birger Nemitz (Pressesprecher),
Frank Skodczinski (Fachbereichsleiter Wasser, Abfall und Bodenschutz),  Wolfgang Rzehak (Landrat),
Dr. Thomas Eichacker (Abteilungsleiter Umwelt) und Martin Pemler (Leiter der Verwaltung)

Als großen Erfolg wertete Landrat Wolfgang Rzehak den erreichten Kompromiss bei der Ausweitung des Gewerbegebietes Miesbach-Nord. Bislang war das alles entscheidende Landesamt für Umwelt (LFU) in Hof rigoros gegen eine Erweiterung. Nun lenkte die staatliche Behörde doch noch ein und hat sich mit einer auf rund 30.000 Quadratmeter reduzierte Ausweitung des Gewerbegebiets einverstanden erklärt. Allerdings mit Auflagen. So sind beispielsweise Bebauungen von Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen oder Kühlmitteln grundsätzlich unzulässig. Die vorgestellten Prüfberichte sind lediglich Zwischenberichte, betonte der Landrat, wobei der Planungsentwurf voraussichtlich ab Oktober öffentlich ausgelegt wird. Noch vor Weihnachten sollen die Ergebnisse nochmals gesichtet und geordnet werden. Im Frühjahr 2018 steht eine weitere Prüfung der Unterlagen durch Sachverständige fest. Im Herbst 2018 soll dann hoffentlich die endgültige Entscheidung zur Wasserschutzzone getroffen werden.

-lm- Bild: lm

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Häckselaktion im Landkreis

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Die VIVO-Häckselaktion erleichtert das Kompostieren von sperrigem Astwerk sowie Strauch- und Staudenschnitt im Hausgarten. Das Grüngut wird zerkleinert und zerfasert. Voraussetzungen für die Teilnahme an der Häckselaktion: Es können nur Privathaushalte teilnehmen. Die Anmeldung muss eine volle Woche vor Beginn bei der Gemeindeverwaltung erfolgen, Nachmeldungen können nur berücksichtigt werden, wenn die Tourenplanung dies zulässt. Das Häckselgut verbleibt im eigenen Garten zum Kompostieren oder Mulchen von Pflanzflächen. Gehäckselt wird ausschließlich Material bis zu einem Durchmesser von acht Zentimetern. Sperrige Äste können in der Länge belassen, müssen aber in der Breite geteilt werden. Das zu häckselnde Grüngut muss geordnet und gut sichtbar bis 7 Uhr des ersten Tages an der Straße bereitgelegt werden. Je ordentlicher das Material aufgeschichtet ist, desto mehr lässt sich in einer Viertelstunde verarbeiten. 15 Minuten häckseln je Anwesen ist kostenlos. Bei ordentlich bereitgelegtem Material entspricht dies etwa vier Kubikmetern. Der Aufwand hierfür ist in der allgemeinen Müllgebühr enthalten. Jede weitere Viertelstunde kostet 12,50 Euro und ist nur gegen Barzahlung beim Häckslerfahrer durch den angemeldeten Teilnehmer oder einen Beauftragten möglich. Die maximale Häckseldauer beträgt 45 Minuten. Es wird gebeten, keine Sammelhaufen bereitzulegen, da sonst die Menge dem jeweiligen Anwesen nicht zugeordnet werden kann. Es wird ausschließlich Grüngut (Zweige, Äste, Strauch- und Heckenschnitt) -keine Pfähle, Bretter und Latten- gehäckselt. Terminabsprachen sind wegen Unwägbarkeiten bzgl. Häckselmengen und Witterung nicht möglich. Aus Haftungsgründen können Privatgrundstücke nicht befahren werden. An öffentlichen Straßen und Wegen muss der Zu- und Anfahrtsbereich mindestens drei Meter breit sein. Weitere zwei bis drei Meter Arbeitsraum werden für die Arbeit am Häckslers benötigt. Pflanzenteile, die von Feuerbrand befallen sind, werden nicht gehäckselt. Die Termine:  Bayrischzell 25.09. – 26.09. / Kreuth 25.09. – 26.09. / Schliersee 25.09. – 29.09. / Rottach-Egern 27.09. – 28.09. / Bad Wiessee 04.10. – 05.10. / Valley 04.10. – 05.10. / Fischbachau 04.10. – 06.10. / Hausham 09.10. – 10.10. / Tegernsee 09.10. – 10.10. / Miesbach 09.10. – 12.10. / Irschenberg 11.10. – 12.10. / Gmund 17.10. – 20.10. / Waakirchen 17.10. – 19.10. / Otterfing 17.10. – 20.10. / Warngau 23.10. – 24.10. / Holzkirchen 23.10. – 27.10. / Weyarn 25.10. – 26.10.

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Reit- und Springturnier

in Gotzing

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Auch in diesem Jahr fand wieder ein Reit- und Springturnier in Gotzing/Still auf der Reitanlage der Familie Demmelmeier statt. Es begann am Freitag, 29. September um 8.00 Uhr mit Dressurprüfungen bis zur Klasse M. Als Highlight gab es am Nachmittag eine L-Kür mit Musik. Am Samstag, 30.9. begannen die jüngeren Reiter mit einem Reiterwettbewerb bevor dann bis einschließlich Sonntag, 1. Oktober die Springreiter antraten. Außer den regulären Springprüfungen erfolgte am Sonntag auch noch ein Jump and Run. Am Nachmittag erfolgten dann jeweils die Highlights: Springprüfungen der Klassen L und M. Auch heuer fanden auf dem Turnier in Gotzing wieder die letzten Kreismeisterschafts-Wertungsprüfungen statt. Gesucht wurden die Besten in den Kategorien Springen, Dressur und Verein, der Kreisreitervereinigung Miesbach – Bad Tölz/Wofratshausen. Weitere Infos unter: www.kreismeisterschaft-krv-oberland.de

-lm- Bild: lm

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Umweltpakt Bayern „Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken“:

Auszeichnung für Firma Pero Gebäudereinigung

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Die Schlierseer Firma PERO Gebäudereinigung und Service GmbH ist Teil des Umweltpaktes Bayern „Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken“. Landrat Wolfgang Rzehak händigte im Landratsamt die Urkunde von der Bayerischen Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, an die Geschäftsinhaber aus. Der Landrat dankte den Inhabern für ihren Einsatz für den Umweltschutz. Die Firma Pero musste dazu strenge Kriterien erfüllen: Der Bayerische Handwerkstag hatte die Teilnahmekriterien für das Gebäudereiniger-Handwerk in einem 50-Punkte-Programm festgelegt. Inhaber Franz Lindinger berichtete während der Auszeichnung, dass er zehn Mitarbeiter im Landkreis Miesbach beschäftigt. Diese reinigen unter anderem viele Schulen. Sein Unternehmen ist Mitglied der Innung der Gebäudereiniger. Für die Glasreinigung hat er ein teures Osmose-Gerät angeschafft, welches die Fenster schlieren-frei putzt, und zwar ohne den Einsatz von jeglichen Chemikalien oder Zusätzen. Das Abwasser muss nicht behandelt werden. Landrat Wolfgang Rzehak fand die beschriebene Technik sehr interessant und bat um eine Betriebsbesichtigung. Die Auszeichnung des Umweltpaktes Bayern wird für fünf Jahre verliehen. Kriterien sind zum Beispiel die „Verwendung von Konzentraten, wo immer möglich“, die „Verwendung von waschbaren Mehrwegputzlappen“ oder der „Betrieb einer Solarkollektoranlage“. Insgesamt sind die 50 zu erfüllenden Kriterien auf fünf Kategorien verteilt: Nachhaltige Betriebsführung, Wasser / Abwasser und Gewässerschutz, Abfall, Gesundheitsschutz und Klimaschutz-Maßnahmen.

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Landrat Wolfgang Rzehak, Renate und Franz Lindinger, Florian Brunner von der Standortmarketing Gesellschaft
und Florian Brand, Fachbereichsleiter für Umwelt- und Naturschutz im Landratsamt Miesbach

-lra- Bild: lra

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Neu ausgearbeitete E-MTB-Schmankerlrunde

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Gestärkt fällt das Radeln gleich viel leichter! Auf der neu ausgearbeiteten E-Mountainbike(MTB)-Schmankerlrunde kann genussvoll auf einer Strecke von rund 45 Kilometern durch das Tegernseer Tal geradelt werden. Die kulinarische Reise startet und endet am Haus des Gastes in Tegernsee, kann aber auch an einer beliebigen Stelle begonnen werden. Der Weg führt über den Seerundweg nach Rottach-Egern, entlang der Weißach und durch die Kreuther Bergwelt, um über Bad Wiessee und Gmund wieder am Ausgangspunkt anzukommen.

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Die reine Fahrzeit der Tour beträgt etwa vier Stunden. Insgesamt 11 Einkehrstationen laden auf der Strecke zum Verschnaufen und Schlemmen ein.  Dabei ist jedes Ziel mit dem E-MTB entspannt und doch sportlich aktiv zu erreichen. Durch die Wälder und entlang von saftigen Wiesen wird die landschaftliche Vielfalt der Region erlebbar und liefert E-MTB-Begeisterten atemberaubende Blicke, wie bei einem kurzen Stopp am Bucherhang. Christine Miller, Produktmanagerin Aktiv und Sandra Kern, Marketingleitung der Tegernseer Tal Tourismus GmbH, freuen sich über das neue Angebot: „Die Tour ermöglicht jedem aktiv zu sein und die genussvolle Seite des Tegernseer Tals kennenzulernen. Die Verknüpfung von Aktivität und Genuss konnte dank dem großzügigen Radwegenetz und der hohen Dichte an Gastronomie am Tegernsee ideal umgesetzt werden.“ Alle Informationen rund um das Thema E-MTB z.B. zu Verleihstationen, Ladestationen, geführte Touren, Fahrtrainings usw. sind unter www.tegernsee.com/emtb zu finden. Ab sofort liegt ein Flyer zur E-MTB-Schmankerlrunde mit der ausgearbeiteten Route in allen Tourist-Informationen im Tegernseer Tal aus und ist ferner unter www.tegernsee.com erhältlich.

-ttt- Bild: ttt/Thomas Müller

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45. Tegernseer Woche

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Vom 21. September bis 3. Oktober fand heuer die Tegernseer Woche für Brauchtum und Kultur statt. Gerade in diesem Jahr der Jubiläen (200. Jahre Wittelsbacher, 150. Geburtstag von Ludwig Thoma) lohnte sich der Besuch: Mit zahlreichen Einzelveranstaltungen ist die Tegernseer Woche einer der jährlichen, kulturellen Höhepunkte der Region, bei der Brauchtum und Kultur ideenreich miteinander verbunden werden. Die Tegernseer Woche für Brauchtum und Kultur bestacht mit Vielfalt und Qualität: Musikalische Leckerbissen mit traditioneller Volksmusik und Klassikdarbietungen, szenische Aufführungen, Lesungen sowie Ausstellungen und Führungen liessen das Tegernseer Kulturerbe von einem Zeitraum von mehr als 1250 Jahren wieder aufleben. Damit das Ganze auch möglichst authentisch bleibt, fanden die Veranstaltungen meist in historiscANZEIGEhen Räumlichkeiten – wie dem Ludwig Thoma Haus oder der ehemaligen Klosterkirche – statt. Neben dem Althergebrachten wurde auch die Brücke zur Gegenwart geschlagen und Neues dargeboten. Weitere Infos: www.tegernsee.com und Tourist-Information Tegernsee, Tel.: 0 80 22 – 9 27 38 60.

-ttt-

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„Tegernseer Bürgerstiftung“

wurde ins Leben gerufen

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In seiner Eigenschaft als Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee eG ist Josef Paul vielen Bürgern bekannt. Nun gründete er, mit Gleichgesinnten, die „Tegernseer Bürgerstiftung“.

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Josef Paul:

Initiator der Tegernseer Bürgerstiftung

 

LaMag: Als Vorstand einer Bank im Tegernseer Tal haben Sie täglich mit großen Geldsummen und deren Besitzern zu tun. Wie schaffen Sie es, sich noch um die Angelegenheiten von nicht so begüterten Menschen zu kümmern?

Josef Paul: Der Raiffeisen-Vorstand ist für die Organisation der Anlageberatung zuständig und er sorgt dafür, dass die Kunden dem richtigen Berater zugeführt werden. So verteilt sich die Anlageberatung auf viele Schultern. Mir persönlich war es schon immer wichtig, dass „Geld“ im Tegernseer Tal bleibt. So freue ich mich, dass durch die Stiftung eine Möglichkeit geschaffen wurde, dass Vermögen, in welcher Form auch immer, zum Wohle von nicht so begünstigten Mitbürgern verwendet werden kann. Es ist mir und den Stiftungsmitgliedern ein wichtiges Anliegen, den heimatlichen Lebens-, Kultur- und Sozialbereich zu fördern und zu unterstützen.

LaMag: Wie kam es zu der Idee, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen? Was war der ausschlaggebende Grund?

Josef Paul: Die Idee kam aus dem Kundenkreis. Einzelne Personen interessierten sich für das Thema Stiftungen, um bereits zu Lebzeiten eine Entscheidung für die Nachwelt zu treffen und damit die Frage „was bleibt?“ zu beantworten.

LaMag: Wie lange dauerte es, von der Idee bis zu dem Zeitpunkt, als Sie Ihre Unterstützer zur Urkundenunterschrift bitten konnten?

Josef Paul: Ein Stiftungs-Expertengespräch mit interssierten Kunden, mit dem Willen, eine Stiftung zu gründen, um hier vielfältige Möglichkeiten zu eröffnen, bleibende Werte für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, fand letztes Jahr im September statt.

LaMag: Wie ist die Bürgerstiftung aufgebaut?

Josef Paul: Die Bürgerstiftung organisiert sich durch ihre Satzung selbst, sie besteht aus der Stifterversammlung und ist das Gremium der Stifter. Diese bestimmen den Stiftungsvorstand und den Stiftungsrat. Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsorgan einer Bürgerstiftung. Der Stiftungsvorstand ist die Exekutive und führt die Geschäfte der Stiftung.

LaMag: Wer beschließt, wer etwas erhält und wieviel oder wie ausgezahlt wird?

Josef Paul: Über die Gewichtung der Förderung der einzelnen Stiftungszwecke entscheiden der Stiftungsrat und Stiftungsvorstand gemeinsam.

LaMag: Wen oder was möchte die Tegernseer Bürgerstiftung unterstützen?

Josef Paul: Die Tegernseer Bürgerstiftung ist eine gemeinschaftliche Stiftung von Bürgerinnen und Bürgern für ihre Region der Gemeinden des Tegernseer Tals und Waakirchen. Die Tegernseer Bürgerstiftung möchte eine nachhaltige Entwicklung im Tegernseer Tal fördern, will Eigenverantwortung, Gemeinsinn und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stärken und dazu beitragen, dass die Erfahrungen und Kompetenz vieler Bürgerinnen und Bürger für die Gestaltung eines Zusammenlebens in der Region aktiviert wird. Die Bürgerstiftung möchte ermöglichen, dass materielle und immaterielle Ressourcen von Bürgerinnen und Bürgern für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung in der Region zur Verfügung gestellt wird. Die Stiftung möchte Kooperationspartner und Ideengeber für innovative Konzepte und Projekte für Kinder und Jugendliche, Senioren und Familien sein. Das ist so in der Präambel der Satzung festgeschrieben.

LaMag: Setzen Sie Prioritäten bei der Unterstütung? Einzelpersonen, Familien…

Josef Paul: Zum Jahresende wird ein Wirtschaftsplan mit der Zielsetzung erstellt, die Verteilung der Ausschüttungen für das nächste Jahr zu planen. Allerdings werden wir auch flexibel reagieren. LaMag: In welcher Form wird die Unterstützung gewährt?

Josef Paul: Die Unterstützung wird sich auf Hilfen finanzieller Art konzentrieren.

LaMag: Um Geld verteilen zu können, muss man erst welches haben. Wie kommt die Bürgerstiftung zu ihrem Geldguthaben?

Josef Paul: Mit dem Stiftungskapital werden Erträge erwirtschaftet, die zu Ausschüttung zur Verfügung stehen. Es werden auch die erhaltenen Spenden dafür eingesetzt.

LaMag: Kann eine Zuwendung mit Verwendungswunsch gegeben werden?

Josef Paul: Ja. Zustiftungen in das Grundstockvermögen ab einem Betrag von 100.000 Euro können durch den Zustifter schon bestimmten Einzelzwecken zugeordnet werden und dann auch mit dem Namen des Zustifters verbunden werden.

LaMag: Erhalten die Zuwendungsgeber, wie Spender, eine Garantie, dass die Spende wie gewüscht verwendet wurde?

Josef Paul: Die Stiftung garantiert für die satzungsgemäße Verwendung der Mittel. Ferner wird die Stiftung durch die Aufsicht der Regierung von Oberbayern kontrolliert.

LaMag: Kann ich als Spender nachvollziehen, wie meine Spende vom Empfänger verwendet wird?

Josef Paul: Die Stiftung kümmert sich darum, dass die Ausschüttungen vom Empfänger satzungsgemäß verwendet werden. Über die Verwendung der Ausschüttungen informiert die Stiftung über den Geschäftsbericht die Allgemeinheit, wobei dieser auch im Internet veröffentlicht wird und eingesehen werden kann.

LaMag: Verwalten Sie in der Tegernseer Bürgerstiftung auch Erbsachen wie Grundstücke, Häuser usw.? Muß man dies testamentarisch verfügen?

Josef Paul: Die Stiftung ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, Zuwendungen in jeglicher Form anzunehmen, also auch Grundstücke und Gebäude, wenn das beispielsweise vom Zuwender durch ein Testament geregelt worden ist.

LaMag: Wann wird die Tegernseer Bürgerstiftung handlungsfähig sein?

Josef Paul: Sobald die Anerkennung durch die Regierung von Oberbayern vorliegt, ist die Bürgerstiftung handlungsfähig.

LaMag: An wen kann ich mich als Zuwendungsgeber oder – erhalter wenden?

Josef Paul: Wer sich mit dem Gedanken einer Zuwendung trägt und wissen möchte, wie er das sinnvoll tun kann, wendet sich an den Stiftungsvorstand, beziehungsweise an die Geschäftsstelle der Stiftung, die derzeit im Haus der Raiffeisenbank Gmund, in der Wiesseer Straße 16, in 83703 Gmund, untergebracht ist. Hier werden Interessierte gerne beraten.

LaMag: Kann man die Tegernseer Bürgerstiftung auch mit monatlichen oder jährlichen Beitragszahlungen unterstützen?

Josef Paul: Selbstverständlich, jede Spende ist willkommen und hilft! Für monatliche Spenden gibt es einmal im Jahr eine Spendenbescheinigung, die steuerlich absetzbar ist. Für einmalige Spenden bis zu einem Betrag von 200,- Euro im Jahr reicht der Bankbeleg, darüber hinausgehende Beträge werden mittels Spendenbescheinigung quittiert. Ab einem Spendenaufkommen von mehr als 5.000,- Euro wird der Spender für mindestens drei volle Kalenderjahre in die Stifterversammlung berufen.

LaMag: Gibt es eine Broschüre mit Informationen zur Tegernseer Bürgerstiftung?

Josef Paul: Eine Broschüre ist derzeit in Bearbeitung, um Bürger und Interessierte über Art und Umfang der Stiftung umfänglich zu informieren. Darüber hinaus wird eine Internetseite für die entsprechende Transparenz aller Aktivitäten der Stiftung sorgen.

-lm- Bild: RBG

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Landratsamt Miesbach

warnt vor Betrügern

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Per Internet werden vermehrt Bürgerinnen und Bürger von einer angeblichen „Bürgerberatung des Landkreises“ angeschrieben. Bei dieser Benachrichtigung handelt es sich um Betrug. Bürger sollten die Nachricht löschen und keine der geforderten Handlungen vornehmen oder Informationen preisgeben. Die Betrugsmasche wird offensichtlich landesweit probiert, da auch schon der Bayerische Landkreistag davor warnt. Die Nachricht erweckt einen amtlichen Eindruck und klingt sehr reizvoll. Die versprochene neue Heizung hilft 65 Prozent der Energiekosten zu senken, gleichzeitig wird noch eine hohe Geldsumme verschenkt. Im Original sieht die Meldung zum Beispiel so aus: . „Guten Tag Kd.-Nr. 791346, in unserem Gebiet suchen wir noch 13 Testhaushalte für diese Aktion: Ihre alte Heizung wird zum Nulltarif durch eine neue ökologische ersetzt, zusätzlich erhalten Sie 16.000,00 Euro Tauschprämie dafür. Diese Prämie können Sie frei verwenden – möglich machen dieses extrem hohe Förderungen der EU. Sie erhalten also eine neue Heizung und Bargeld für Urlaub, Auto etc. aufs Konto. Fordern Sie Ihre unverbindlichen Unterlagen an. Mit freundlichen Grüßen, Lisa Dressler Bürgerberatung des Landkreises P.S. Ihre Energiekosten werden sich zusätzlich um ca. 65% senken.“ .

Falls Bürgerinnen und Bürger eine solche oder ähnliche Nachricht erhalten, sollten sie diese umgehend löschen. Das Landratsamt Miesbach verlangt niemals die Herausgabe von persönlichen oder vertraulichen Daten im Internet, informiert allerdings tatsächlich über Möglichkeiten der Energieeinsparung, über Fördermöglichkeiten oder Aktivitäten in den Kommunen. Diese Informationen sind auf der Homepage www.landkreis-miesbach.de/klimaschutz zusammengefasst. Unter dem Reiter „Energieberatung“ wird auch über die regelmäßigen Beratungstermine der Verbraucherzentrale Bayern im Amt informiert. Die Energieberaterin des Landkreises, Veronika Halmbacher, steht für Beratungen gerne zur Verfügung. Die Klimaschutzmanagerin ist unter Telefon 08025 / 704 – 3315 oder unter dem Funktionspostfach klimaschutz@lra-mb.bayern.de erreichbar.

-lra-

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Helfen um Gutes zu tun:

Neu gegründete „Tegernseer Bürgerstiftung“ tritt für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ein

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Selbstlos helfen und gemeinnützig fördern lautet die Maxime der neuen „Tegernseer Bürgerstiftung“, zu der sich, unter Federführung von Josef Paul, Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee, Bürgerinnen und Bürger, die fünf Bürgermeister des Tegernseer Tales sowie der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan und die Landtagsabgeordnete Ilse Aigner, zusammengeschlossen haben. Die gemeinnützige Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, u.a. neben der Jugend- und Altenhilfe, den Tier- und Umweltschutz, das Wohlfahrtswesen sowie die Heimatpflege und Heimatkunde, als auch das traditionelle Brauchtum zu fördern. Ein weiterer Punkt im Sinne des Stiftungszweckes wird die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und Partnerschaften mit Schulen sein, wobei auch die Vergabe von Stipendien, Preisen oder Beihilfen vorgesehen sind. Ferner sollen Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, von der Stiftung selbstlose Unterstützung erhalten können. Die Stiftung wird als Kooperationspartner und Ideengeber für innovative Konzepte und Projekte für Kinder, Jugendliche, Senioren und Familien auftreten. Sie möchte jedoch auch, dass die Empfänger über die Verwendung der erhaltenen Mittel Rechenschaft ablegen. Der Wirkungskreis der „Tegernseer Bürgerstiftung“ umfaßt die Gemeinden Bad Wiessee, Gmund am Tegernsee, Kreuth, Rottach-Egern und Waakirchen sowie die Stadt Tegernsee. Wer die gemeinnützige „Tegernseer Bürgerstiftung“ mit Spenden oder Zustiftungen unterstützen möchte, kann sich für weitere Informationen an den Vorstand der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee -Josef Paul- wenden. Telefon: 0 80 22 – 7 50 70, E-Mail: info@raiffeisenbank-gmund.de.

-lm-

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Neue Pressesprecherin

im Landratsamt Miesbach

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Das Landratsamt Miesbach hat eine neue Pressesprecherin. Sophie-Marie Stadler hat im September den Dienst in der Pressestelle angetreten. Die Rottacherin hat ihre Ausbildung als Politikwissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona abgeschlossen. Stadler hat im Landkreis bereits Erfahrungen als freie Journalistin unter anderem beim Miesbacher Merkur und beim Tegernseer Tal Heft gesammelt. Ferner hat sie Erfahrungen mit Politikern im Landkreis und auf Bundesebene gesammelt. So unterstützte sie u.a. den Bürgermeister-Wahlkampf von Christian Köck in Rottach-Egern und arbeitete im Büro der ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in Berlin. Sie übernimmt die Position als stellvertretende Pressesprecherin von Gerhard Brandl, welcher kürzlich in den verdienten Ruhestand gegangen ist.

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Sophie-Marie Stadler ist seit 1. September 2017

neue stellvertretende Pressesprecherin im Landratsamt Miesbach

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Roßtag begeisterte

in Rottach-Egern

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Unter dem traditionellen Motto „d ́ Fuhrleut kemman z ́amm“ traf man sich wieder zum Roßtag in Rottach-Egern. Im Mittelpunkt standen Pferde, Kutschen, Chaisen, Landauer und die ganze Vielfalt alter Wägen mit zugehörigen Anspannungen. Über 200 Pferde, prächtig herausgeputzt, u.a. vor restaurierte Wägen gespannt, säumten an diesem Tag das Strassenbild in Rottach-Egern. Vom Seehotel Überfahrt am See durch den Ort, entlang an tausenden Zuschauern, führte der Festzug zum fünf Kilometer entfernten Vorführ- und Festplatz im Ortsteil Enterrottach. Begleitet wurde der Festzug von viel Prominenz sowie Blaskapellen aus dem In- und Ausland, vom Spielmannszug Rottach-Kreuth und von diversen Trachtengruppen. Althergebracht empfingen Mensch und Tier an der Rosskapelle in Ellmau den Segen der Geistlichkeit. Vom einfachen, einspännigen Almkarren bis hin zum zehnspännigen Zug vor historischer Prachtkutsche, gab es alles zu sehen, was noch vor über 100 Jahren das Straßenbild beherrschte. Volksfeststimmung gabt es dann bei der anschließenden Schaufahren auf der malerisch gelegenen Wiese im Ortsteil Enterrottach. Die Brotzeitstände der örtlichen Vereine sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

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Frisch auf den Tisch:

Gentechnikfreier Landkreis

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Berge, Felder, Wiesen und Wasser – so kennt man den Landkreis Miesbach. Doch er definiert sich auch über seine landwirtschaftlichen Betriebe, seine Imker und Gärtner. Die traditionelle Milchwirtschaft, die Herstellung von Honigprodukten und das Bewirtschaften von Grünflächen haben hier einen hohen Stellenwert. Milch – Fleisch – Obst – Honig – Brot – Gemüse sind die Grundnahrungsmittel, welche nach traditionellen Werten erzeugt werden sollten. Davon sind nicht nur die Einwohner, sondern auch die Gäste des Landkreises überzeugt. Der Landkreis Miesbach wurde überdies mit dem Label „Gentechnikanbaufreie Kommune“ ausgezeichnet. Mais – Getreide – Soja, diverse Firmen bieten mittels Agro-Gentechnik verändertes Saatgut an und wollen dies weltweit zur Aussaat bringen.

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Was ist „Agro-Gentechnik“? Bei der Agro-Gentechnik werden im Labor artfremde Gen-Einheiten, auch von Tieren, in pflanzliches Erbmaterial eingefügt. Eine derartige Neuprogrammierung des DNS-Plans würde es so in der Natur nie geben, denn hier kann eine natürliche Vermehrung nur zwischen eng verwandten Lebensformen erfolgen. Mittlerweile gibt es auch neue, umstrittene Gentechnikverfahren, bei denen die Genmanipulation mit arteigenen Gen-Einheiten erfolgen kann. Die Risiken für die menschliche und tierische Gesundheit, für das Immunsystem, die Umwelt und die Ernährungssicherheit sind unkalkulierbar. Es gibt überdies keinen überzeugenden Grund, Mensch, Tier und Natur derartigen Risiken auszusetzen, wenn bereits bewährte und erfolgreiche Methoden für die Lebensmittelproduktion zur Verfügung stehen. Genveränderte Organismen sowie Rückstände der Pflanzenspritzmittel, die bei agro-gentechnischem Anbau benötigt werden, können tierische und menschliche Zellen und die Immunabwehr schädigen und Krankheiten sowie Allergien auslösen. Genverändertes Saatgut wird derzeit weltweit patentiert. Patente und Lizenzgebühren führen Landwirte in die Abhängigkeit. Es kann passieren, dass Saatgut von genmanipuliertem Mais oder Getreide nicht mehr keimfähig ist. Deswegen muß vor jeder Aussaat keimfähiges Saatgut bei den Herstellern teuer eingekauft werden. Dies schafft Abhängigkeiten und die kleinstrukturierte Landwirtschaft, insbesondere die Öko-Landwirtschaft, wird in ihrer Existenz bedroht. Auch lösen genveränderte Pflanzen und Tiere nicht das Welthungerproblem! Ferner schädigen Genveränderte Organismen wildlebende Pflanzen und Tiere und schränken die biologische Vielfalt ein. Einmal freigegeben, können sie nicht mehr aus der Umwelt zurückgeholt werden. Es entstehen Resistenzen, die immer mehr chemische Pflanzenspritzmittel benötigen und gefährliche Rückstände hinterlassen.

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Wie kann man gegensteuern? Der informierte Verbraucher hätte die Macht, sich gegen den Verkauf von genmanipulierten Lebensmitteln zu wehren. So kann er Lebensmittel aus regionaler und biologischer Erzeugung kaufen; auf die Kennzeichnung von Lebensmitteln achten; beim Kauf von tierischen Produkten nach der Herkunft, Haltung und Ernährung des Tieres fragen; auch bei der Kleidung auf genmanipulationsfreie Baumwolle achten. Der Bürger könnte aber auch seine Volksvertreter erinnern, bzw. auffordern, sich mehr für die Interessen der Bürger einzusetzen, denn es ist die Aufgabe des Staates, für das Gemeinwohl und die Lebensgrundlagen der Bürger zu sorgen! Zivilcourage zeigen! Ausgestattet mit diesem Wissen haben sich einige unerschrockene Streiter aus dem Landkreis zusammenschlossen, um mit „Zivilcourage“ für einen Gentechnikfreien Landkreis Miesbach zu kämpfen. Dies geschah vor nunmehr 10 Jahren. Die Jubiläumsfeier für die erfolgreiche Arbeit fand in Niklasreuth statt, wobei sich an Informationsständen 19 Naturschutz- und Umweltorganisationen sowie Anbieter von regionalen Bioprodukten vorstellten. Weitere Infos: www.zivilcourage-miesbach.de und www.zivilcourage.ro

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Oldtimertreffen

in Mitterdarching

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Sehr viel zu bestaunen gab es kürzlich beim 15. Oldtimertreffen der Freiwillige Feuerwehr Ober – Mitterdarching – Schmidham, am Feuerwehrhaus in Mitterdarching. Mit von der Partie waren unter anderem Automobile, Motorräder und Traktoren, die alle um die Wette glänzten und die zahlreichen Besucher begeisterten. Die meisten ‚Fachgesprächsrunden‘, bezüglich der einzelnen Raritäten, wurden bei einer Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen am Feuerwehrgerätehaus abgehalten.

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Barfußpfad

an der Seepromenade in Bad Wiessee

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In Zusammenarbeit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH mit dem Kur- und Verkehrsverein und der Gemeinde Bad Wiessee konnte unlängst ein Barfußpfad an der Seepromenade in Bad Wiessee eröffnet werden. Gäste und Einheimische erwartet ab sofort ein besonderes Sinneserlebnis an der Mündung des Zeiselbachs, welche sich an der Bad Wiesseer Seepromenade befindet. Christian Kausch, Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Bernhard Kaiser, Vorstand des Kur- und Verkehrsvereins sowie Bürgermeister Peter Höß luden zur feierlichen Einweihung des Barfußpfades in Bad Wiessee ein.  Das Erlebnis, mit nackten Füßen unterschiedliche Materialien zu fühlen und besondere Sinneseindrücke zu erfahren, soll das gesundheitliche Angebot im Tegernseer Tal ergänzen und Bad Wiessee als Gesundheitsstandort stärken. Der Barfußpfad steht jedem Spaziergänger der Bad Wiesseer Seepromenade zur Verfügung und besteht aus insgesamt acht Feldern, die mit unterschiedlichen Materialien, wie verschiedenen Stein- und Kiesarten, Rindenmulch und Holzstämmen, befüllt worden sind. Die Umsetzung wurde durch den Einsatz der Firmen Blumen&Garten Reichl, Gartenbau Schäffner und der Schreinerei Erlacher sowie mit der tatkräftigen Unterstützung einiger Bad Wiesseer Gastgeber ermöglicht.

-ttt- Bild: ttt

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Verwaltungsrat Gerhard Brandl

verabschiedet sich nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand

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Landrat Wolfgang Rzehak dankte Brandl für seine vielen Verdienste um den Landkreis, unter anderem habe er großen Anteil an der geringen Anzahl von Arbeitslosen. Gerhard Brandl hat bereits angekündigt, dass er seine Tätigkeit als Erster Vorsitzender der Kreisverkehrswacht fortsetzen wird. „Gerhard Brandl kennt die Verwaltung und die Wirtschaft wie kein Zweiter“, sagte Landrat Wolfgang Rzehak bei der Verabschiedung von Gerhard Brandl im Kreistag. „Es war sein großer Verdienst, dass wir Optionskommune geworden sind, er hat dies ja immer noch in ganz Deutschland vorgestellt und repräsentiert“. Vor seiner Tätigkeit am Landratsamt Miesbach arbeitete Brandl bei der Landeshauptstadt München und dem Markt Schliersee. 1991 wechselte er zum Landratsamt Miesbach. Als erstes leitete er über zehn Jahre die Straßenverkehrsbehörde, danach war er gut drei Jahre Leiter des Amtes für Jugend und Familie. Rechtzeitig vor Inkrafttreten der Hartz IV-Reformen übertrug ihm der damalige Landrat Norbert Kerkel die Gründung des Amtes für Arbeit und Soziales und ab Januar 2005 die entsprechende Leitung. Im Jahr 2013 wechselte Brandl auf eigenen Wunsch in das Büro des Landrates und wurde stellvertretender Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. Seit Anfang 2016 ist Brandl zudem als Ombudsmann zwischen Verwaltung und Wirtschaft tätig. Probleme bei Baugenehmigungen oder bei Fragen zu Arbeitsgenehmigungen waren die häufigsten Anfragen bei denen er dann schnelle und pragmatische Lösungen gesucht hat. Unterstützung bekam Brandl auch vom Unternehmerverband des Landkreis Miesbach. Im Juni 2015 feierte Gerhard Brandl 40-jähriges Dienstjubiläum. Er ist außerdem seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Kreisverkehrswacht Miesbach e.V. tätig. Seit 1994 war er Geschäftsführer des Vereins und seit 2012 wurde er zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Neuer Geschäftsführer ist Peter Schiffmann, hauptberuflich Fachbereichsleiter Straßenverkehrswesen im Landratsamt. Der Posten des stell-vertretenden Pressesprechers wird ab 1. September 2017 neu besetzt.

. Landrat Wolfgang Rzehak verabschiedete Gerhard Brandl in den verdienten Ruhestand

-lra- Bild: lra

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Bergwacht im Nachteinsatz

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Kürzlich musste die Bergwacht Rottach-Egern nachts zu einer Vermisstensuche und Rettung ausrücken. Ein Mann war mit seinem Elektromountainbike in unwegsames alpines Gelände gekommen, in einem Latschenfeld gestürzt und hatte sich an der Schulter verletzt. Er hatte Handyempfang und konnte einen Notruf absetzen. Versuche einer Handyortung über GPS schlugen allerdings fehl. Nach seinen telefonischen Angaben war wahrscheinlich, dass er sich irgendwo im Bereich Halserspitze Langenau, Bayralm und der verfallenen Bayrbachalm befand. Zur Ortung startete ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera. Eine nachtflugfähige Maschine mit Rettungswinde stand nicht zur Verfügung. Ein Rettungsteam fuhr in das Gelände und begann von der Bayrbachalm mit Stirnlampen den Aufstieg. Es war Neumond und somit stockdunkel. Ein Trupp ging schnell voraus ein zweiter folgte mit der Gebirgstrage. Retter der Bergrettung Kramsach/Achenkirch kamen von der österreichischen Seite über die Bayeralm, um auch diesen Gebietsabschnitt abzudecken. Die Bergwacht-Bereitschaften Hausham und Lenggries sowie das Technikfahrzeug Hausham mit Unterstützung durch Retter aus Sachrang und Samerberg kam ebenfalls zum Einsatz.

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Die Besatzung des Polizeihubschraubers hatte den Patienten mittlerweile lokalisiert und konnte den Voraustrupp noch über Funk in Richtung Unfallstelle leiten, musste dann aber wegen aufkommenden Schlechtwetters abdrehen. Gegen 1:00 Uhr nachts erreichten die Retter den Patienten, versorgten die Verletzung, zogen ihm eine Wärmeweste an und begannen den Abtransport mit der Gebirgstrage. Es setzte starker Regen ein, aus der Ferne war Donnergrollen zu hören und Blitze zu sehen. Der Steig war mit der Einrad-Gebirgstrage sehr schwer zu befahren. Es war nass und rutschig, immer wieder mussten die Retter die Trage hochheben und umsetzen, um Felsbrocken und Wurzeln zu überwinden. Die lange Trage musste in der Dunkelheit auf dem engen Steig durch zahlreiche Kehren manövriert werden. Auf dem Weg nach unten kamen dann die Bergretter der alarmierten Nachbarbereitschaften hinzu, die den anstrengenden Abtransport unterstützten. Auch das Fahrrad des Mannes brachten die Retter nach unten. Der Patient wurde mit einem Fahrzeug der österreichischen Bergrettung nach Achenkirch transportiert, dort gegen 5:00 Uhr morgens an einen Rettungswagen übergeben und ins Krankenhaus Agatharied gebracht. Die Einsatzleitung im Tal koordinierte die Retter der eigenen und der benachbarten Bereitschaften, und stimmte sich laufend mit den Leitstellen in Rosenheim und Tirol, mit der Polizeihubschrauberstaffel, der östereichischen Alpinpolizei und der örtlichen Polizeiinspektion in Bad Wiessee ab. Vor etwa einem Monat wurde ein ähnliches Szenario bei einer Übung, allerdings bei Tag, durchgespielt. Die dort gewonnenen Erfahrungen mit dem Technikfahrzeug und der Liveortung der Rettungskräfte, mit der die Einsatzleitung die aktuelle Position der Rettungskräfte am Bildschirm verfolgen kann, konnten zum großen Teil auf diesen Einsatz übertragen werden und waren eine große Hilfe. Der Einsatz für die ehrenamtlichen Retter endete am Montag gegen 6:00 Uhr früh.

-bw- Bild: bergwacht rottach-egern

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Abschlussfeier

an der Anton-Weilmaier-Schule

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Ein teils freudiges, teils wehmütiges Ereignis fand an der Anton-Weilmaier-Schule in Hausham statt: Bei einem kleinen Festakt verabschiedeten Rektorin Bärbel Lang und Landrat Wolfgang Rzehak insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler „in einen neuen Lebensabschnitt“. Bei ihrer Ansprache bedankte sich die Rektorin für die unerschrockene und unerschütterliche Einstellung der Abschlussklasse, hat diese doch in ihrem letzten Jahr so einiges mitgemacht: Mehrmals mußte die 9. Klasse und die Berufschulstufe im Haus umziehen oder sich an neue Lehrkräfte gewöhnen. Auch den Baulärm während des Schuljahres und der Prüfungen steckten die Abschlußschüler, zu ihrer Freude, ganz locker weg. Aber, wie die Rektorin betonte, war das nur die Vorbereitungszeit auf das Leben. Nun erwarte die ehemaligen Schüler eine Berufsausbildung. Daher schenkte sie jedem Jugendlichen ein kleines „Fingermonster“, welches ihnen immer durch schwere Zeiten helfen solle. „Wenn ihr vor einem Berg neuer Aufgaben steht, der unüberwindbar scheint oder ihr Angst vor einer neuen Aufgabe habt, so holt euer Fingermonster heraus und sagt: das schaffe ich!“, so die Direktorin.   Mit einer großen Sonnenblume als besonderen Dank für die großartige und unermüdliche Unterstützung beschenkte sie die Lehrkräfte, die ihr das ganze Schuljahr über hilf- und lehrreich zur Seite standen. Zusammen mit Landrat Wolfgang Rzehak überreichte die Rektorin dann den Schülerinnen und Schülern ihre Abschlußurkunde und ein kleines Geschenk. Bei den anwesenden Eltern waren einige Tränen des Stolzes zu sehen. Besonders die Vorführungen der Schülerinnen und Schüler, vor allem aber die Rede eines Schülers zum Abschied an seine Kameraden, versetzte alle Anwesenden in Rührung. Mit den besten Glückwünschen zum neuen Lebensabschnitt ging die kleine Feier in den gemütlichen Teil über. .

-lm- Bilder: lm

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Umgang mit Wildtieren

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In den vergangenen Monaten hat die Zahl an Beschwerden von Gartenbesitzern an die Untere Jagdbehörde zugenommen: Oft berichten Bürgerinnen und Bürger, dass sie in ihren Gärten überraschend Wildtiere antreffen, meistens suchen Füchse die Nähe des Menschen. Manchen Bürgern macht dieser Kontakt mit den Wildtieren Angst; einige greifen zur Selbsthilfe und legen Giftköder aus, andere fordern vom Landratsamt den sofortigen Abschuss der Tiere. Die Untere Jagdbehörde und die Untere Naturschutzbehörde haben sich darum entschlossen, einige Verhaltenstipps zu geben, die ein Miteinander ermöglichen sollen. Die Jagdbehörde kann für einen gesunden Fuchs im befriedeten Bezirk, also in einem Wohngebiet, keine Abschusserlaubnis erteilen. Für den Fuchs gibt es keinen Abschussplan,  die Fähen dürfen ferner von März bis Mitte August nicht gejagt werden. Während manche Menschen vor den Füchsen Angst haben oder sich vor übertragbaren Krankheiten schützen wollen, gibt es auch Tierfreunde, die Füchse extra anfüttern. Oft meinen sie: Die Tiere würden in den Garten, ins Dorf oder die Stadt flüchten, da ihnen der Mensch den Lebensraum nimmt. Jedoch ist dies falsch: Die Tiere suchen die Nähe zum Menschen, da gerade für anpassungsfähige Tierarten wie Marder oder Füchse hier beste Lebensräume mit höheren Bestands- und Besatzdichten geboten werden. Es gibt also in der Stadt mehr Füchse, als auf dem Land. Ein Anfüttern führt meist dazu, dass Füchse die Scheu vor dem Menschen komplett verlieren und nach Futter betteln oder teilweise sogar in Wohnungen eindringen und andere Menschen angehen. Die Nähe zum Menschen bietet oft auch Schutz vor Feinden. Neben gewollter Fütterung füttern viele Menschen die Tiere auch ungewollt oft selber an: Durch unbedachtes Verhalten ist für Füchse der Speisezettel im Dorf und in der Stadt meist bestens bestellt – unverschlossene Mülleimer, weggeworfene Essensreste, Igel- und Vogelfutter, Komposte und offene Hunde- oder Katzennäpfe sind wie Selbstbedienungsläden. Wer stattdessen die Tiere aktiv fern halten will, kann einige Verhaltensweisen beherzigen: Komposte sollten verschlossen sein, Gelbe Säcke hoch hängen, Haustiere nicht auf der Terrasse füttern und Speisereste ordnungsgemäß entsorgen. Jedoch wird man mit diesen Maßnahmen nie ganz verhindern, dass Füchse, Marder, Dachse oder Igel nachts den Garten besuchen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben vor übertragbaren Krankheiten Angst. Der Fuchsbandwurm ist hier ebenso zu nennen, wie die Räude, welche sich auch auf Hunde überträgt. Es ist nachgewiesen, dass Haustierbestände vermehrt die Räude haben, in denen die Fuchspopulation stark räude-belastet ist. Bei anderen Wildtieren wie Kaninchen treten Krankheiten wie die Staupe oder Myxomatose auf. Diese Krankheiten können dazu führen, dass Wildtiere verenden. Tote Tiere sollten aus Gründen der Hygiene unbedingt fachgerecht beseitigt werden. Auf keinen Fall dürfen sie in Restmülltonnen oder in Biotonnen geworfen werden, sie sollen auch nicht vergraben oder hinter einer Hecke oder im Wald „entsorgt“ werden. Die fachgerechte Entsorgung erfolgt mit dem Verbringen der toten Tiere in eine Konfiskat-Truhe. Davon gibt es fünf Stück im Landkreis Miesbach: In Bad Wiessee, Fischbachau, Irschenberg, Warngau und in Miesbach am Klärwerk. Die gekühlten Truhen werden regelmäßig von Fachfirmen geleert und der Inhalt wird entsorgt. Die Nutzung der Truhen ist für Bürger kostenlos, für Fallwild ist der jeweilige Straßenbaulastträger zuständig. Was Füchse und Marder anlockt – etwa offene Näpfe mit Katzenfutter – schmeckt auch einem anderen nützlichem Gartenbewohner: Dem Igel. Die Igel haben neben dem Straßenverkehr einen neuen Feind bekommen, den auch der Mensch verantwortet. Immer öfter übernimmt ein Mähroboter das von vielen Gartenbesitzern als lästig empfundene Mähen des Rasens, sie schnurren nahezu geräuschlos über den Rasen und halten ihn auf Golfrasen-Niveau. Sie haben aber auch einen großen Nachteil: Die Hersteller weisen in ihren Bedienungsanleitungen darauf hin, die Geräte in der Gegenwart von Kindern oder Haustieren nicht unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen –viele Gartenbesitzer verlegen die Betriebszeiten darum auf die Abend- und Nachtstunden. Leider kommt es vor allem bei Dunkelheit zu verhängnisvollen Zusammenstößen mit der heimischen Gartenfauna.

Mähroboter als Gefahr für Igel, Blindschleichen, Amphibien: Da Igel bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen, sind sie durch Mähroboter besonders gefährdet. Die Zahl der verletzten Stacheltiere, die zur Behandlung bei den Igelstationen im Land abgegeben wurden, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies wird auf die immer stärkere Verbreitung von Mährobotern zurückgeführt. Aber auch andere Kleintiere wie Blindschleichen oder Amphibien sind durch die automatischen Rasenmäher bedroht. Am Ende hat es jeder Mähroboter-Besitzer selbst in der Hand, etwas für den Igelschutz im eigenen Garten zu tun. Es wird empfohlen, die Betriebszeiten des Mähroboters auf das notwendige Minimum zu begrenzen und darauf zu verzichten, ihn nachts laufen zu lassen. Ein guter Kompromiss ist beispielsweise der Betrieb am Vormittag, wenn die Kinder in der Schule sind, oder am frühen Abend, solange es noch hell ist.

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Der meisterliche Countertenor Valer Sabadus

begeisterte beim Musikfest-Konzertabend

in der Tegernseer Pfarrkirche St. Quirinus

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Die Oper des Barock erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit, gerade in einer historischen Aufführungspraxis, die dem Originalklang der Zeit möglichst nahe zu kommen sucht. Im Mittelpunkt des Musikfest-Konzertabends, in der Tegernseer Pfarrkirche St. Quirinus, mit dem gefeierten Countertenor Valer Sabadus standen Arien aus der barocken Blütezeit der Oper, vor allem aber: Die große Kunst des Countertenor-Gesangs, welche der Künstler so meisterlich beherrscht. Fast alle Partien, die Sabadus präsentierte, sind in ihrer Zeit von Kastraten, einige von Frauen gesungen worden, keine aber von einem Countertenor. Denn damals war dieses Stimmfach der Kirche vorbehalten, auf der Bühne traten so gut wie keine Countertenore auf. Das lag unter anderem daran, dass sie zur Zeit des Barock weder über die stimmliche Ausbildung für solch anstrengende Partien, noch über die Bühnenerfahrung verfügten. Das ist heute ganz anders: Noch nie war die Technik des Falsettsingens so ausgefeilt wie bei den heutigen Countertenor-Stars. Was wir heutzutage hören, ist also nicht „historisch“, kommt aber dem knabenhaften Klangideal der Zeit so nahe wie früher nur der Klang einer Kastratenstimme.

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Valer Sabadus eröffnete sein Konzert mit der Unterstützung des Barockensembles „L ́Accademia Giocosa“, in der voll besetzten Tegernseer Pfarrkirche St. Quirinus, mit der Arie des Tirinto „Se potessero i sospir miei“, aus der Oper lmeneo von Georg Friedrich Händel. Es folgten die Arie des Megacle „Lo seguitai felice“ -aus Olimpiade- von Antonio Vivaldi sowie ein Konzert in g-moll op.4 Nr. 12 von Giovanni Mossi, die Arie des Farnace „Gelido in ogni vena“ -aus Farnace- von Antonio Vivaldi, die Arie des Sesto „Svegliatevi nel core“ -aus Giulio Cesare- von Georg Friedrich Händel. Nach einer kurzen Pause wurden noch die Szene des Honoricus „Wo ist das Ende meiner Plagen“ und „Zeige dich, geliebter Schatten -aus Sieg der Schönheit- von Georg Philipp Telemann und die Arie des Scitalce „Non saprei qual doppia voce“ -aus Semiramide riconosciuta- von Christoph Willibald Gluck, ferner das Trio Es-dur -aus Tafelmusik- von Georg Philipp Telemann, die Arie des Demetrio „Non so frenare il pianto“ -aus Demetrio- von Christoph Willibald Gluck und schließlich die Arie des Bertaridus „Ho disarmato il fianco“ -aus Flavius Bertaridus- von Georg Phillip Telemann meisterlich präsentiert.

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Elektro-Fahrzeug

für den Landratsamt-Fuhrpark

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Das Landratsamt Miesbach wird ein Elektro-Fahrzeug für seinen Fuhrpark erhalten: Landrat Wolfgang Rzehak hat kürzlich einen Kaufvertrag für einen E Golf unterzeichnet. Der Wagen soll von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtes für Dienstfahrten benutzt werden. Damit sollen Berührungsängste abgebaut werden und es soll gezeigt werden, dass die Technik alltagstauglich ist. Der neue Dienstwagen wird noch in Wolfsburg gebaut, wobei die Lieferfrist rund drei Monate beträgt. Das Fahrzeug mit Ein-Gang-Automatik und 136 PS soll eine Reichweite von rund 300 Kilometern haben. Es gibt drei Arten der Aufladung: An der haushaltsüblichen Steckdose lädt das Fahrzeug in zwölf bis 15 Stunden auf. An einer sogenannten Wall Box dauert der Ladevorgang sechs bis acht Stunden und an einer sogenannten Schnellbox erreicht man in 30 Minuten 80 Prozent Ladezustand, in zwei Stunden ist der Speicher voll. Es lassen sich verschiedene Fahr-Modifikationen einstellen:  Im „Normal“-Modus wird der Golf bis zu 150 Stundenkilometer schnell, im „Eco“-Modus nur noch 120 Stundenkilometer, wobei die Klimaanlage nur noch eingeschränkt funktioniert. Wenn die Akkus des frontgetriebenen Wagens fast leer sind, sind im „Eco Plus“-Modus – nur noch maximal 95 Stundenkilometer, nebst Lüftung ohne Klimaanlage. Das neue Fahrzeug des Landratsamtes Miesbach kostet rund 36.000 Euro, etwa 10.000 Euro mehr als mit konventionellem Antrieb. Allerdings entfallen oder verringern sich auch Folgekosten: Der Wagen braucht kaum Inspektionen, Flüssigkeiten müssen nicht ausgetauscht werden und der Verschleiß der Bremsen ist geringer, weil der Wagen stärker durch die Motorbremse verlangsamt wird.

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Landrat Wolfgang Rzehak bei der Vertragsunterschrift

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Verkehrssicherheitspreis

Viertklässler aus Bayrischzell, Kreuth und Wall waren die besten Radler

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Im Rahmen der Jugendverkehrsschule erlernten Viertklässler in vier Übungseinheiten das sichere Radfahren auf den Verkehrsübungsplätzen. Dass sie nun fit für die Straße sind, stellten sie unter Aufsicht von Wibke Reinwarth und Ernst Größwang (PI Holzkirchen), Robert Ruttkowski (PI Bad Wiessee) sowie Barbara Nüßlein (PI Miesbach) in einer weiteren Unterrichtseinheit auf den Straßen in Bayrischzell, Kreuth und Wall unter Beweis. Zudem musste jeder Schüler einen schriftlichen Test, in dem Straßenverkehrsregeln abgefragt wurden, ablegen. Nach den Schonraumübungen in der 2. und 3. Klasse ist die Fahrradausbildung wichtiger Bestandteil im Lehrplan der Grundschulen. Die Schüler sollen ihre Fahrräder sicher im Verkehr lenken können, Verkehrszeichen und Regeln kennen und mit alltäglichen Abläufen im Straßenverkehr vertraut werden. Bei der Übergabe der Urkunden und der Geldpreise wurde darauf hingewiesen, dass die Schüler das Erlernte als Basis ansehen und in Zukunft anwenden und ausbauen sollten. Dass die Radfahrausbildung in den Grundschulen Früchte trägt zeigen die sinkenden Unfallzahlen. Die Bilder zeigen die besten 4. Klassen, welche 2017 unterrichtet wurden.

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Grundschule Bayrischzell:

Karin Gellhaus (Lin), Willi Nußbaumer (Rektor), Barbara Nüßlein (PI Miesbach), Martin Staude (L)

. Grundschule Kreuth:

Robert Ruttkowski, (PI Miesbach), Ursula Weiss-Brummer (Schulrätin), Dagmar Voigt (Lin)

. Grundschule Wall:

Antonia Kammermeier (Stellvertretende Schulleiterin und Lin), Gerhard Brandl (1.Vorsitzender der Verkehrswacht Miesbach), Ernst Größwang (PI Holzkirchen)

Als Belohnung für die hervorragende Leistung überreichte der Vorstand der Kreisverkehrswacht Miesbach jeweils 200,- Euro für die Klassenkasse und die Verkehrserzieher der Polizei übergaben jeweils eine Urkunde.

-kvw- Bilder: kvw

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Auszeichnung für die besten Schülerinnen und Schüler

der Realschulen und der Fachoberschule

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Das Landratsamt Miesbach hat die besten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2017 der Realschulen Gmund, Holzkirchen, Miesbach und der FOS Holzkirchen ausgezeichnet. Landrat Wolfgang Rzehak lud die Besten und die Schulleiter oder stellvertretenden Schulleiter Stefan Ambrosi, Joachim Fischer, Karsten Kundt und Josef Schlemmer zu einem Treffen in das Landratsamt ein. Der Landrat Wolfgang Rzehak eröffnete die Veranstaltung mit einem Scherz: „Das Bild schaut sehr gut aus“, meinte er, nachdem die Pressefotografen ihre Arbeit erledigt hatten, „und damit meine ich nicht nur das Foto, sondern auch eure Zukunftsaussichten!“ Die Ausgezeichneten hatten einen Notenschnitt von 1,0 bis 1,5 erreicht! Die Jahrgangsbesten waren 18 junge Damen und fünf junge Herren. Bei den Realschulen waren sogar nur Damen vertreten. Der Landrat gab den Absolventen den Rat, zur Berufswahl auch auf ihr Herz zu hören: „Wenn es keine Freude macht, dann wird das Ergebnis nur mittelmäßig sein“, meinte Wolfgang Rzehak. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Gesellschaftsumbrüche einen immer schnelleren Wandel anzeigten – „aber technischer Fortschritt und auch die Digitalisierung sind nun mal nicht aufzuhalten“. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten merkt man, wie brüchig etwas sein kann, was wir als gegeben hingenommen haben. Die Demokratie beispielsweise ist brüchig, die Zivilisation ist brüchig, und zwar nicht nur in den Ländern, die in den Nachrichten sind, auch bei uns“, ergänzte Rzehak. Er appellierte an die jungen Frauen und Männer, „nicht alles für selbstverständlich zu halten, was wir schon erreicht haben. Freiheit heißt nicht nur Freiheit von allen Zwängen – für die Freiheit und für die Demokratie müssen wir kämpfen!“, so der Landrat.

. Gruppenbild mit den Jahrgangsbesten (vorne von links): Veronika Riedenauer, Eva Brandenburg, Maria Gschwendtner, Julia Wernberger, Marina Stenger, Annalena Stadler, Christina Niedermühlbichler.
Mittlere Reihe: Sylvia Domke (LRA Miesbach), Julia Pfluger, Daniela Ellmann, Alexandra Pfluger, Franziska Guggenbichler; Veronika Fellerer; Marlene de Biasio, Annette Greinsberger; Magdalena Reisberger, Franziska Wagner. Hintere Reihe: Landrat Wolfgang Rzehak, Joachim Fischer, Samuel Weber, Anja Behrendt, Johannes Danzer, Michael Schneider, Petra Schnitzenbaumer, Josef Schlemmer, Stefan Ambrosi und Karsten Kundt.

-lra- Bild: lm

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‚Unser Wasser‘ – Verein

traf sich zur Jahreshauptversammlung

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Kürzlich trafen sich die Mitglieder des Vereins ‚Unser Wasser‘ zur Jahreshauptversammlung. Nach der Begrüßung durch den 1.Vorstand, Norbert Kerkel, wurde der Jahresbericht des vergangenen Jahres erläutert. In erster Linie wurden von Seiten des Vereins -im vergangenen Jahr- Gespräche über die geplante Ausweitung des Wasserschutzgebietes im Landkreis Miesbach durch die Stadt München und der Stadtwerke München GmbH, mit Vertretern der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee sowie der Privatwirtschaft geführt. Diese verliefen sämtlich positiv und breite Unterstützung wurde zugesagt. „Leider gibt es von den zuständigen Stellen im Landratsamt Miesbach nichts zu berichten, da die Informationspolitik der Behörden sehr intransparent gehalten wird und wir mehr oder weniger ignoriert werden!“, so Norbert Kerkel. „Aber wir bleiben dran und sammeln Informationen! Da hilft es auch nichts, wenn einige Fantasievolle unseren Landkreis Miesbach als  ́Münchner Oberland ́ bezeichnen!“, versprach Kerkel. Weitere Tagesordnungspunkte waren der Kassenbericht des Schatzmeisters, der Kassenprüfbericht, die Entlastung der Vorstandschaft sowie Neuwahlen. Unter der Aufsicht des Wahlleiters, Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl, wurde die Vorstandschaft einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

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Die alte und neue Vorstandschaft v.l.n.r. : Georg Nöscher (Schriftführer), Alois Fuchs (Beisitzer), Norbert Kerkel (1. Vorstand),
Alexander Bronisch (2. Vorstand), Alfred Mittermaier (Beisitzer) und Hans Georg Kellermann (Kassier)

Der „Unser Wasser – Verein zur Wahrung von Eigentum und Eigenständigkeit im Landkreis Miesbach e.V.“ wurde im Jahr 2008 von Bürgern des Landkreises Miesbach gegründet. Hintergrund war der Schutz der heimischen Wasservorkommen, da die Stadt München derzeit rund 80 Prozent ihrer Trinkwasserversorgung aus dem Landkreis Miesbach bezieht. Seit mehr als 125 Jahren entnimmt die Stadt München aus dem Landkreis Miesbach täglich über 300 Millionen Liter Wasser pro Tag – ohne dafür einen geldlichen Ausgleich zu zahlen –. Die Stadt München und das gewinnorientierte Unternehmen, Stadtwerke München GmbH (SWM), berufen sich auf „Alte Rechte“, die besagen sollen, dass sie das Wasser kostenlos beziehen dürften, obwohl sie -bis heute- keine ausreichenden Belege aufweisen können. Für die betroffenen Gemeinden und Bürger des ‚Wasserschutzgebiets‘, sind die Auswirkungen schwerwiegend: Es würden keine Baugebiete in der weiteren und engeren Schutzzone ausgewiesen werden; bauliche Veränderungen wären weitgehend Unzulässig; drastische Einschränkungen in der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen würden entstehen; die Neuansiedlung von Betrieben würde sich erschweren; die Stadtwerke München GmbH hätten ein Mitspracherecht bei der Erteilung von Baugenehmigungen und bei der Durchführung von Sport- und Festveranstaltungen im Landkreis Miesbach. Vorallem würden Bauwillige gravierende Auswirkungen bei der Kreditvergabe bemerken: Banken und Sparkassen geben in Wasserschutzzonen keine Sicherheiten für Grundstücke. Ferner würde eine erhebliche Wertminderung von privaten Haus- und Grundbesitz mit enteignender Wirkung entstehen.

-lm- Bilder: lm

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Bayerische ́Hoppetosse ́-Seentour

begeisterte am Tegernsee

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Für behinderte und schwerkranke Kinder und Jugendliche war kürzlich wieder die  ́Hoppetosse ́ auf dem Tegernsee „ganz flott unterwegs“! Mit dieser Aktion hatte der ‚Club-Tegernsee e.V.‘ in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Miesbach, Anton Grafwallner, abermals Kinder zusammen mit ihren Eltern oder Betreuern zu einem sorglosen Ausflug auf dem Tegernsee eingeladen. Dieser wurde zum Schauplatz eines gemeinsamen Abenteuers.

Egal, wie stark oder schwach der Einzelne ist, bei dieser Aktion, in Form einer rasanten Schlauchbootfahrt, kamen alle Teilnehmer gleich schnell voran. Die Kinder konnten erfahren, dass Grenzen überwunden werden können, dadurch ihr Selbstwertgefühl stärken und natürlich viel Spaß dabei haben. Die  ́Hoppetosse ́ wurde nach dem Schiff von Pippi Langstrumpf, der berühmten Kinderbuchfigur Astrid Lindgrens, benannt. Die Mitglieder des ‚Club-Tegernsee e.V.‘, des ‚Yachtclubs Bad Wiessee‘ und der ‚Wasserwacht Gmund‘ unterstützen wieder gemeinsam diese schöne Aktion. Die rasanten Schlauchbootfahrten erfolgten -unter der Obhut der Wasserwacht Gmund- am Yacht Club in Bad Wiessee. Der ‚Club-Tegernsee e.V.‘ überreichte ferner einen Spendencheck in Höhe von 500.- Euro für den Verein ‚Wings for handicapped‘ und buchte die „Hoppetosse“ gleich für nächstes Jahr.

-lm- Bilder: lm

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Schärfere Regeln für Waffenbesitzer

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Für Jäger und Sportschützen gelten künftig schärfere Regeln für die Aufbewahrung ihrer Waffen: Am 6. Juli 2017 ist ein geändertes Bundesgesetz in Kraft getreten. Scharfe Waffen und Munition dürfen künftig nur noch in widerstandsfähigeren Sicherheitsbehältnissen mit dem Widerstandsgrad „0“ verwahrt werden. Dies gilt aber nur für Waffenschränke, die neu angeschafft werden. Bisher legale Behältnisse haben Bestandsschutz. Wer illegal eine Waffe besitzt, kann diese bis zum 1. Juli 2018 ohne Strafe abgeben. Nach der Reform des Waffengesetzes müssen alle neuen Sicherheitsbehältnisse den hohen Wirkungsgrad haben. Schusswaffen und Munition müssen hier aufbewahrt werden. Unberechtigter Zugriff auf die Waffen soll so verhindert werden. Nach der bisherigen Gesetzeslage waren auch weniger widerstandsfähige Behältnisse legal. Diese dürfen noch weiter benutzt werden. Nach Auskunft des Bayerischen Innenministers -Joachim Herrmann- sollen „Jäger und Schützen so vor übermäßigen finanziellen Belastungen geschützt werden“. Wird ein bisher zulässiger Waffenschrank in einer häuslichen Gemeinschaft genutzt, dann darf er auch zusätzlich von Neu-Waffenbesitzern verwendet werden. Auch im Erbfall gilt die Ausnahmeregelung. Mit der Änderung des Waffengesetzes ist auch wieder eine Amnestie in Kraft getreten: Wer unerlaubt eine Waffe besitzt, kann diese bis zum 1. Juli 2018 ohne Strafe abgeben. Die Waffen können bei jeder Polizeidienststelle oder im Landratsamt Miesbach, Haus H, Wendelsteinstraße 1, 83714 Miesbach abgegeben werden. Das Landratsamt Miesbach ist werktags von 7:30 bis 16:00 Uhr geöffnet, donnerstags bis 18:00 Uhr, freitags schließt die Behörde um 12:30 Uhr. Eine vergleichbare Amnestie hatte es bereits im Jahr 2009 gegeben, in ganz Deutschland wurden dabei rund 200.000 Waffen eingesammelt. Auch zum Fachbereich Öffentliche Sicherheit im Landratsamt Miesbach brachten viele Bürgerinnen und Bürger diese unerwünschten Waffen. Oft waren dies Altwaffen, die schon lange im Familienbesitz waren. „Wir vermuten, dass schon viele dieser Waffen abgegeben wurden“, meinte der zuständige Fachbereichsleiter Christian Pölt, „jetzt wollen wir alle ermuntern, die noch unerlaubt Waffen oder Munition besitzen, diese auch in sichere Verwahrung zu geben. Jede Waffe und jede Munition, die wir einsammeln, ist ein Sicherheitsgewinn für unseren Landkreis“, so Pölt. Das Bayerische Staatsministerium des Innern weist außerdem darauf hin, dass nach dem gleichen Verfahren auch legale Waffen bei der Polizei oder dem Landratsamt abgegeben werden können. Nach Abgabe einer Eigentumsverzichtserklärung werden diese an das Landeskriminalamt weitergeleitet und vernichtet.

-lra-

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Landrat bekräftigt seinen Einsatz

für BOS „Gesundheit“ in Miesbach

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Landrat Wolfgang Rzehak hat nach der jüngsten Berichterstattung in der Presse bekräftigt: Der Landkreis Miesbach wird an den einvernehmlich getroffenen Vereinbarungen über die Struktur der Schullandschaft im Oberland weiter verlässlich festhalten. Dies betrifft besonders die Einrichtung der Fachrichtung „Gesundheit“ an der Berufsoberschule Miesbach zum Schuljahr 2018/2019. Die Lokalzeitung hatte über ein „Ergebnisprotokoll“ vom 22. Juli 2016 berichtet, in dem sich beide Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen – in Anwesenheit der beiden Ministerialbeauftragten – über die zukünftige Struktur der Bildungslandschaft geeinigt hatten. Diese Einigung ist auch dem Bayerischen Kultusministerium mitgeteilt worden. In dem Artikel „Jeder will BOS sein“ vom Miesbacher Merkur heißt es: „Und genau das sei so abgesprochen gewesen, hatte Birger Nemitz, Sprecher am Miesbacher Landratsamt erklärt. „Der Kreis Miesbach hat zugesichert, keine zweite BOS zu planen. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat zugesichert, keine Ausbildungsrichtung Gesundheit an seiner BOS anzustreben.“ „Letzteres stimme einfach nicht“, betonte der Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, Josef Niedermaier. „In diesem Punkt endete unser Gespräch im Juli 2016 ergebnislos“, ergänzte Niedermaier. Er sei aber der Meinung, „wenn wir schon an der FOS den Zweig Gesundheit einrichten, gehört die BOS Gesundheit auch nach Tölz“. Hier folgt noch einmal der genaue Wortlaut des „Ergebnisprotokoll über die Besprechung vom 22. Juli 2016 im Landratsamt Miesbach“. Bei der Besprechung waren die Landräte Rzehak und Niedermaier persönlich anwesend, ebenfalls die Schulleiter Martin Greifenstein (Miesbach) und Marianne Grimm (Bad Tölz). Das „Ergebnisprotokoll“ ist dem LRA Bad Tölz- Wolfratshausen zugegangen und ihm ist auch nicht widersprochen worden: „Aus diesem Grund verzichten der Landkreis Miesbach auf die Errichtung einer zweiten BOS im Landkreis, der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen auf die Angliederung der BOS „Gesundheit“ an seiner Schule in Bad Tölz“. „Es ist eine sinnvolle Idee, wenn wir unsere Angebote hier ergänzen, anstatt uns Konkurrenz zu machen“, meinte Landrat Wolfgang Rzehak dazu, „es versteht sich von selbst, dass wir – also der Landkreis Miesbach – zu dieser Einigung stehen“. Der Landrat bezieht sich damit auf die offen und nachvollziehbar kommunizierten Einigungen. Als nicht bindend sieht der Landrat dagegen Absprachen an, die sein Amtsvorgänger getroffen hat. Hier ist nicht klar, in wie weit diese noch durch nicht bekannte mündliche Absprachen ergänzt wurden. Außerdem sind diese Absprachen veraltet. Dazu liegt ein „Kurzprotokoll der Sitzung zum Thema “Berufliche Oberschulen in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen“ “ vom 1. August 2013 vor. Teilnehmer waren die Landräte Jakob Kreidl (Miesbach), Josef Niedermaier (Bad Tölz-Wolfratshausen), die beiden Ministerialbeauftragten Friedrich Heyder und Konrad Maurer, sowie die Schulleiter der Beruflichen Oberschulen Marianne Grimm (Bad Tölz), Josef Schlemmer (Holzkirchen), Thomas Hochleitner (Stellvertreter Holzkirchen). Der Schulleiter des BSZ Miesbach, Martin Greifenstein, war zu diesem Gespräch nicht eingeladen. In diesem „Kurzprotokoll“ heißt es unter Punkt 3: „Erstzugriffsrecht auf neue Ausbildungsrichtungen (Gesundheit, Internationale Wirtschaft) hat in beiden Landkreisen die Berufliche Oberschule Holzkirchen.“ Unter Punkt 4 heißt es: „Die Berufsoberschule Sozialwesen soll mittelfristig an die Berufliche Oberschule Bad Tölz kommen. Der Zeitpunkt wird von Herrn Landrat Jakob Kreidl mit dem Schulleiter des BSZ Miesbach, Herrn Martin Greifenstein, festgelegt.“ „Hier sieht man schon, dass diese Einigung veraltet und überholt ist. Momentan fordert niemand mehr ernsthaft, die Ausbildungsrichtung Gesundheit nur an einer BOS Holzkirchen anzusiedeln“, erklärte Landrat Rzehak. „Deshalb ist die Regelung vom Sommer 2016 für uns bindend und wir möchten diese Einigung gerne weiter verfolgen. Mit dem Zweig „Gesundheit“ stärken wir außerdem nachhaltig die Ausbildungsrichtung „Sozialwesen“ an unserem Beruflichen Schulzentrum. Gerade mit der demografischen Entwicklung – die ja viele Gemeinden in unserem Landkreis Miesbach schon aufnehmen – sehe ich im Gesundheitsbereich großes Potential. Warum sollten wir darauf verzichten? Es ist doch geradezu selbstverständlich, dass ein Landrat für die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Miesbach das Beste erreichen will“, so  Rzehak.

-lra-

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Wanderausstellung „Only Human. Leben. Lieben. Mensch sein.“

Caritas und Erzdiözese setzen sich für sexuelle Gesundheit bei Flüchtlingen ein

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Mit einer bayernweit einmaligen interaktiven Ausstellung engagieren sich der Diözesan-Caritasverband und die Erzdiözese München und Freising für die sexuelle Gesundheit für Menschen mit Fluchthintergrund. Unter dem Titel „Only Human. Leben. Lieben. Mensch sein.“ hat die Psychosoziale AIDS-Beratungsstelle der Caritas eine Wanderausstellung rund um die Themenbereiche Frauen- und Männergesundheit, HIV und weitere sexuell übertragbare Krankheiten sowie Beziehungen und Geschlechterrollen entwickelt. Nach der Devise „Wissen schützt“ werden in der Ausstellung so sensibel wie möglich und so konkret wie nötig tabuisierte Inhalte auf Bildtafeln, in Filmen und Apps gezeigt. Die Ausstellung wandert in sozialen und öffentlichen Einrichtungen in München und Oberbayern. Kürzlich war sie in der Berufsschule Miesbach zu sehen. Die Ausstellung wurde auf Anregung der Arbeitsgruppe „Flüchtlinge“ des Erzbischöflichen Ordinariats von der Psychosozialen AIDS-Beratungsstelle der Caritas konzipiert und erstellt. Finanziert wurde sie vom Erzbischöflichen Ordinariat München und aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. „In den Gesellschaften, aus denen viele der Flüchtlinge kommen, sind Sexualität und die damit verbundenen Fragen stark tabuisiert“, erläuterte Regina Lange, Leiterin der psychosozialen AIDS-Beratungsstelle der Caritas. „Mit dieser Ausstellung wollen wir einen Beitrag leisten, dass sich die geflüchteten Menschen in kultursensibler Weise damit auseinandersetzen können.“ Die informative und vielseitig gestaltete Ausstellung versucht eine Annäherung an die bestehenden Tabus und regt dazu an, über das eigene Rollen- und Werteverständnis nachzudenken. Sie richtet sich an Jugendliche und Erwachsene mit Fluchthintergrund und soll haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Engagierten helfen, die Themen Sexualität, übertragbare Krankheiten und die Gestaltung von Beziehungen aufzugreifen und so zur Aufklärung beizutragen. Die Ausstellung ist selbsterklärend und verzichtet weitgehend auf Sprache. Die wichtigsten Begriffe und Schlüsselsätze werden in Deutsch und neun weiteren Sprachen erläutert. Die Psychosoziale AIDS-Beratungsstelle empfiehlt den Besuch in geschlechtsspezifischen Gruppen und hat für die Begleitung durch die Ausstellung Mitarbeiter und Multiplikatoren geschult. .

-ct- Bild: lm

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Rundum gelungenes

Schaftlacher Feuerwehrfest

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Gespannte Stimmung herrschte beim Auftakt der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Schaftlach. Nach einer herzlichen Begrüßung zapfte Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl mit drei gekonnten, kräftigen Schlägen das erste Fass Bier an. Mit den launigen Kommentaren von Florian Oberlechner wurde dann der Wettkampf im „Seilziang“ – mit insgesamt 30 Feuerwehr-Mannschaften – eingeläutet.

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Nach dem obligatorischen Wiegen der jeweils sechsköpfigen Mannschaft – es durfte ein Maximalgewicht von 600 kg erreicht werden – traten jeweils fünf unerschrockene Wettkämpfer, darunter auch eine Frau, der Freiwilligen Feuerwehren von Dürnbach, Elbach, Föching, Gmund, Gotzing, Greiling, Hausham, Holzkirchen, Holzolling, Hundham, Kreuth, Unter- und Mitterdarching, Niklasreuth, Otterfing, Parsberg, Piesenkam, Reichersbeuern, Reichersdorf, Rottach-Egern, Sachsenkam, Schmidham, Waakirchen, Wall, Warngau, Weyarn und Wörnsmühl, des Feuerwehrvereins Marienstein sowie der Werksfeuerwehr Louisenthal, gegeneinander an. Ein Mann – pro Mannschaft – war als Reservekämpfer vorgesehen. Die 30 Mannschaften traten an und hatten sich in Halb-, Semi- und Endfinalkämpfen – in jeweils zwei Durchgängen- zu messen. Unter den unbarmherzigen Augen der unbestechlichen Profi-Schiedsrichterinnen Lena Welsch und Alex Lehmann, gaben die Gladiatoren der Brandbekämpfungseinheiten ihr allerletztes Quentchen Kraft für die Truppe. Das begeisterte Publikum, Frauen, Kinder und Männer jeden Alters, gruppierten sich um die Arena und feuerten ihre Favoriten sehr lauthals an. Unter Aufbietung aller Kräfte versuchten die Männer – das dicke Tau zum Bersten gespannt – sich Millimeter für Millimeter gegenseitig über die Linie zu ziehen. Die schweren Sicherheitsstiefel und die dicken Handschuhe der Feuerwehrler schienen in jeder Sekunde schwerer zu werden. Die ersten Männer fielen und so wurde der gesammte Tross von der gegnerischen Mannschaft besiegt. Was für ein Spektakel!. Als strahlende Gewinner der knallharten Wettkämpfe ging letztendlich das Team der Feuerwehr Hundham hervor, welche eigenen Angaben zufolge, nicht einmal „geschwitzt“ hätten, geschweige denn „Muskelkater“ hätten und sofort „nochmals antreten“ könnten! Die Zweitplatzierten waren die Feuerwehrler aus Gmund und die Drittplatzierten waren die Feuerwehrkameraden aus Weyarn. Platz vier belegten -zähneknirschend- die Feuerwehler aus Kreuth. Doch auch die tapferen Kämpfer der Wehren aus Sachsenkam, Elbach, Rottach-Egern und Parsberg wurden für den fünften Platz noch belohnt! Bei der glanzvollen Siegerehrung wurden die Helden des Abends nochmals gefeiert, während die Veranstaltung langsam mit Tanz und den musikalischen Darbietungen der Tegernseer Tanzlmusi fröhlich zu Ende ging.. Am Freitag ging eine überragend besuchte „Ampelparty“ über die Bühne. „Es ist schön zu sehen, wieviele junge nette Leute es bei uns im Landkreis gibt!“, berichtete Norbert Kerkel vom Organisationskomitee der Freiwilligen Feuerwehr Schaftlach. Bis in die frühen Morgenstunden vergnügten sich über 2000 Besucher ausgelassen und friedlich bei Musik und Tanz. Ausverkauft war auch das Konzert mit Saso Avsenik und seinen Oberkrainern am Samstagabend. Dank der guten Stimmung im Zelt und der mitreißenden Musik tanzten viele der Besucher auf der Tanzbühne und zwischen den Sitzreihen. Mit einem Festgottesdienst, der wegen dem schlechten Wetter im Zelt von Pfarrer Stephan Fischbacher zelebriert wurde und dem anschließenden Festzug wurde der Abschluß der Festtage eingeläutet. Abends traf man sich dann noch zum entspannten Festausklang, bei dem die Auerberger Tanzlmusi zum geselligen Beisammensein aufspielte. .

-lm- Bild: lm

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Ehrung für die besten Abiturienten

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Eine Auszeichnung für die besten Absolventen der staatlichen Gymnasien Miesbach und Tegernsee des Jahrgangs 2017 wurde von Landrat Wolfgang Rzehak im Landratsamt Miesbach verliehen. Zehn junge Frauen und junge Männer trafen sich – zusammen mit ihren Schulleitern – zu einer kleinen Feierstunde. Die sechs Frauen und die vier Männer hatten einen Notenschnitt von 1,0 bis 1,4 erreicht! Landrat Wolfgang Rzehak konnte sich nicht denken, wie man eine solche makellose Bilanz erreicht – er erinnerte an seine eigene „Ehrenrunde“ in der elften Klasse und bemerkte, dass man damit trotzdem noch Landrat werden könne. „Was soll dann erst aus euch noch werden?“, scherzte er mit den Einser-Abiturienten. „Euch stehen nun alle Türen offen“, sagte er zu den jungen Leuten, „für euch kommt es nur darauf an, welche Tür ihr nehmen werdet“. Der Landrat erinnerte daran, dass nach der Orientierungsphase – die sich fast alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler nach dem stressigen G8 nehmen wollen – nicht nur eine Hochschulkarriere eine gute Option sei, auch eine Lehre biete einen sehr gute Grundlage für einen erfolgreichen Werdegang. Der Landrat appellierte an die jungen Leute, sich einzubringen und zu engagieren, entweder in einer politischen Partei oder durch ein soziales Engagement. Dabei sei es unwichtig, in welcher Partei sich die jungen Menschen engagieren würden, solange es eine Partei auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sei. „Wählen gehen ist Bürgerpflicht; wer nicht wählt, darf auch nicht schimpfen“, meinte Rzehak, „für Demokratie und Freiheit muss man jeden Tag kämpfen“, ergänzte er.

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Gruppenbild mit den Jahrgangsbesten v.l.n.r.: Der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums Miesbach Markus Gamperling, Sylvia Domke vom Landratsamt Miesbach sowie Landrat Wolfgang Rzehak (Bildmitte), mit den besten Absolventen der staatlichen Gymnasien – Christopher Lambert, Emil Henking,  Julia Schöpfer, Teresa Scheck, Franziska Krax, Sofie Werner, Alexandra Oswald, Lena Scheuchl, Dominik Werner, Luca Parziale und der Schulleiter des Gymnasiums Tegernsee Werner Oberholzner .

Werbung für das Landratsamt als Arbeitgeber

Bevor die Ausgezeichneten ihre Urkunden erhielten, ließ der Landrat auch noch etwas Eigenwerbung einfließen: „Wir als Landratsamt Miesbach sind übrigens auch ein sehr guter Arbeitgeber“, sagte er. „Ich hoffe, viele von euch bleiben im Landkreis oder kommen nach einer Ausbildung wieder in unsere Heimat zurück. Ich würde mich freuen, wenn die Eine oder der Eine seine Zukunft im Landkreis Miesbach sieht!“ Schulleiter Werner Oberholzner vom Gymnasium Tegernsee wird sich gerne an den Jahrgang 2017 zurückerinnern: „Es war ein sehr freundlicher Jahrgang, selbst die Abistreiche sind ohne größeren Schaden abgelaufen. Nun werden wir uns wieder dem G9 stellen müssen. Es ist sehr deutlich, dass ein zusätzliches Lebensjahr hier ein zusätzliches Jahr Reife bedeutet.“ Auch Markus Gamperling, stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Miesbach, hielt den Jahrgang ebenfalls für einen guten Jahrgang: „Wir hatten sehr viele liebenswerte Schülerinnen und Schüler, die wir sehr gerne unterrichtet haben. Bei manchen merkte man schon sehr deutlich, dass sie nun reif für etwas Ernstes sind“.

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Die besten Absolventen des Jahrgangs 2017 vom Gymnasium Miesbach mit Sylvia Domke vom Landratsamt
und dem stellvertretenden Schulleiter Markus Gamperling sowie Landrat Wolfgang Rzehak v.l.nr.: Christopher Lambert, Teresa Scheck,
Emil Henking, Julia Schöpfer und Sofie Werner. Sophia Huber fehlt auf dem Bild

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Die besten Absolventen des Jahrgangs 2017 vom Gymnasium Tegernsee mit Schulleiter Werner Oberholzner und Sylvia Domke vom Landratsamt
sowie Landrat Wolfgang Rzehak v.l.nr.: Franziska Krax, Luca Parziale, Lena Scheuchl, Dominik Werner und Alexandra Oswald

-lra- Bilder: lm

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Straßenausbaubeitragssatzung-Neuerungen

und Grundsätzliches für Bürger

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Zu einem Seminar über die „Straßenausbaubeitragssatzung–Neuerungen und Grundsätzliches für Bürger“ lud kürzlich die Freie Wähler Gemeinschaft im Landkreis Miesbach ein. Zu diesem aktuellen Thema konnte ein Fachmann aus der Praxis, Diplom-Verwaltungswirt Jürgen Raab aus Königsbrunn, gewonnen werden. Als Referent des Bildungswerks für Kommunalpolitiker Bayern e.V. (BKB) verfügt Raab über langjährige Erfahrung zu diesem für Kommunen und Bürger wichtigen Themenkomplex. Viele Vertreter aus den Gemeinden waren der Einladung von Norbert Kerkel, Kreisvorsitzender und Franktionssprecher im Kreistag der Freien Wähler Gemeindschaft im Landkreis Miesbach, gefolgt. Seit November 2016 sind alle Kommunen verpflichtet, eine Beitragssatzung zum Straßenausbau zu erlassen. An diesem Semionarabend wurden u.a. die rechtlichen Grundlagen für die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen ausführlichst dargestellt. Dabei ging es sowohl um die Notwendigkeit einer Straßenbeitragssatzung, als auch um die konkrete Anwendung im Einzelfall sowie um die beiden Arten, die Beiträge bei den Bürgern einzufordern. Der erste Punkt der Ausführung beschäftigte sich mit den Möglichkeiten, wie sich eine Gemeinde finanziert. Dies geschieht beispielsweise über Beiträge für Wasserver- und Entsorgung, Erschließung und Straßenbau, ferner über Gebühren wie Abfallgebühren, Wasseruhrengebühren, Regenwassergebühren, Bestattungsgebühren, Büchereigebühren, Kindergartengebühren, die gemeindeeigenen Steuern wie beispielsweise Grundsteuer, Gewerbesteuer, Hundesteuer und Zweitwohnungssteuer sowie den zugewiesenen Steueranteilen bei der Einkommensteuer (15%) und Umsatzsteuer (2,2%).

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Finanzzuweisungen aus dem Kommunalen Finanzausgleich sind Abhängig von der Einwohnerzahl sowie Schlüsselzu-weisungen und natürlich die sogenannten Stabilisierungs-hilfen, die Mittel aus den Förderprogrammen. Manche Gemeinden stellen zum Auswählen der Förderprogramme sogar Mitarbeiter an, da dieser Komplex der Förderpro-gramme sehr umfassend ist. Die Rangfolge der Einnahmen gestalten sich demnach so: Die „sonstigen Einnahmen“ wie Steuer-, Finanz- und Schlüsselzuweisungen sind die wichtigsten Einnahmequellen, die „Besonderen Entgelte“ auf Rang zwei sind Beiträge, Gebühren und Nutzungsentgelte, den dritten Rang belegen die Steuern wie Realsteuern, Verbrauchs- sowie Aufwandssteuern und als letztes stehen die Kredite. Dazu steht in der Gemeindeordnung Art. 62: „Die Gemeinde erhebt Abgaben nach den gestzlichen Vorschriften. Sie hat die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Einnahmen, soweit vertretbar und geboten, aus besonderen Entgelten für die von ihr erbrachten Leistungen (= Gebühren/Beiträge) im Übrigen aus Steuern zu beschaffen, soweit die sonstigen Einnahmen nicht ausreichen. Die Gemeinde darf Kredite nur aufnehmen, wenn eine andere Finanzierung nicht möglich ist oder wirtschaftlich unzweckmäßig wäre.“ Ein Verzicht auf die Erhebung der Straßenausbaugebühr wäre nur möglich, wenn eine Gemeinde auf die Inanspruchnahme von Förderungen, also auf die „Stabilisierungshilfen“ und auf die Aufnahme von Krediten verzichten würde, aber gleichzeitig sämtliche Aufgaben der öffentlichen Hand in vollem Umfang erfüllen würde. Es gibt aber gewisse Spielräume, die den Gemeinden verschiedene Möglichkeiten der Erhebung der Ausbaubeiträge lassen. Dies sind nach Art. 5 BayKAG die „einmalige Erhebung der Ausbaubeiträge“ und ART. 5b BayKAG die „wiederkehrende Erhebung der Ausbaubeiträge“. Neben vielen positiven Gemeinsamkeiten unterscheiden sich die Erhebungsmöglichkeiten in den Eigenbeteiligungen von Gemeinde und Grundbesitzer, bei der je nach Straßenart -Anlieger/Hauperschließungsstraße/Hauptverkehrsstraße- sowie Verkehrsaufkommen oder Durchgangsverkehr, unterschieden wird; dem Abrechnungsgebiet – Wohn-, Gewerbe- oder Mischgebiet -; der Rückwirkung und bei der Härteregelung. Besonders beachtenswert sind die Unterschiede bei der Abrechnung. Während beim „Einmaligen Ausbaubeitrag“ die Abrechnung nach Abschluß der Maßnahme in einem Betrag in vollem Umfang dem Grundbesitzer in Rechnung gestellt wird, ist bei der „Wiederkehrenden Ausbaubeitragserhebung“ eine „Ratenzahlung“ möglich, die von der Gemeinde jährlich oder monatlich für eine gewisse Dauer – meist für fünf Jahre – und immer im voraus für anstehende Straßenbaumaßnahmen erhoben werden kann. Viele Fragen bestätigten das Interesse und die Komplexität dieses Themas, das für den einfachen „Häuslebesitzer“ wohl ein „Buch mit sieben Siegeln“ bleiben wird.

-lm- Bild: lm

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Regnerischer

„Tag der offenen Gartentür“

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Auch im Landkreis Miesbach standen heuer, am Sonntag, 25. Juni 2017, jeweils in der Zeit von 10 – 17 Uhr, etliche Gärten für Besucher offen. Man traf sich an diesem leider sehr regnerischen Tag  -um 10 Uhr, zur offiziellen Eröffnung- am Kath. Kindergarten St. Quirinus – an der Prinz-Karl-Allee 11 – in 83684 Tegernsee. Was gibt es in diesem, im Jahre 2008 entstandenen, Natur-Erlebnis-Garten – mit 3.700 Quadratmetern Gesamtfläche- nicht alles zu entdecken: Ein mit Wildrosen bepflanzter Burgberg mit Rutsche und Kriechröhre, einen Regenwasser-Bachlauf mit Pumpe sowie Hochbeete mit Beerensträuchern, Gemüse und Kräutern. Ferner machen ein Naturteich, ein Insektenhotel und eine Blumenwiese mit Obstbäumen den Garten ökologisch wertvoll. Eine Fass-Sauna und ein Gartenteich waren hingegen bei Familie Freundl – am Riedinger Weg 4, in 83737 Irschenberg – zu besichtigen. Ein liebevoll und detailreich gestalteter, naturnaher Hausgarten auf 1.300 Quadratmetern, mit großem Gartenteich inklusive Brücke und Wasserlauf sowie eine Außensauna im Fass, eine idyllische Sitzgruppe im Pavillon, ein kleiner Obstgarten und bunte Rosen- und Blumenbeete konnten dort in Augenschein genommen werden. Die einzelnen Elemente sind durch vielfältige Strauch- und Staudenpflanzungen harmonisch miteinander verbunden. Bei Familie Sontheim – am Buchbichl 1A, in 83737 Irschenberg – erwartete die Besucher der offenen Gartentür u.a. ein Öko-Schwimmteich. Der Teich kommt ganz ohne Pumpe und andere Reinigungstechniken aus, da er durch ein ökologisches Filtersystem gereinigt wird. Eine Zauberhafte parkartige Gartenanlage am Waldrand – mit verschiedenen Sitzplätzen, einer Duftlaube mit Rosen, Buchshecken, mehreren Teichen und Quellsteinen sowie Staudenflächen mit einer Fülle von Arten und Sorten – konnten bei Familie Ringk – am Spitzweg 7A, in 83626 Valley/Kreuzstraße – besichtigt werden. Im Vorgarten befinden sich u.a. Nutzgartenelemente und ein Hanggarten mit Trockenmauern sowie Stauden-Raritäten. Ein Backhaus, Bienen und einen Bauerngarten gab es hingegen bei Familie Konrad – an der Roggersdorfer Str. 65, in 83607 Holzkirchen – zu sehen. Weitere Highligths waren ein naturnaher, individuell gestalteter Hausgarten mit großem Bauerngarten zur Selbstversorgung, Spalierobst, ein großes Gewächshaus, ein großzügiges Bienenhaus mit zehn Völkern und vielfältige Strauch- und Staudenpflanzungen. Ein weiteres wichtiges Element ist der große – für heimische Tier- und Pflanzenarten – wertvolle Naturteich.  Ein an den Garten angrenzender Kinderspielplatz kann genutzt werden. Neben den klassischen Kleingartenelementen wie Gartenlauben, Gemüsebeeten, Beerenobst, Pflanzflächen für Rosen, Stauden und Kräuter fanden sich in den sieben geöffneten Gärten der Kleingartenanlage (Nr. 1, 14, 26, 30, 32, 36, 38), Alte Au in 83607 Holzkirchen, u.a. kleine Gartenteiche, ins Erdreich eingesenkte Gewächshäuser und ein großer Steingarten mit einer beeindruckenden Fülle und Vielfalt an Steingartenstauden. Zudem konnte die gesamte Anlage mit ihren Gemeinschaftseinrichtungen und rund 40 individuellen Gärten erkundet werden. Der Obst- u. Gartenbauverein Holzkirchen / Ortsteil Marschall, 83607 Holzkirchen, hatte in seinen seit 2011 bestehenden – etwa 500 Quadratemter umfassenden – Vereinslehrgarten eingeladen. Ein Gartenhaus, eine Kräuterschnecke, ein Barfußpfad, ein Insektenhotel, ein Lesesteinhaufen, Beerensträucher, Staudenbeete sowie eine 3.500 Quadratmeter große neu angelegte Streuobstwiese mit Bienenhaus, konnten dort besichtigt werden. Eine bunt bepflanzte Natursteinmauer konnte bei Familie Vogl – in der Norbert-Kerkel-Straße 2, in 83666 Waakirchen – begutachtet werden. Das Hauptelement des pflegeleichten, ca. 100 Quadratmeter großen Gartens ist vielfältig mit verschiedenen Sträuchern, Gemüse, Kräutern und bunten Mauerpflanzen bepflanzt. Sehenswert ist auch der große, selbst gemauerte Grill- und Backofen. Der ca. 300 Quadratmeter große ökologische Doppelhausgarten, mit großer Sonnenterrasse, von Christina Strobel u. Matthias Schweinberger, an der Buchkogelstraße 11 in 83666 Waakirchen, hatte zum Verweilen eingeladen. Highligths sind eine Natursteinmauer mit Wildkräuterbeet, Gemüse und Blumenbeete sowie Obstbäume. Mit der Pflanzung heimischer Sträucher und der Anlage eines Lesesteinhaufens, werden u.a. Bienen und andere Insekten sowie Reptilien unterstützt. Ungewöhnlich ist die Garteneinfassung mit Schnittlauch. Für Kinder war das großzügige Kleintiergehege sehr spannend. 

-gvs- Bild: lm

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Ereignisreiches Wochenende

für die Bergwacht Rottach-Egern

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Durch das schöne Wetter waren viele Menschen in den Bergen unterwegs. Die Bergwacht Rottach-Egern musste auf Grund dessen kürzlich zu fünf Einsätzen ausrücken. Ein Mann zog sich auf der Freisinger Hütte eine Kopfplatzwunde zu. Ein gestürzter Radfahrer wurde mit einer Sprunggelenksverletzung an der Kreuzbergalm gemeldet. Auf der Forststraße zur Königsalm war eine Frau gestürzt und hatte sich am Kopf verletzt. Im Bereich der Siebenhütten war ein Kind gestürzt und hatte sich ebenfalls am Kopf verletzt. Die Bergwacht Rottach-Egern versorgte die Patienten medizinisch, transportierte sie mit dem Bergrettungsfahrzeug jeweils zu einem Übergabepunkt -an den Landrettungsdienst- zum Weitertransport ins Krankenhaus. Der Patient von der Kreuzbergalm wurde nach der Versorgung durch die Bergwacht direkt mit einem Rettungshubschrauber von der Einsatzstelle ins Klinikum Murnau geflogen. Ferner wurde ein möglicherweise abgestürzter Gleitschirm an der Wallbergbahn gemeldet. Dieser entpuppte sich jedoch bei genauerer Betrachtung glücklicherweise als ein Gebilde aus drei Ballonen, so dass die Bergwacht den Einsatz abbrechen konnte. Desweiteren stand eine Großübung der Rottacher Bergwacht mit den Kameraden der Bergwacht Hausham auf dem Programm. „Kletterunfall kurz vor dem Ausstieg am Leonhardstein-Gipfel in der Gemeinde Kreuth. Ein Kletterer hat sich am Bein verletzt und kommt nicht mehr weiter. Unfallmelder ist der Kletterpartner. Die Alarmierung der Bergwacht erfolgt über die Rettungsleitstelle. Eine Hubschrauberbergung ist wegen Regen und Wolken nicht möglich. Die Rettung erfolgt bodengebunden“, so das vorgegebene Szenario.

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Das Wetter hielt sich an die Übungsvorgabe, denn es regnete in Strömen und der Gipfel war während der ganzen Übung in Wolken. Vom Tal aus koordinierte der Bergwacheinsatzleiter den Ablauf des Einsatzes, den ein „Leiter Abschnitt Berg“ in einer eingerichteten „Einsatzzentrale Berg“ unterstützte. An der Einsatzstelle am Gipfel organisierte ein „Leiter Einsatzstelle“ die Zusammenarbeit der unmittelbar beteiligten Retter. Alle drei standen in ständigem Funkkontakt. Die Rettungsmannschaft fuhr mit mehreren Bergwachtfahrzeugen zum Einstieg des Weges auf den Leonhardstein. Das mit modernster Funk- Video und Computertechnik ausgestattete Technikfahrzeug der Bergwacht Hausham war die „Einsatzzentrale Berg“ und Standort des „Abschnittsleiters Berg“. Im Technikfahrzeug wurden alle Teilnehmer registriert und der Einsatzablauf dokumentiert. Zwei Retter stiegen, vorab zur gemeldeten Einsatzstelle auf, um Kontakt zu der Seilschaft aufzunehmen, eine Lagemeldung abzugeben und eine Seilsicherung für die nachfolgenden Retter aufzubauen. Am Einsatzort angekommenen ergab sich, dass der unverletzte Kletterpartner seinen Kameraden zwar gesichert hatte aber selbst keine Bergung durchführen konnte. Der Verunfallte befand sich etwa 30 Meter unterhalb des Melders. Zwölf weitere Bergretter transportierten die Rettungsausrüstung zur Einsatzstelle. Für die Rettung kam ein Seilsatz zum Einsatz, der aus zwei im Doppelstrang verwendeten hochfesten nahezu dehnungsfreien 200m Seilen besteht. Für den Abtransport war eine leichte Gebirgstrage vorgesehen. Auch eine Akku-Bohrmaschine, Felsdübel, Bohrhaken, medizinisches Equipment und Sicherungsmaterial trugen die Retter zur Einsatzstelle. Natürlich hatte jeder seine persönliche Schutzausrüstung, Anseilgurt, Sicherungsschlinge und Helm dabei. Zügig richteten die Retter die Abseilstelle ein. Mit dem Seilsatz ließ ein Sicherungsteam zwei Retter zum Verunfallten ab und zog ihn nach medizinischem Check zusammen mit den Rettern wieder nach oben. Dort versorgten die Bergretter, darunter eine Ärztin, den Verunfallte medizinisch und fixierten ihn in der Gebirgstrage. Auch zum Abtransport kam der Seilsatz zum Sichern und Ablassen der Gebirgstrage zum Einsatz, wobei wegen der langen Abseilstrecke mehrmals ein neuer Standplatz gebaut werden musste. . Bei der Übung zeigte sich in der reibungslosen Zusammenarbeit wieder einmal, wie wertvoll die standardisierte Ausbildung und Arbeitsweise ist und welche Vorteile das regelmäßige Training auch im Bergwacht Zentrum in Bad Tölz bringt. Während der Übung wurden verschiedene Konfigurationen des Digitalfunks ausprobiert, um bei schlechten Empfangssituationen, z.B. in Schluchten, in denen kein Netz verfügbar ist, eine Kommunikation zwischen den Geräten sicherstellen zu können. Hierzu kamen ein mobilen Repeater, als Signalverstärker und ein von der Bergwacht entwickelter wasserfester Funkrucksack zum Einsatz. Zusätzlich wurde ein Echtzeit-Ortungssystem in der Rettungswache Rottach-Egern und im Technikfahrzeug vor Ort getestet. Über Livetracking kann der Einsatzverantwortliche am Berg im Technikfahrzeug, genau wie der Einsatzleiter im Tal, über eine Mobilfunkverbindung und GPS und die Smartphones die aktuelle Standorte der Einsatzkräfte in Echtzeit ersehen. Das Technikfahrzeug verfügt auch über eine Drohne zur Lageerkundung aus der Luft, die leider wetterbedingt nicht starten konnte. An der Übung nahmen 27 aktive Kräfte aus den Bereitschaften Rottach-Egern und Hausham teil. Die Übung dauerte von 8:00 bis ca. 15:00 Uhr und endete mit einer anschließenden Nachbesprechung mit Brotzeit. Der Bereitschaftsleiter dankte allen Teilnehmern. Die Übung war für alle Beteiligten sehr interessant und lehrreich; sie diente auch zum gegenseitigen Kennenlernen, da bei komplexeren Einsätzen die Nachbar-Bergwachten Alarmiert werden.

-bw- Bild: Bergwacht Rottach-Egern

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Besichtigungstour am Sudelfeld

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Über die Fortschritte des Ausbaus am Sudelfeld machte sich der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Florian Streibl, kürzlich bei einem Besuch in der Gemeinde Bayrischzell ein Bild. Bei einer Gesprächsrunde, bei der unter anderem auch Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer sowie der Kreistagsabgeordnete und Landkreisvorstand der Freien Wähler Norbert Kerkel, Harald Gmeiner von der ATS, Andreas Hagleitner von den Freien Wählern sowie Josef Stadler, Betriebsleiter am Sudelfeld, anwesend waren, wurden die Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen erläutert. . Bei den Ausführungen von Bayrischzells Bügermeister Georg Kittenrainer war, neben der Förderung des Tourismus, im Zusammenhang mit der Aufstockung der Bettenzahl in Bayrischzell sowie der Schutz der Natur ein wichtiges Thema. So sei der Speichersee am Sudelfeld, bei seiner Erbauung zwar in der Kritik gewesen, nun aber ein beliebtes Ausflugsziel für Familien geworden. Ferner sei auch die Anbindung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln ein sehr wichtiger Aspekt zum Thema Umweltschutz. Bereits jetzt nutzen viele Urlauber die Anreise mit dem Zug. Einstimmig kamen die Teilnehmer überein, dass der Autoverkehr extrem zugenommen habe. „Als in den nächsten Jahren realisierbare Zukunftsvision, werde die Anreise der Gäste mit dem Zug gesehen, die mit der Gondel direkt in ein autofreies Sudelfeld gebracht werden könnten“, war der Gedanke von Josef Stadler. „Wichtig für den Raum Bayrischzell sei vorallem der ganzjährige Betrieb mit einer Sommer- und Winterbewirtschaftung“, erläuterte der Landtagsabgeordneter Florian Streibl. „Insbesondere solle das Vertrauen auf das Wissen und die Erfahrung der Einheimischen stärker beachtet werden, da die Bewohner besser Einschätzen könnten, was für ihre Region gut ist“, ergänzte er. Norbert Kerkel warf die Anmerkung in die Runde, dass heutzutage keine Aussagen zu den Schneebedingungen in 15 bis 20 Jahren getroffen werden könnten und es wichtig sei, Alternativen zum reinen Skitourismus zu finden. Andreas Hagleitner meinte dazu, dass die Ausbaumaßnahmen in der Region dafür sorgen könnte, dass die Bürger für ihre Freizeitaktivitäten nicht mehr „in die Ferne schweifen“ müssten, da sie ja die Angebote quasi vor der Haustür in Anspruch nehmen könnten. Dies wäre aktiver Umweltschutz, da die Freizeitsportler dann auf die langen Anfahrten nach „irgendwohin“ verzichten könnten. .

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Die Delegationsgruppe am Sudelfeld 

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Beim Besichtigungstermin vor Ort präsentierte sich den begeisterten Gästen ein wahrhaft traumhaftes Panorama. Die bewirtschafteten Almen waren umringt von Weiden, in denen Kühe und Pferde standen. Der 21 Meter tiefe Speichersee lag in einer kleinen Senke und war von Gras umrahmt. Der schmale Weg rund im den See war naturbelassen und am Hügel neben der Brücke beim Überlauf graste eine kleine Herde Schafe. Die Teilnehmer der Exkursionsgruppe beindruckte auch das Anschauungsexemplar einer achtsitzigen Gondel. Der Landtagsabgeordnete Florian Streibl zeigte sich sehr zufrieden mit den bisherigen Ausbaumaßnahmen am Sudelfeld und bedankte sich bei den anwesenden Gemeindeverantwortlichen für deren gute Arbeit.

-lm- Bilder: lm

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Kreuth wird Bergsteigerdorf

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www.kreuth.de

Die Gemeinde Kreuth im Tegernseer Tal erfüllt alle erforderlichen Kriterien, um im Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen zu werden. Dies stellte der Deutsche Alpenverein gemeinsam mit seinen internationalen Partnern vom Österreichischen Alpenverein, Alpenverein Südtirol und vom Alpenverein Slowenien fest. Formell erhält der Ort die Auszeichnung aber erst, wenn er die „Bergsteigerdorf-Deklaration“ unterzeichnet hat. Dies wird im Rahmen eines Festaktes voraussichtlich im Frühjahr 2018 geschehen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Kreuth einen weiteren tatkräftigen Unterstützer der Philosophie der Bergsteigerdörfer im Bund haben,“ erklärte DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher. „Gemeinsam mit Ramsau, Sachrang und Schleching kann Kreuth wichtige Impulse für eine nachhaltige Tourismusentwicklung im Alpenraum liefern“, ergänzte Erlacher.

Kreuth: Ein Juwel im Einzugsgebiet von München

Im Projekt berücksichtig sind der Hauptort mit seinen Ortsteilen Riedlern, Enterfels, Grüneck und Brunnbichl, die von bedeutenden Gipfeln der Bayerischen Voralpen wie Leonhardstein, Roß- und Buchstein oder Hirschberg umgeben sind. Die Tourenmöglichkeiten sind entsprechend vielseitig, im Sommer und im Winter. Kreuth setzt durch seine klare Ausrichtung auf Naturtourismus und den Erhalt von Tradition und Brauchtum ein wichtiges Zeichen in einer ansonsten durch schnelllebigen Tagestourismus geprägten Region. Was sind Bergsteigerdörfer? Bergsteigerdörfer sind kleine Gemeinden im Alpenraum, die ihre Entwicklung auf sanften Tourismus und Naturschutz ausgelegt haben. Natur und Naturerlebnis werden dort groß geschrieben, ebenso wie Bergsport, regionale Wertschöpfung und gelebtes Brauchtum. Dadurch sind Bergsteigerdörfer Vorzeigeorte für eine alternative Tourismusentwicklung im Alpenraum. Die Initiative wurde 2005 durch den Österreichischen Alpenverein ins Leben gerufen, inzwischen sind auch die Alpenvereine in Deutschland, Südtirol und Slowenien dabei. Bergsteigerdörfer müssen einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen. In Österreich gibt es derzeit 20 Bergsteigerdörfer, in Deutschland sind es ab 21. Juli diesen Jahres drei, in Südtirol ab 23. Juli eines und in Slowenien kommt nächstes Jahr ein erstes dazu. Die Bevölkerung steht voll hinter dem Konzept Bei einer Bürgerversammlung haben die Vertreter des DAV die Entscheidung des internationalen Bergsteigerdörfer-Gremiums bekannt gegeben. Bürgermeister Josef Bierschneider begrüßt diese Entscheidung und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. „Die Stimmung war hervorragend“, freute sich Bierschneider im Anschluss an die Veranstaltung. „Ob Gastronomen, Handwerker, Einzelhändler oder ganz normale Bürgerinnen und Bürger – alle wollen anpacken und mithelfen, damit das -Bergsteigerdorf Kreuth- eine Erfolgsgeschichte wird“, so Bierschneider. 

-dav- Bild: lm

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Jahreshauptversammlung

der Altlandrat Norbert Kerkel-Stiftung

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Kürzlich erfolgte die Jahreshauptversammlung der ‚Altlandrat Norbert Kerkel-Stiftung‘. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder durch den Stiftungsvorstand -Katja Trauner- wurden die Tagesordnungspunkte bearbeitet. Erster Punkt war die Verlesung des Sitzungsprotokolls der Jahreshauptversammlung vom Juni 2016 durch Schriftführerin Simone Kerkel. Danach berichtete Katja Trauner über die Aktivitäten des Vereins, wobei durchweg positive Reaktionen der Veranstaltungsbesucher und zahlreiche Spendeneinnahmen zu verzeichnen waren. Größtes Anliegen der Vorstandschaft der ‚Altlandrat Norbert Kerkel-Stiftung‘ im Jahre 2016, war die Förderung der Telefonberatung zur Demenzberatung durch das Kreiskrankenhaus Agatharied und die vorhergehenden Absprachen mit den Sozialenverbänden im Landkreis Miesbach. Für die Schirmherrschaft konnte Ihre Königliche Hoheit Herzogin Helene in Bayern gewonnen werden. Weitere erfolgreiche Veranstaltungen 2016 waren u.a. der Christkindlmarkt in Schaftlach, bei dem von Mitgliedern des Vereins Waffeln gebacken wurden sowie ein Vortrag von Franz Zehendmaier über die „Eroberung“ des Kilimandscharo mit einem Sitzroller. Ferner war die Weihnachtslesung im Restaurant auf dem Wallberg gut besucht und die Betreiber des Restaurants, Familie Schönhöfer, rundeten den Spendenbetrag für die Stiftung auf 1.100,- Euro auf. Eine weitere, sehr gut besuchte Veranstaltung war die Multivisions-Show von Eckhard Schmitt, welcher über die dramatische Rettung von Bergsteigern am 8201 Meter hohen Berg  ́Cho Oyo ́-im Himalaya- spannend zu berichten wußte.

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Nach den zahlreichen Danksagungen an Unterstützer und Förderer der Altlandrat Norbert Kerkel-Stiftung, sprach sich Prof. Dr. Ralf Huss vom Kreiskrankenhaus Agatharied für die Ausbaufähigkeit der telefonischen Demenzberatung sowie deren Zukunftsfähigkeit aus. Anschließend legte der Kassier die Finanzen der Stiftung offen. Schließlich wurde die Vorstandschaft einstimmig von den anwesenden Mitgliedern entlasstet. Bezüglich der weiteren Entwicklung der Stiftung, referierte Norbert Kerkel, 2. Vorstand der Altlandrat Norbert Kerkel-Stiftung. Dieser äußerte sich zufrieden und sprach die Förderung und Finanzierung zukünftiger Projekte an. In diesem Zusammenhang wurde der Altlandrat Norbert Kerkel-Stiftung von Seiten des Gemeinderates Waakirchen für die unbürokratische Unterstützung eines bedürftigen Gemeindebürgers gedankt. Nach der Klärung von Wünschen, Anregungen und Fragen, wurde die nächste Jahreshauptversammlung auf den 20. Juni 2018 festgelegt.

-lm- Bild: lm

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Landratsamt Miesbach

wurde als -familienbewusster Betrieb- zertifiziert

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Das Landratsamt Miesbach ist als -familienbewusster Betrieb- erstmals mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet worden. Eine kleine Abordnung des Amtes nahm die Auszeichnung in Berlin entgegen. Schirmherren des Zertifikats sind das Bundesfamilienministerium und das Bundeswirtschaftsministerium. Ministerin Katarina Barley und Staatssekretär Dirk Wiese in Vertretung von Ministerin Brigitte Zypries zeichneten insgesamt 353 Arbeitgeber in Deutschland aus – 159 Unternehmen, 153 Institutionen und 41 Hochschulen. Das Landratsamt Miesbach hat jetzt drei Jahre Zeit, viele mit den Mitarbeitern vereinbarte Maßnahmen umzusetzen. „Dieses Zertifikat ist für uns sehr wichtig“, meinte Landrat Wolfgang Rzehak in Berlin, „gerade weil wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng eingebunden haben, können wir jetzt sehr gut auf deren Wünsche und Bedürfnisse eingehen. Das Landratsamt wird damit ganz klar ein besserer Arbeitgeber. Unsere Mitarbeiter wissen: Der Arbeitgeber steht hinter ihnen und unterstützt sie auch in schwierigen Situationen. Er lässt sie nicht allein. Dadurch identifizieren sie sich noch stärker und bieten bessere Leistungen. Und dass kommt dann wieder allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute!“ Auch der zuständige Abteilungsleiter, Alfons Besel, ist zufrieden, dass das Landratsamt Miesbach das Zertifikat „audit berufundfamilie“ verliehen bekommen hat und damit an bestimmte Vorgaben gebunden ist: „Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter zu unterstützen. Wir möchten gute Mitarbeiter an den Betrieb binden und ihre volle Leistungsfähigkeit erhalten. Auch für unser Image als Arbeitgeber ist dies wichtig. In einem Landkreis mit annähernd Vollbeschäftigung steht auch ein Landratsamt in Konkurrenz zu anderen Arbeitgebern im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft. Die hohe Arbeitsplatzsicherheit ist da als einziges Argument nicht mehr ausreichend. Und drittens ist dieses Zertifikat auch Zeichen unserer hohen Unternehmenskultur. Die Wertschätzung unserer Mitarbeiter wollten wir gerne deutlich vermitteln“, so Alfons Besel. Zwei Strategieworkshops Um das Zertifikat zu bekommen, hat das Landratsamt zwei Workshops durchgeführt – einen für die leitenden Mitarbeiter, den zweiten mit allen Mitarbeitern. Diese konnten bei den Workshops u.a. mitteilen, welcher Erwartungen und Probleme sie hatten. Dabei ging es nicht nur um die Kinderbetreuung, sondern auch um Frage der Pflege von Eltern, Partnern oder Angehörigen. In einer Vereinbarung wurden dann verschiedene Maßnahmen schriftlich aufgelistet. Bis zum Ende der Laufzeit des Zertifikats -bis zum 31. August 2019- sollen diese abgearbeitet sein. Eine Beraterin im Landratsamt, Heidrun Bassing, fungiert nun als zentrale Anlaufstelle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So hat sie beispielsweise eine Abfrage bei den Eltern im Amt gestartet, ob Bedarf für eine Ferienbetreuung der Kinder bestünde. Andere ausgewählte Maßnahmen des Zertifikats: Leitende Mitarbeiter erhalten Leitfäden zur Vereinbarung von Familie und Beruf, Urlaubsrichtlinien werden erstellt, die Teamentwicklung wird gefördert, das betriebliche Gesundheitsmanagement ausgebaut und ein Personalentwicklungskonzept gestärkt. Das Zertifikat geht auf eine Initiative der gemeinnützigen Hertie Stiftung zurück. In einer sogenannten Zielvereinbarung heißt es grundsätzlich: Die Auszeichnung drückt die „Wertschätzung und die Akzeptanz gegenüber den Mitarbeitern in all ihren Lebensphasen und gegenüber all ihrer Lebensentwürfe“ aus. Das Audit wird von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft empfohlen.

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Alfons Besel, Heidrun Bassing und Landrat Wolfgang Rzehak bei der Verleihung des Zertifikates in Berlin

-lra- Bild: lra

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Salbe, Creme, Balsam oder Lotion:

Salbenkurs begeisterte in Schaftlach

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Zu einem Salbenkurs hatte unlängst der Gartenbauverein Schaftlach-Waakirchen eingeladen. Referentin Simone Kerkel vermittelte den Kursteilnehmerinnen ein Grundwissen bezüglich der Herstellung und Wirkung von Salben und wies darauf hin, dass Hausmittel niemals die Beratung von Arzt oder Apotheker ersetzen. Es wurde unter anderem auf die wichtigsten Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen der bedeutendsten Heilkräuter hingewiesen, wobei festgestellt wurde, dass Salben ausschließlich aus fetten oder fettverträglichen Anteilen bestehen, welche keine Emulgatoren benötigen. Creme hingegen besteht aus einer Fettphase, einer Wasserphase und einem Emulgator. Lotionen entsprechen den Bestandteilen einer Creme, haben jedoch einen höheren Flüssigkeitsanteil. Die Konsistenz von Balsam kann ganz unterschiedlicher Natur sein und auch verschiedenste Harzanteile beinhalten. Beim Salbenkurs wurde die Fertigung von Erkältungsbalsam, Spitzwegerichbalsam, Fußbalsam, Ringelblumenbalsam, Melissenbalsam, Beinbalsam, Lippenbalsam und Salbeibalsam erörtert.

-lm- Bild: lm

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Sommer ist Seefest-Zeit

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Mit dem Beginn des Sommers startete am Tegernsee wieder die schönste Zeit des Jahres, die Zeit der Seefeste. In den drei Orten – Rottach-Egern, Tegernsee und Bad Wiessee – wird bis August entlang der Uferpromenade ausgelassen gefeiert. Die Seefest-Saison begann am 11. Juli in Rottach-Egern. Kleine Stände, Buden und Bars säumten die Seestraße, die zur Fußgängerzone wurde. Zwei Wochen später verwandelte sich die Stadt Tegernsee rund um das Rathaus in einen Festplatz. Zum Abschluss wird am 18. August (Verschiebetermin: 19./20. August) in Bad Wiessee gefeiert. In der Wiesseer Bucht treffen sich entlang der Seepromenade -ab 15 Uhr- Einheimische und Besucher, die das bayerische Lebensgefühl in traditionellem Ambiente genießen wollen. Zünftige Stimmung und regionale Köstlichkeiten erwartet die Besucher. Die Highlights 2017: Farbenfrohe Auftritte der heimischen Vereine und Trachtengruppen stechen entlang der Uferpromenade heraus, Auftritte der Goaßlschnalzer, Alphornbläser, das traditionelle Schifferstechen das schwimmende Trachtlerfloß mit Blaskapellen und Trachtentanz. Auch zum Abschluss des letzten Seefestes erstrahlt nach Einbruch der Dunkelheit ein großes Brillantfeuerwerk mit musikalischer Begleitung. Die aktuellen Programme sowie weitere Informationen und Verschiebetermine: www.tegernsee.com/veranstaltungen/seefeste-am-tegernsee

-ttt- Bild: ttt

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Anwälte der Natur ausgezeichnet

Gebietsbetreuung in Bayern ist UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt

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Die vom Bundesumweltministerium verliehene Auszeichnung erhält die Gebietsbetreuung in Bayern für das vorbildliche Engagement zur Verbesserung der biologischen Vielfalt sowie für die Stärkung des gesellschaftlichen Bewusstseins durch unmittelbare Naturschutzaufklärung vor Ort. Das Engagement der 42 Gebietsbetreuer ist ein unverzichtbarer Pfeiler im bayerischen Naturschutz, erklärte der Amtschef im bayerischen Umweltministerium, Dr. Christian Barth, bei der feierlichen Verleihung der Auszeichnung im Ampermoos (Landkreis Fürstenfeldbruck). Seit mehr als 14 Jahren seien sie die Schnittstelle zwischen Naturschutz und Mensch. „Als wichtige Ansprechpartner vor Ort erfüllen sie durch ihr Engagement und ihren Sachverstand den Naturschutzgedanken mit Leben“, betonte Barth. Auch der Gebietsbetreuer des Mangfallgebirges, Marco Müller, darf diese Auszeichnung nun in den nächsten zwei Jahren „führen“. Seine Stelle, die am Landratsamt Miesbach angedockt ist, wurde 2011 geschaffen. Seither hat er sich vor allem im Spannungsfeld Freizeit- und Erholungsnutzung und Naturschutz engagiert. Kürzlich wurden von ihm entworfene Informationstafeln im Suttengebiet aufgestellt. „Die Tafeln sollen die Besucher für die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten des Gebiets begeistern“, erläuterte Müller. Die UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt wurde von den Vereinten Nationen für den Zeitraum bis 2020 ausgerufen. Ziel ist es, dem weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt entgegenzuwirken. Ein wesentliches Anliegen ist dabei, die Menschen für die Erhaltung unserer Naturschönheiten zu begeistern und zum Mitmachen zu motivieren.

-lra- Bild: lra

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Stippvisite von Staatsminister Markus Söder am Tegernsee

Mit der Tegernsee-Card über den See

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Bereits rund 4.000 Fahrgäste haben mit dem Tegernsee-Card-Arrangement der Tegernseer Tal Tourismus GmbH eine Schiffsreise auf dem Tegernsee unternommen. „Die Gäste können täglich zwei Streckenfahrten der ‚Bayerischen Seenschifffahrt‘ auf dem Tegernsee unentgeltlich nutzen. Das Angebot der Tegernsee-Card wird mit der Schifffahrt um ein touristisches Highlight erweitert. Die Schifffahrt Tegernsee stellt einen starken Motor für den Tourismus in der Region dar. Sie erzielte im vergangenen Jahr ihr absolutes Rekordergebnis. Mit 245.000 Gästen wurde ein Zuwachs um mehr als sechs Prozent zum Vorjahr verzeichnet. Mit der Tegernsee-Card kann die Schifffahrt zusätzliche Gäste begrüßen – da freut sich auch der Finanzminister“, stellte Finanz-und Heimatminister Dr. Markus Söder kürzlichbei einem Informationsbesuch am Tegernsee fest. Die Bayerische Seenschifffahrt GmbH hat seit dem Jahr 2000 insgesamt rund 31,6 Millionen  Euro, an  allen  vier  Seen, in  den  Schiffspark investiert.  Aber  auch  „an Land“ wurde investiert, beispielsweise am Tegernsee mit dem Bau eines neuen Steges in  Kaltenbrunn  und  der  Erneuerung  des  Landesteges  in  Rottach-Egern.  Dabei  sind nicht nur die Schiffe und die Steganlagen, sondern auch Datenverbindungen auf dem neuesten Stand. An allen Seen ist freies BayernWLAN verfügbar. Ferner wies Söder darauf hin, dass ehrenamtlich Aktive einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft leisten. Derzeit haben in Bayern rund 130.000 Ehrenamtliche als sichtbares Zeichen ihres Engagements eine Bayerische Ehrenamtskarte erhalten. Im April veranstaltete die Bayerische  Seenschifffahrt erstmals einen Ehrenamtstag als kleines Dankeschön für deren engagierten unentgeltlichen Einsatz für die Gesellschaft. Alle Inhaber einer Bayerischen Ehrenamtskarte konnten an diesem Tag die Linienschiffe der weiß-blauen Flotte auf dem Königssee, dem Ammersee, dem Starnberger See und dem Tegernsee kostenlos nutzen. Am Tegernsee war an dem Tag fast jeder fünfte mit einer Ehrenamtskarte unterwegs. Söder: „Daran zeigt sich die starke Verwurzelung des ehrenamtlichen Engagements hier in der Region Tegernsee.“ Da der Dank keine einmalige Sache sein soll, wird die Seenschifffahrt auch nächstes Jahr wieder einen Ehrenamtstag veranstalten, voraussichtlich wieder am Samstag nach Ostern, dem 7. April 2018. Die ‚Bayerische Seenschifffahrt‘ will gerade Familien eine schöne Seereise ermöglichen. Daher werden erstmals ab der Saison 2017 Kinderfahrräder im Rahmen der Familienermäßigung kostenlos befördert. Wie bisher können Kinder bis 5 Jahre kostenfrei mitfahren und bis 17 Jahre zahlen sie nur den halben Preis. Die  weiß-blaue  Flotte  befindet  sich  auf  Erfolgskurs,  betonte  Söder.  Die  ‚Bayerische Seenschifffahrt‘ GmbH mit Sitz in Schönau am Königssee ist mit 33 Motorschiffen und etwa 160 Mitarbeiter/-Innen eine der größten Binnenschifffahrten Deutschlands. In den letzten fünf Jahren haben insgesamt  über 6,8  Millionen  Passagiere  auf allen vier Seen  eine  Seereise  mit der weiß-blauen Flotte unternommen. Im selben Zeitraum wurde bei einem Gesamtumsatz – von nahezu 66 Millionen Euro – ein Gesamtgewinn von rund 4,8 Millionen Euro erzielt. Die ‚Bayerische Seenschifffahrt‘ GmbH erwirtschaftet regelmäßig Überschüsse, sehr zur Freude des Finanzministers. Auch auf dem Tegernsee verzeichnet die Schifffahrt ein Plus. Weitere Informationen im Internet: www.seenschifffahrt.de

-ttt- Bild: lm

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Starkes Plädoyer

für eigene architektonische Regional-Identität

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Der Geschäftsführer des Architektenforums Allgäu, Franz Georg Schröck, hat bei einem Vortrag im Landkreis Miesbach ein starkes Plädoyer für regionale Identität gehalten. Schröck folgte der Einladung des Arbeitskreises „Qualitätsvolles Bauen im Landkreis Miesbach“ nach Fischbachau. Im Arbeitskreis haben sich gestaltungswillige Architekten, Mitarbeiter des Bauamtes und der Kreisbaumeister zusammengeschlossen. In jedem Jahr laden Sie einen hochkarätigen Gast aus der Architekten-Szene ein, welcher sich zum Thema „modernes und nachhaltiges Bauen“ einen Namen gemacht hat. Kreisbaumeister Werner Pawlovsky, der Organisator der Veranstaltung im Klostersaal des Rathauses Fischbachau, freute sich, dass auch Landrat Wolfgang Rzehak im Publikum der Veranstaltung zum Qualitätsvollen Bauen war. „Der Landrat hat bisher wirklich jede Veranstaltung des Arbeitskreises besucht. Unter allen anderen Landräten hat er damit ein Alleinstellungsmerkmal – mit seinem Fachwissen kann er alle anderen Landräte in den Schatten stellen“, lobte Pawlovsky. Der Landrat bedankte sich und bemerkte, dass er bei den bisherigen Veranstaltungen viel gelernt habe. Es sollte sich noch ganz konkret herausstellen, dass der Fachvortrag von Franz Georg Schröck viele Querbeziehungen zu Projekten im Landkreis bot – besonders zu dem geplanten Neubau eines Gebäudes des Amtes in Miesbach. Die Empfehlung für Franz Georg Schröck kam vom kenntnisreichen Kreisrat und Altbürgermeister Michael Pelzer. Dieser hatte Schröck als sehr sachlich empfohlen. „Er schafft den Spannungsbogen zwischen Experten und Bürgern zu schlagen“, berichtete Werner Pawlovsky.  Schröcks Vortrag „Einblicke –Aussichten“ war sehr prägnant. Er warf kritische Blicke auf die Stadtplanung und die Architektur insgesamt: „Wir haben größtenteils verlernt, langfristig und nachhaltig zu bauen“. Gleich zu Beginn nannte er Zahlen: Im Freistaat Bayern würden jeden Tag rund 18 Hektar Fläche unwiederbringlich verbaut. Dieser Flächenfraß und die Versiegelung von Flächen habe sich seit seiner Schulzeit verdoppelt. Durch diese Entwicklung habe sich Bayern als Kulturlandschaft massiv zum Schlechteren verändert. Anhand von alten und neuen Fotos aus dem Allgäu zeigte Schröck diese Entwicklung auf – als Negativ-Beispiel zeigte er den typischen „Discounter auf der Grünen Wiese“. Starke Kritik gab es vom Architekten für Finanzminister Markus Söder. Die Lockerung des Anbindegebots im Rahmen des Landesentwicklungsplanes (LEP) führe zu einer starken Zersiedlung unserer Heimat. Deutlich beklagte Schröck ferner einen drohenden Verlust der regionalen Identität: „Heute sieht ein Haus in Osnabrück aus, wie ein Haus in Hoyerswerda“, meinte er. Früher habe man – auch als Laie – noch an den Hauslandschaften erkennen können, in welcher Region Deutschlands man sei. Selbst in Unterregionen – wie im Unterallgäu oder im Oberallgäu – seinen eigene Haustypen erkennbar gewesen. Die Form des Hauses sei oft vorgegeben worden durch die Arbeit, die in ihm verrichtet wurde. Franz Georg Schröck warnte vor einem Donut-Effekt: Die Ortsmitten würden immer leerer, während alle Bürger an den Rand der Siedlung ziehen wollten. „Wir müssen wieder zurück zum Krapfen, wo das Beste das Süße im Inneren ist“, forderte der Architekt. Die Architekten sollten ihren „Elfenbeinturm“ verlassen und mehr Kontakt zur Bevölkerung suchen – durch Leserbriefe, durch Flyer, in Schulklassen – um so die Menschen von hochwertiger Baukultur zu überzeugen: „Baukultur ist Lebensqualität, nicht Selbstzweck!“ Ausstellung im Grünen Zentrum in Immenstadt Schröck will seine Prinzipien demnächst auch in einer Ausstellung im Grünen Zentrum in Immenstadt präsentieren. Das beeindruckende Holzgebäude hatte eine Delegation aus dem Landkreis Miesbach, auf der Suche nach guten Ideen für den Neubau des Landratsamtes in Miesbach, erst vor kurzem besichtigt. Gerade im Hinblick beim Bauen mit Holz forderte Schröck eine weitreichende Koalition: Vom Waldbesitzer, über den kundigen Handwerker, über den Planer und Architekten bis zum Bauherren. Im „Holzforum Allgäu“ wird dieser ganzheitliche Ansatz schon umgesetzt. In der abschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde Schröck gefragt, was „Qualitätsvolles Bauen“ eigentlich sei. Er gab folgende Definition: „Qualitätsvolles Bauen ist vor allem nachhaltiges Bauen – Gebäude sollten sicher länger als 50 Jahre stehen können – während heute schon Häuser aus den 70er Jahren wieder abgerissen werden! In einem hochwertigen Gebäude fühlen sich die Nutzer wohl. Und handwerkliche Verarbeitungs-Qualität von heimischen Materialien trifft auf planerische Weitsicht“.

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Garten- und Blumentage

begeisterten in Tegernsee

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Frei und nach dem Motto „Frühling in Tegernsee“ hatte die Stadt Tegernsee zu den Garten- und Blumentagen in den Kurpark und auf die angrenzende Wiese eingeladen. Die  ́ Tegernseer Garten- und Blumentage ́ präsentierten sich bei schönstem Wetter abermals als Garten – Verkaufsausstellungstage, mit rund 65 ausgewählten Anbietern. Vom Flair dieses besonderen Ortes und der schönen Ausstellung mit Angeboten rund um den Garten waren sowohl die Besucher als auch die Aussteller begeistert. Auf insgesamt rund 800 Quadratmetern präsentierte man unter anderem blühende Blumen, edle Rosen, Pflanzen, Biokräuter, Stauden, Hydrokulturpflanzen, Bonsaigewächse, Kräuter- und Wildkräuterspezialitäten, Heilpflanzen, sowie Erzeugnisse von Baumschulen angeboten. Zum Garten passendes, wie beispielsweise Hochbeete, Brunnen und Tröge, kreative Windspiel-Kreationen, Schwedenfeuer, Insektenhotels, Gartenkörbe und Accessoires, Holzbacköfen für den Garten sowie edle Keramikkunst, konnten ebenfalls bewundert und gekauft werden. Ferner gab es Schönes und Nützliches zur Gartendekoration, unter anderem aus Holz, Bronce, Stein und Glas, Rosenschmuck, Pflanzenstützen mit Solarsystem, Rosenkugeln aus Waldglas, Filzkunst, Lavendelherzen und vieles interessantes mehr. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten beispielsweise Biergartenklassiker, wie Grillsemmel und Bratwurst sowie alkoholische und nichtalkoholische Getränke und Süßwaren. Für gemütliche Sitzplätze war ebenfalls gesorgt. 

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Baustoff Holz

überzeugte bei Exkursionsreise

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Das Landratsamt Miesbach plant einen Ersatzbau, für zwei sehr in die Jahre gekommenen Gebäude in Miesbach, an der Münchner Straße. Schon früh wurde die Idee diskutiert, ob nicht Holz ein geeigneter Baustoff für den Neubau wäre – ein nachwachsender, nachhaltiger Rohstoff aus dem Landkreis, in bestem Falle von hiesigen Handwerkern verarbeitet. Bei einer Exkursionsreise im Allgäu und im Vorarlberg haben sich Bürgermeister, Kreisräte und Bauexperten der Stadt Miesbach und des Landratsamtes informiert. Es ging darum, aus den Fehlern anderer Bauträger zu lernen, Möglichkeiten zum Kostensparen auszuloten und ein umfassendes Bild zu bekommen. Sechs Objekte wurden besichtigt. „Bei dieser Exkursion haben wir viel von anderen Bauherren lernen können, die den Baustoff Holz schon erfolgreich eingesetzt haben, fasste Landrat Wolfgang Rzehak zusammen. „Besonders wichtig waren die Anregungen, wo wir sparen können. Ein Bau mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz kann sehr gut mit einem Massivbau mithalten. Jetzt bin ich sehr optimistisch: Wir werden ein bürgerfreundliches, modernes, offenes, funktionales, preiswertes und nachhaltiges Gebäude für das Landratsamt mit Holz bauen“, so der Landrat. Auch Abteilungsleiter Alfons Besel kommt nach der zweitägigen Fahrt zu einem zustimmenden Fazit. Besel koordiniert die Pläne für den Ersatzbau. „Wir haben die positive Erkenntnis gewonnen, dass Holz ein solider Baustoff ist. Holzbau ist auch für ein Gebäude dieser Größe gut möglich“, erläuterte Besel. In dem Neubau sollen rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes ihren Arbeitsplatz finden, die bisher auf mehrere Gebäude verteilt sind. „Die Herausforderung von einem Holzbau – Lüftung, Schallisolierung und Brandschutz – sind nach meiner Meinung beherrschbar“, meinte der Abteilungsleiter. Herausforderungen eines Holzbaus sind beherrschbar: „Nach allem, was wir hier gesehen haben, bietet Holz die Möglichkeit einer soliden und zeitgemäßen Architektur. Damit können wir sowohl den Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an ein modernes Amt, aber auch den Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an effizientes Arbeiten gerecht werden“, ergänzt Besel. Das erste Ziel der Reise war das Hotel Ammerwald. Es liegt äußerst abgeschieden in Reutte, auf 1.100 Metern Höhe im Wald. „Wir sind hier mitten im Wald und daher müssen wir sehen, dass wir alles auch unabhängig erledigen können“, berichtete Peter Maitz, der Leiter der Gastronomie im Alpenhotel. Das Hotel betreibt eine biologische Kläranlage, geheizt wird mit Pellets, ein Brunnen und ein Quelle übernehmen die Wasserversorgung. Eine Notstrom-Versorgung ist sichergestellt. Die Mitarbeiter von BMW, die nach mindestens 20 Jahren Betriebszugehörigkeit, einmal pro Jahr sechs Tage kostenlos übernachten dürfen, können also beruhigt schlafen. Sie tun dies in einfachen aber zweckmäßigen Zimmern, in einem minimalistischen Design. Das im Jahr 2008 fertiggestellte Hotel hat den „Holzbaupreis Tirol 2011“ und den „International Architecture Award 2012“ gewonnen. „Dieses Haus ist eine wichtige Kooperation von Handwerkern, Ingenieuren und Architekten“, berichtet Peter Maitz. Das Besondere ist die modulare Fertigung der aus Brettschichtholz montierten Raumzellen. Alle Einbauten waren schon bei Auslieferung der Elemente vorhanden, auch die passenden Möbel. So konnten bis zu zehn der 5 x 2,75 Meter hohen Module pro Tag verarbeitet werden. Die Gesamtmontage wurde in nur drei Wochen abgewickelt! Da Holzbauten leichter als Beton sind, eignen sich Holzbauten für schnellere Aufstockung und Erweiterung. Als Baumaterial wurde meist die Weißtanne gewählt – auch bei den anderen besichtigten Bauten wurde sie vorwiegend verwendet. Die Weißtanne ist wichtig für den Alpenraum, sie sorgt für eine Stabilisierung der Hänge, gleichzeitig ist sie – durch kurze Wachstumsperioden – ein hartes Holz. Das zweite besichtigte Gebäude war das Landratsamt in Oberallgäu, im Zentrum der schwäbischen Kreisstadt Sonthofen. Es ist der größte bayerische Verwaltungsbau in Holzrahmenbauweise. Der Rahmenbau ermöglicht dabei große Öffnungen; große Fenster sorgen für helle Räume. Die bauausführenden Architekten „konnten belegen, dass ein Holzbau nicht teurer als ein Massivbau sein muss“. Der gesamte Bau -des 2009 bezogenen Gebäudes- kostete ’nur‘ rund 3 Millionen Euro. Der neue Ostflügel ist ein dreigeschossiger Holzbau mit 3.000 Quadratmetern Nutzfläche. Erhöhte Schallschutzanforderungen und Wärmedämmung erfüllen KfW-40-Standard. Auch der Aufzugschacht ist in Massivholzbauweise ausgeführt. Das dritte Ziel des Tages war das „Grüne Zentrum Immenstadt“. Hier gruppiert sich ein Holzskelettbau um ein Atrium aus Beton. Das verwendete Material ist zu 80 Prozent Allgäuer Holz. Philip Leube von den ausführenden Architekten des Büros f64 aus Kempten erläuterte: „Dem Projekt waren von Anfang an klare, knappe wirtschaftliche Rahmenbedingungen gesetzt. Ein intelligenter Einsatz von Ressourcen war gefordert“. Der Bau folgte dabei dem Leitsatz „Design to cost“ – es gab also Kostenvorgaben, die Architekten mussten dann sehen, was sie damit anfangen konnten. Besondere Aufmerksamkeit fand ein 50 Zentimeter dicker Lehm-Riegel, der sich im Atrium vom Fußboden bis zur Decke des dreigeschossigen Gebäudes zog. Dieser Riegel aus gestampftem Lehm nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, wirkt dabei temperatur-regulierend. Die Gebäudehülle des Grünen Zentrums entspricht einem Passivhaus. Falls im Winter zusätzliche Wärme notwendig ist, wird sie aus Fernwärme bezogen, welche aus Biomasse vom örtlichen Hackschnitzelwerk zugekauft wird. Das erste Objekt des zweiten Tages war das Rupert-Neß-Gymnasium in Wangen. „Wir sind mit dem Baustoff Holz sehr zufrieden“, meinte hier der stellvertretende Schuldirektor. Das Schulgebäude wurde im Jahr 2013 mit dem „Deutschen Holzbaupreis“ und dem „Baupreis Allgäu“ ausgezeichnet. Gerade das lichtdurchflutete Atrium bietet als überdachte Fläche eine hohe Aufenthaltsqualität für die Schüler. Alle sichtbaren Bauteile sind in Weißtanne ausgeführt. Durch die konventionelle Holzbauweise -ohne Keller- war der Bau sehr wirtschaftlich – auch der Gebäudeunterhalt ist sehr preiswert. Ein weiteres Besuchsobjekt war die Raiffeisenbank in Egg. Das 2010 fertiggestellte Bauwerk wurde nur von heimischen Handwerkern, größtenteils mit heimischen Materialien errichtet. Die Gesamtkosten lagen bei 6,5 Millionen Euro inklusive der Einrichtung, die mit 1,5 Millionen Euro zu Buche schlug. In dem großzügigen, funktionalen viergeschossigen Bau reduziert ein ausgeklügeltes Konzept den Energieaufwand auf ein Minimum, dank Photovoltaik-Anlage und Anschluss an das Nahwärmenetz. Das große Gebäude erreicht nahezu Passivhaus-Standard, über das Jahr gesehen bleibt es emissionsfrei. Nachhaltig erscheint auch die Innenraumgestaltung: Den Schwerpunkt bildet unbehandelte heimische Weißtanne für die Wände, Einbauten und Türen. Andere Bauteile wurden mit anderen Holzarten wie Eiche akzentuiert. Für besonderes Augenmerk sorgte der schwarze Fußbodenbelag aus Bitu-Terrazzo. Es zeichnet sich wohl ab, dass in dem neuen Haus des Landratsamtes Miesbach -im Erdgeschoss mit viel Publikumsverkehr- ein glatter, harter und wischbarer Boden aufgebracht wird, während in den Arbeitsbereichen ein schallisolierender dunkler Textilboden bevorzugt wird. Das letzte besichtigte Bauwerk war die Verwaltungszentrale der Illwerke, südöstlich des Ortes Vandans in Österreich. Das Gebäude ragt spektakulär in den Fluss – das Betriebsrestaurant ist über dem Wasser mit Blick auf die Berge. Die Illwerke erzeugen mit 26 Kraftwerken Strom, hauptsächlich aus Wasserkraft. Das Gebäude hat eine Länge von 120 Metern, bei einer Höhe von 21 Metern. Die gesamte Bauzeit betrug 18 Monate, für den Holzbau wurden aber nur sechs Wochen benötigt. Das gesamte verwendete Holz des Hauses ist in Österreichs Wäldern quasi in einer Stunde wieder nachgewachsen! Auch alle tragenden Teile sind dabei aus Holz gefertigt. Ein sogenanntes Holz-Hybrid-Bausystem wurde in mehrjähriger interdisziplinärer Forschung entwickelt. Dieser Systemtyp eignet sich auch für großvolumige Bauten, mit bis zu 30 Stockwerken. Trotz sichtbarer Holzkonstruktion ist der Brandschutz gewährleistet. Grundsätzlich wird die Gebäudetechnik sparsam und gezielt eingesetzt. Die Büroarbeitsräume für 270 Mitarbeiter haben eine Be- und Entlüftung. Aber „aus psychologischen Gründen“ können die Büroarbeiter auch ein Fenster öffnen. Der Primärenergieverbrauch liegt unter 30 Kilowatt pro Quadratmeter im Jahr, der Heizwärmebedarf bei 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr.  

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Die Expertendelegation aus Miesbach, bei ihrer Exkursionsreise in Sachen „Baustoff Holz“

-lra- Bilder: lra

 

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Eine Rettung in der sogenannten „Todeszone“ ist möglich

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Die Altlandrat Norbert Kerkel Stiftung präsentierte kürzlich im Miesbacher Gasthof Bräuwirt eine Multivisions-Show über die dramatische Besteigung des sechsthöchsten Berges der Erde. Dem Schaftlacher Bergsteiger Eckhard Schmitt glückte die Besteigung des 8201m hohen CHO OYU mit zahlreichen Beschwerlichkeiten. Richtig dramatisch wurde es aber erst, als zweimal Bergsteiger in lebensbedrohliche Bergnot geraten waren. Die Rettung in 8000 Metern Höhe, der sogenannten „Todeszone“, war unter lebensbedrohlichen Strapazen dennoch möglich!

-ks- Bild: es

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Kein Verbot von Kutschfahrten

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Im Landkreis Miesbach wird es kein Verbot von Pferdekutschenfahrten geben. Eine Organisation für Tierrechte hatte Landrat Wolfgang Rzehak um die Prüfung eines solchen Verbotes gebeten. Anlass war der Auffahr-Unfall zwischen einer Kutsche und einem Auto am Maifeiertag. Sechs Menschen wurden dabei in Fischbachau verletzt, manche schwer. Tiere kamen nicht zu Schaden, die Pferde galoppierten nach dem Unfall am Montag davon und wurden später in Elbach wieder eingefangen. „Ich hoffe, dass es den Verletzten bald wieder besser geht“, meinte Landrat Wolfgang Rzehak. Bei dem Unfall auf der Leitzachtalstraße in Richtung des Elbacher Maibaumfestes wurden alle sechs Insassen aus der Kutsche geschleudert. Ein Fahrgast wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. „Es ist schlimm, dass dieser Unfall passiert ist“, sagte der Landrat, „aber die Ursache dafür sind nicht die Pferde oder der Kutscher. Es gehört bei uns im Landkreis Miesbach zum guten Brauch, dass man in seltenen Fällen mit Kutschen auf überörtlichen Straßen fährt oder reitet. Dies ist Tradition und ist auch noch nie ein Unfallschwerpunkt gewesen. Die daran teilnehmenden Pferde werden immer auf das Beste versorgt, oft sind sie der ganze Stolz derBesitzer oder der Bauern. Der Unfall wäre auch mit jedem anderen langsam fahrenden Fahrzeug passiert; etwa einem Bus, einem Traktor, einem Unimog oder vielleicht sogar einem Fahrrad. Für ein Verbot gibt es deshalb gar keine Grundlage!“, so Rzehak. Auch der Fachbereichsleiter Straßenverkehrswesen im Landratsamt Miesbach, Peter Schiffmann, kommt zum gleichen Urteil. „Wir erheben keine Statistiken über Unfälle mit Tieren (außer Wildunfälle), daher ist uns auch keine Unfallhäufung zwischen Kutschen und Autos bekannt. Der Unfall ist zwar bedauerlich, aber nicht alle Unfälle kann man vermeiden. Für ein Verbot von Kutschfahrten gibt es auch keine rechtliche Grundlage“, so Schiffmann. „Der Unfallbericht der Polizei liegt noch nicht vor, erst wenn dies der Fall ist, kann man nach einer Auswertung genauere Angaben machen. Bis jetzt deuten allerdings alle Aussagen darauf hin, dass der Autofahrer den Unfall verschuldet hat.“ Nach Ansicht von Schiffmann ist der Zusammenstoß nicht dadurch entstanden, weil ein unfallbeteiligtes Fahrzeug von Pferden gezogen wurde.  

-lra- Bild: lm

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Nachruf für den ehemaligen Kreisbaumeister Karl Roman Schmid

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Landrat Wolfgang Rzehak würdigte den Verstorbenen: „Karl Roman Schmid, Baudirektor a. D., hat bleibende Spuren im Landkreis Miesbach hinterlassen. Der Landkreis verdankt ihm so viel. Unser ehemaliger Kreisbaumeister war sein gesamtes Berufsleben lang ein ebenso kompetenter wie engagierter Kämpfer für eine lebens- und liebenswerte Heimat. Wir werden immer an ihn denken“, so Landrat Rzehak. Karl Roman Schmid hatte sein Studium der Architektur an der Technischen Universität München absolviert. Hier war er auch Assistent am Lehrstuhl für Entwerfen, Sakralbau und Denkmalpflege bei Professor Wiedemann. Dies waren die besten Voraussetzungen, um am 1. Januar 1971 in Miesbach das Amt des Kreisbaumeisters anzutreten. Leidenschaftlich setzte er sich für „anständiges, sensibles, geschichtsbewusstes und vor allem maßvolles Bauen“ ein. Er kämpfte meist erfolgreich gegen Widerstände von Bauherren, Planern und Gemeinden und erhielt, mehr als einmal, Rückendeckung und Unterstützung vom damaligen, neu gewählten, Landrat Wolfgang Gröbl. Bis zum Antritt von Karl Schmid war die Dachlandschaft im Landkreis braun – „Frankfurter-Betonpfannen-Braun“. Danach färbten sich immer mehr neue Dächer rot. Selbst die in ganz Deutschland bekannte Dachsteine produzierende Firma Braas ließ sich vom beharrlichen Einsatz des Kreisbaumeisters überzeugen. Sie brachte eine Betonpfanne in der Farbe „Miesbach Rot“ erfolgreich auf den Markt. Aus schwarzen, meist überdimensionierten, einscheibigen Löchern wurden im Lauf der Zeit gegliederte Fenster, die den Fassaden Gesichter statt Fratzen bescherten. So wurde aus Karl Schmid im Volksmund – von den einen bewundert, von den anderen gehasst – der „Sprossen-Kare“. Viele Hausfrauen stöhnten auf, weil ihnen die kleinen Fensterscheiben angeblich zu viel Zeit zum Putzen abverlangten. Bereits im Jahr 1974 warnte Karl Schmid in einem Beitrag vor der Gefahr durch „gesichts- und geschichtsloses, krebsartiges Wachstum unsere Kultur- und Erholungslandschaft zu zerstören“. Eine Warnung, die heute, 43 Jahre später, aktueller ist denn je. 29 Jahre lang war Karl Schmid Kreisbaumeister und hat durch seinen Einsatz wesentlichen Anteil daran, dass der Landkreis Miesbach mit Recht zu den schönsten Regionen Bayerns gehört. In all den Jahren war Karl Schmid auch zuständig für die rund 1.200 Baudenkmäler im Landkreis Miesbach. Nach seiner Pensionierung ernannte ihn der Kreistag zum Kreisheimatpfleger. In dieser Funktion war er weitere zehn Jahre ein stets mit hoher Fachkenntnis und reich an Erfahrung ausgestattetes Mitglied der „Denkmal-Troika“ aus Kreisheimatpfleger, Kreisbaumeister und Landesamt für Denkmalpflege. „Altes achten und bewahren, Neues sensibel und mit Rücksicht auf die Umgebung bauen“ – das war sein Credo. Der bereits mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte Karl Roman Schmid erhielt 2012 die für sein Lebenswerk. „Der Landkreis verliert mit Karl Schmid einen Mann, der sich durch sein jahrelanges Engagement sehr große Verdienste erworben hat“, so Wolfgang Rzehak. 

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Längere Öffnungszeiten

bei der KFZ-Zulassungsstelle und der Fahrerlaubnisbehörde

Der Fachbereich Straßenverkehrswesen im Landratsamt Miesbach bietet nun längere Öffnungszeiten an. Die Zulassung von Fahrzeugen und Termine bei der Fahrerlaubnisbehörde können jetzt auch am Montag und Dienstag Nachmittag erledigt werden. Die erweiterten Öffnungszeiten sind seit Dienstag, 2. Mai 2017, in Kraft. „Ich freue mich, dass wir durch diese Öffnung an zwei weiteren Nachmittagen und durch die größere Streuung den Wünschen der Bürgerinnen und Bürgern entgegen kommen können“, erläutert Fachbereichsleiter Peter Schiffmann, „der Servicegedanke des Landratsamtes wird dadurch weiter gestärkt“. Die bislang unterschiedlichen Öffnungszeiten der Schalterbereiche des Fachbereichs werden dadurch angepasst und erweitert. Feste Termine mit der Behörde können Bürgerinnen und Bürger auch online buchen. Die durchschnittliche Wartezeit in dem Bereich beträgt momentan nur sechs Minuten und wird sich durch die Erweiterung vermutlich noch weiter reduzieren. . Die neuen Öffnungszeiten im Überblick: . Montag: 07.30 Uhr bis 12.30 Uhr* sowie 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr * Dienstag: 07.30 Uhr bis 12.30 Uhr* sowie 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr * Mittwoch: 07.30 Uhr bis 12.30 Uhr* Donnerstag: 07.30 Uhr bis 12.30 Uhr* sowie 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr * Freitag: 07.30 Uhr bis 11.30 Uhr* * jeweils Annahmeschluss      

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In Zukunft ohne Fahrer

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Landrat Wolfgang Rzehak informierte sich unlängst über die Zukunft des Straßenverkehrs und die Fahrzeugentwicklung: Anlässlich eines Symposiums der Allianz Versicherung im Seehotel Überfahrt, in Rottach-Egern, testete er einen Wagen ohne Fahrer. Momentan muss für das sogenannte ‚autonome Fahren‘ noch der Weg programmiert werden – allerdings zeichnet sich die weitere Entwicklung schon deutlich ab. Den Kontakt hergestellt hatte Alexander Schmid von der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG). „Wir entwickeln und diskutieren regelmäßig neue Ideen und Konzepte in unserer Zukunftswerkstatt Mobilität“, erläuterte Schmid, „der Themenkomplex wäre ohne autonomes Fahren unvollständig. Was wir jetzt sehen – und das was in Zukunft noch kommt – hat enorme Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr und auf seine Angebote“. Landrat Wolfgang Rzehak war beeindruckt von den technischen Möglichkeiten, die es jetzt schon gibt: „Wenn wir die Verkehrsprobleme der Zukunft lösen wollen – und das müssen wir – dann müssen wir auch offen sein für ganz grundlegend neue Gedanken und Lösungen“, so der Landrat. Das Probefahrzeug war ein Bus des französischen Herstellers Ligier. Es fährt vollelektrisch rund 20 Stundenkilometer schnell, eine Geschwindigkeit, bis zu der sich die Fahrgäste nicht anschnallen müssen. Theoretisch könnte der Bus bis zu 40 Stundenkilometer fahren. Einen mutigen Funktionstest des Wagens demonstrierte Rolf Behling, der Leiter vom „Global Automotive Innovation Center“ der Allianz. Er stellte sich mit dem Rücken zum Fahrzeug in die Fahrtrichtung des Wagens ohne Fahrer – das Fahrzeug stoppte verlässlich, lasergesteuert anderthalb Meter vor dem ‚Hindernis‘ ab. „Das ist kein so großes Risiko“, meinte Behling lachend, „bei Projekten, die wir seit Ende 2015 betreuen, hat es noch nie einen Schaden gegeben.“ Die Allianz hat mit der Sache zu tun, da die Versicherung bestimmen muss, wie die Versicherungen der Zukunft zu regeln sind. Das Unternehmen führt auch eigene Crashtests durch. Bisher sind beim ‚autonomen Fahren‘ der Fahrer und das Auto versichert. Der eingesetzte Wagen fährt bereits in verschiedenen Staaten, etwa auf Messegeländen – so in den USA, den Niederlanden, Norwegen, Frankreich oder Singapur. Die Experten schätzen: In zehn Jahren wird wohl keine Auto mehr einen Fahrer benötigen. Es wird nach sechs verschiedenen Stufen entschieden, den sogenannten „Levels of Automation“. „Level 3“ bedeutet „Hands off“, „Level 4“ bedeutet „Eyes off“, „Level 6“ bedeutet „Brain off“. Bei “Level 3” darf der Fahrer also die Hände vom Lenkrad nehmen, muss aber bei einem Signal des Fahrzeugs wieder eingreifen können. „Level 6“ heißt dementsprechend: Der Fahrer muss sich gar keine Gedanken mehr machen. Nach Erkenntnissen des Herstellers BMW sollen wohl bis zum Jahr 2021 alle Flottenfahrzeuge „Level 4“ sein. Für den normalen Fahrer im Straßenverkehr soll das bis zum Jahr 2026 gelten. Mit dem autonomen Fahren sind auch für den Landkreis Miesbach große Erwartungen verbunden: Es könnte bald zu weniger Unfällen und zu effizienterem Fahren kommen. Oder sind die Erwartungen zu hoch? „Brain off gibt es doch heute schon im Straßenverkehr viel zu oft“, kalauerte einer der Teilnehmer.

-lra- Bild: lra/bn

 

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Hegeschau

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Die Kreisgruppe Miesbach des Landesjagdverbandes Bayern hatte zur Pflicht-Hegeschau eingeladen. Trophäen, u.a. von Rotwild, Gamswild und Rehwild, wurden dabei in der Oberlandhalle in Miesbach ausgestellt. Die Revierinhaber im Landkreis Miesbach zeigten die Trophäen des vergangenen Jagdjahres. Der offizielle Teil der Hegeschau begannt mit der Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden der BJV-Kreisgruppe Miesbach, Martin Weinzierl. Nach den Grußworten des Landrats Wolfgang Rzehak und der Ersten Bürgermeisterin der Stadt Miesbach, Ingrid Pongratz, wurden die Abschussergebnisse des abgelaufenen Jagdjahres bekanntgegeben. Die aktuelle Situation des Waldes im Landkreis Miesbach erläuterte der Bereichsleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen, Stefan Kramer. Ferner sprach Armin Deutz aus der Steiermark, welcher unter Jägern durch zahlreiche Bücher und Fachartikel in Jagdzeitschriften sehr bekannt ist, zum Thema „Schalenwildbejagung im Bergwald und ihre Folgen“. Den musikalischen Teil der Veranstaltung übernahmen die Jagdhornbläser der Kreisgruppe Miesbach. 

-lra- Bild: lm .

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Große Gefahr durch den -Toten Winkel-

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Der „Tote Winkel“ eines LKW wird vor allem Kindern zu Fuß und auf dem Fahrrad zum Verhängnis und es kommt immer wieder zu schweren Unfällen. Um Schülern die Gefahren des „Toten Winkels“ bewusst zu machen, vermittelte die Kreisverkehrswacht Miesbach auch im Schuljahr 2016/17 insgesamt rund 1000 Schülern in 50  dritten Klassen des Landkreises praktische Übungseinheiten. Die Fahrschule „Brummifit“ wurde beauftragt und kam mit einem schweren LKW, seit Anfang März, an alle Schulen des Landkreises. Ein Fahrlehrer demonstrierte den „Toten Winkel“ und seine damit verbundenen Gefahren. Unter anderem nahmen Schüler auf dem Fahrersitz Platz und konnten sich davon überzeugen, dass ihre Mitschüler in einem bestimmten Bereich des Fahrzeugs für den Fahrzeuglenker trotz Fahrzeugspiegel  nicht zu sehen sind. Dieser sogenannte „Tote Winkel“ wurde dann mittels einer eigens durch die Fahrschule „Brummifit“ angefertigte Folie visualisiert. Nach Abschluss dieser Unterrichtseinheit erhielt jeder Schüler eine Teilnahmeurkunde. Unterstützer dieser Aktion sind in erster Linie  die Kreissparkasse Miesbach, der Landkreis Miesbach und die 17 Gemeinden des Landkreises. Ohne diese großzügigen Spenden könnte die Kreisverkehrswacht Miesbach diese Aktion nicht durchführen. Zum Abschluss dieser Aktion stellten sich die Verantwortlichen gemeinsam mit Kindern der 3. Klasse der Grundschule Kreuth zu einem Foto auf: Gabi Moller (Klassleiterin der 3. Klasse), Robert Ruttkowski (PI Bad Wiessee), Gerhard Brandl (Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Miesbach), Josef Heid (Fahrschule Brummifit), Ursula Weiss-Brummer (Schulrätin), Katrin Brück (Schulleiterin GS u. MS Rottach), Michael Hödel (Fahrlehrer Fahrschule Brummifit).

-kvwm- Bild: kvwm .

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Schülerlotsen – Kreisentscheid

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Wettbewerbe für Schülerlotsten werden von den Verkehrswachten seit Jahrzenten, bayern- und auch deutschlandweit, durchgeführt. Hintergrund ist zum einen, die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler auf diese wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit zu lenken, zum anderen aber auch, dass die Schülerlotsen angespornt und für ihre wichtige Tätigkeit belohnt werden sollen. Die Kreisverkehrswacht Miesbach hatte nach der erfolgreichen Durchführung des Bezirksentscheides im Jahr 2016 beschlossen, diese Tradition aufzunehmen und lud daher heuer zum Kreisentscheid der Schülerlotsen im Landkreis Miesbach ein. Teilgenommen haben insgesamt zwölf Schülerlotsen, von den Gymnasien in Miesbach und Tegernsee sowie den Realschulen Miesbach und Holzkirchen. Begonnen hat der Kreisentscheid mit der Registrierung der Teilnehmer und endete mit der Siegerehrung und einem gemeinsamen Mittagessen. Der Kreisentscheid beinhaltete einen theoretischen Test, mit Fragen zur Tätigkeit als Schülerlotse und dem Thema Straßenverkehr sowie Allgemeinwissen. Darüber hinaus wurden praktische Übungen durchgeführt, d.h. die Teilnehmer sollten verschiedene Fahrzeugarten (z.B. PKW, LKW, Motorrad) von der Entfernung und Geschwindigkeit richtig einschätzen. Ferner wurde anhand eines vom Kreisbauhof bereit gestellten LKW die Problematik des „Toten Winkels“ verdeutlicht. Die Siegerehrung leiteten Peter Schiffmann (Geschäftsführer Kreisverkehrswacht) und Gerhard Brandl (1. Vorsitzender Kreisverkehrswacht) gemeinsam mit Peter Huber, Schulrat Schulamt Miesbach sowie Katharina Schreiber, Leiterin der Polizeiinspektion Miesbach, die den Schülerlotsen auch seitens der Polizei großen Dank und Anerkennung für ihr Engagement aussprach. Es wurde betont, dass es bayernweit seit Bestehen der Schülerlotsen bislang an keinem -durch Schülerlotsen- gesicherten Übergang, einen tödlichen Schulwegunfall gegeben hat, was für den Erfolg und Wert dieser Tätigkeit spricht. Für die Teilnahme erhielt jeder Schüler von der Kreisverkehrswacht eine Urkunde, die drei Erstplatzierten Geldpreise in Höhe von 50, 30 und 20 € und die weiteren Platzierten bekamen kleine Sachpreise. Die besten zwei Schülerlotsen des Landkreises dürfen am Bezirksentscheid Oberbayern teilnehmen, welcher heuer am 14. Juli 2017 bei der Kreisverkehrswacht Erding stattfinden soll.

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Gewinner des Kreisentscheids Miesbach waren: Patricia Schober vor Simon Stoib und Robin Peetz, allesamt von der Oberland-Realschule Holzkirchen. Den Schülerlotsen gratulierten (v. l. hintere Reihe): Robert Ruttkowski (PI Bad Wiessee), Wibke Reinwarth (PI Holzkirchen), Peter Huber (Schulrat Schulamt Miesbach), Peter Schiffmann (Geschäftsführer Kreisverkehrswacht), Gerhard Brandl (1. Vorsitzender Kreisverkehrswacht), Barbara Nüßlein (PI Miesbach) und Katharina Schreiber (Leiterin PI Miesbach). Der Dank der Kreisverkehrswacht Miesbach geht an die Verkehrserzieher der Polizeiinspektionen sowie auch an die Schulleitungen, welche ihren als Schülerlotsen tätigen Schülern die Gelegenheit gaben, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Kreisverkehrswacht Miesbach e.V. möchte im Übrigen den Kreisentscheid auch nutzen, weitere Schülerinnen und Schüler dazu aufzurufen, sich als Schülerlotsen zu engagieren und sich diesbezüglich an die jeweilige Schulleitung oder die Verkehrserzieher der Polizeiinspektionen im Landkreis zu wenden. 

-kvwm- Bild: kvwm

 

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Mit Mitmenschlichkeit engagieren

und zeitnah für den Nächsten einsetzen:

Altlandrat Norbert Kerkel Stiftung fördert unter der Schirmherrschaft

von I.K.H. Herzogin Helene in Bayern

die telefonische Demenz-Beratung im Landkreis Miesbach

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Im Gedenken an Norbert Kerkel, Bürgermeister der Gemeinde Waakirchen -von 1984 bis 1987- und Landrat des Landkreises Miesbach -von 1987 bis 2008- , wurde die Norbert Kerkel Stiftung gegründet. Die Mitmenschlichkeit und das soziale Engagement von Norbert Kerkel sollen in der Arbeit der Stiftung fortgesetzt werden. Mit Hilfe von zahlreichen Unterstützern ist es dem Sozialen Verein  ́Altlandrat Norbert Kerkel für den Landkreis Miesbach e.V. ́ 2014 gelungen, die Norbert Kerkel Stiftung ins Leben zu rufen. Die Stiftung unterstützt u.a. soziale Projekte im gesamten Landkreis Miesbach. Verwirklicht werden soll dies u.a. durch die Förderung des gemeinnützigen Freundeskreises Krankenhaus Agatharied, Förderung der Bergwachtbereitschaften im Landkreis Miesbach, Förderung der Lebenshilfe sowie durch die Unterstützung von Einzelpersonen, die unverschuldet in Not geraten sind und von staatlicher Seite keine Hilfe erhalten. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Ralf Huss, aktiv in der Zell- und Krebsforschung, lernte Norbert Kerkel privat kennen. Der einzigartige Umgang mit der Krankheit – die interessierte und intensive Mitarbeit von Norbert Kerkel und die mentale Stärke trotz des von der Krankheit geschwächten Körpers beeindruckten Prof. Huss. So trat er Ende 2008 an die Familie Kerkel heran, um etwas zu schaffen, das  ́ Sein ́ von Norbert Kerkel für die Nachwelt zu erhalten. 2009 wurden Autoren für ein Buch gesucht, die von interessanten Geschichten um Norbert Kerkel berichten konnten. Anfang 2010 war es soweit, das Buch ging in Druck. 100 Prozent vom Erlös gingen an den im Jahre 2010 gegründeten sozialen Verein. Im Buch sind wunderschöne, meist humorvolle, aber auch traurige Episoden, zur echten Zeitgeschichte geworden. Der Verein hat es 2013 -mit Unterstützung der Aktion  ́Leser helfen Lesern ́- geschafft, das Stiftungskapital zu erwirtschaften. Somit wurde eine dauerhafte Institution geschaffen. Die Stiftungsurkunde wurde am 17. Januar 2014 unterzeichnet. Mit einer Mitgliedschaft im Verein wird die Stiftung durch viele Schultern gestärkt. Viele Augen sehen – und viele Ohren hören auch mehr. Gerade die, die Hilfe benötigen, wissen oft nicht, wohin sie sich wenden sollen oder trauen sich nicht oder schämen sich sogar. Da sind Mitmenschen gefragt, die sich engagiert und zeitnah für den Nächsten einsetzten, und zwar ohne lange Fragen zu stellen! Kürzlich wurde nun -gefördert durch die Altlandrat Norbert Kerkel Stiftung und unter der Schirmherrschaft von I.K.H. Herzogin Helene in Bayern und der Partnerschaft mit dem Bayerischen Roten Kreuz sowie Caritas und Diakonie- eine telefonische Demenz-Beratung im Landkreis Miesbach ins Leben gerufen. Bei einer Informationsveranstaltung, welche im Krankenhaus Agatharied erfolgte und bei der u.a. der Vorsitzende der Altlandrat Norbert Kerkel Stiftung -Ralf Huss-, der Geschäftsführer des Krankenhauses Agatharied -Michael Kelbel- , die Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie -Monika Singer-, der Neurologie-Chefarzt -Stefan Lorenzl-, die Leiterin des Patientenservices -Astrid Achterberg-, Aufsichtsratmitglied -Klaus Fresenius-, die Schirmherrin I.K.H. Herzogin Helene in Bayern, Landrat Wolfgang Rzehak sowie Simone und Norbert Kerkel, zugegen waren, wurde ausführlichst zum Thema  ́Demenz ́ referiert: Dabei kam unter anderem zur Sprache, dass der Begriff  ́Demenz ́ eine Vielfalt von Störungen des Gehirns, bei der am Anfang eine zunehmende Gedächtnisstörung mit Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit beschreibt. Später folgen dann ein Verlust der Orientierungsfähigkeit, mit dem Abbau kognitiver (Denken, Rechnen, Sprechen usw.), sozialer und emotionaler Fähigkeiten. „Meist sind es ja nicht die Patienten selbst, sondern deren Angehörige, die zuerst solche Veränderungen bemerken. Hier gilt es frühzeitig zu handeln und Rat zu suchen, ansonsten könne die gesamte Familie eines Betroffenen sehr leiden und sprichwörtlich kaputt gehen, so Ralf Huss. Vor der Diagnose  ́Demenz ́ haben viele Menschen Angst. Erste Anzeichen einer Erkrankung werden gerne verdrängt. Dabei gilt jedoch: Eine frühe Behandlung hilft, den Krankheitsverlauf – je nach Ursache – ganz zu stoppen oder zumindest hinauszuzögern. Auch wenn die Alzheimer-Demenz am bekanntesten ist, so gibt es zahlreiche andere ähnliche Krankheitsformen, die gut diagnostizierbar und teilweise auch behandelbar sind. Wie für alle Krankheiten gilt auch bei der Demenz, je früher eine Diagnose gestellt wird, umso besser! Dies gilt sowohl für den Patienten, also auch für deren Angehörige. Der Besuch beim Facharzt ist bei dem Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung zwingend notwendig und für die richtige Diagnose unbedingt erforderlich. Aber nicht nur die Patienten, sondern auch die Angehörigen haben dringende Fragen und benötigen häufig Unterstützung, denn die meisten Demenz-Patienten benötigen eine umfassende Pflege, entweder daheim im gewohnten Umfeld oder in entsprechenden Einrichtungen. Die Telefonberatung bietet Angehörigen und Betroffenen Informationen über die Krankheit und macht Mut, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen und die vielfältigen Unterstützungsangebote im Landkreis Miesbach anzunehmen. Die telefonische Demenz-Beratung erfolgt jeweils mittwochs in der Zeit von 13 – 15 Uhr unter Telefon: 08026 – 393 31 11  

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Bei der Informationsveranstaltung im Krankenhaus Agatharied waren u.a. v.l.n.r.

Simone und Norbert Kerkel sowie I.K.H. Herzogin Helene in Bayern zugegen

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Kommunalpolitischer Frühjahrsempfang .

der Freien Wählergemeinschaft im Landkreis Miesbach

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Zu einem kommunalpolitischen Frühjahrsempfang, hatte die Freie Wählergemeinschaft im Landkreis Miesbach im März eingeladen, welcher im Darchinger Hof in Mitterdarching erfolgte. Im Anschluss an die offizielle Begrüßung, durch den FWG-Kreisvorsitzenden Norbert Kerkel und ein Grußwort des oberbayerischen FW-Landtagsabgeordneten Florian Streibl, referierte der Direktor des Bayerischen Gemeindetags, Dr. Franz Dirnberger, zum Thema „Bauen in sensiblen Bereichen“. Diesbezügliches Resümee: „Eine Muster-Gestaltungsvorschrift gibt es nicht!“ 

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Mit von der Partie v.l.n.r. :

Dr. Franz Dirnberger -Referent zum Thema „Bauen in sensiblen Bereichen“- , Wolfgang Rzehak (Landrat des Landkreises Miesbach),

Norbert Kerkel (FWG-Kreisvorsitzender) und Florian Streibl (oberbayerischer FWG-Landtagsabgeordneter)

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Waffenkontrollen

im Landkreis Miesbach

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Das Landratsamt Miesbach hat weitere Waffenkontrollen durchgeführt. Auf Anordnung des Bayerischen Innenministeriums sollen Waffenbesitzer kontrolliert werden, bei denen ein begründeter Verdacht besteht, dass sie der sogenannten Reichsbürgerszene nahestehen könnten. Die Kontrollen können dazu dienen, diesen Verdacht entweder zu bestätigen oder aber zu entkräften. Bei einem kontrollierten Waffenbesitzer in Otterfing waren alle Waffen ordnungsgemäß verwahrt. Ein Waffenbesitzer in Rottach-Egern wurde von den Mitarbeitern des Landratsamtes und der Polizei nicht angetroffen. Hier wird die Kontrolle wiederholt werden. Der Vorfall hatte für großes Entsetzen nicht nur im Freistaat Bayern gesorgt: Im Oktober 2016 tötet ein sogenannter Reichsbürger im mittel-fränkischen Georgensgmünd einen 32-jährigen Polizeihauptmeister durch mehrere Schüsse, ein anderer Beamte des Spezialeinsatzkommandos wurde schwer verletzt. Der ermordete Familienvater unterstützte Mitarbeiter des dortigen Landratsamtes Roth bei einer Waffenkontrolle. „Spätestens seit diesem Vorfall musste Jedem klar sein: Die Reichsbürgerbewegung stellt eine ernsthafte Gefahr für den Rechtsstaat dar, auch für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis. Daher bin ich sehr froh, dass meine Mitarbeiter zusammen mit unserer Polizei hier für Sicherheit sorgen“, erklärte Landrat Wolfgang Rzehak, „diese Kontrollen werden von mir als Landrat in vollem Umfang unterstützt. Schusswaffen gehören nur in die Hände von Personen, die in besonderem Maße zuverlässig sind“, so Wolfgang Rzehak. Das Bayerische Innenministerium hatte nach dem Mord in Georgensgmünd angekündigt „die Reichsbürgerszene in Bayern aufzudecken und mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu bekämpfen“. Mitte Februar 2017 hatte das Innenministerium demnach rund 1.700 Personen in Bayern eindeutig als Reichsbürger identifiziert. Die bayerische Polizei prüfe zusammen mit anderen Behörden weitere 1.600 Verdachtsfälle. Rund 100 Verdächtigte im Landkreis Miesbach Nach Erkenntnissen des Landratsamtes Miesbach leben im Landkreis Miesbach rund 100 Personen, die zu der Reichbürgerbewegung zählen könnten. Elf Personen aus diesem Kreis verfügen als Jäger oder Sportschützen über Waffenerlaubnisse oder über Erlaubnisse nach dem Sengstoffrecht. Die Waffenbehörden sollen auf Anordnung des Innenministeriums „alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um bestehende Waffenerlaubnisse von  ́Reichsbürgern ́ zu widerrufen und Neuanträge abzulehnen.“ Um zu bestimmen, welche Bürgerinnen und Bürger zur Reichsbürgerszene gehören, kombiniert das Landratsamt eigene Erkenntnisse mit Informationen von anderen Behörden. Als sicherer Hinweis gilt es, wenn der Bürger vom Amt schriftlich eine Bestätigung seiner „Reichsangehörigkeit“ verlangt. Dazu stellen diese Bürger einen Antrag nach dem „Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz“ (RuStAG) vom 22. Juli 1913. Formulare existieren dazu heute natürlich von offizieller Seite nicht mehr, vielmehr werden diese im Internet verbreitet oder existierende Formulare werden abgeändert. Es gibt auch heute noch legitime Fälle, in denen man sich von amtlicher Seite seine Staatsangehörigkeit bestätigen lassen muss, zum Beispiel vor Adoptionen. Jedoch gelten hierbei die Regeln und die Formulare des geltenden Staatsangehörigkeitsrechts nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG). Das Gesetz wurde bereits am 1. Januar 2000 umbenannt. Das Landratsamt Miesbach meldet seine Erkenntnisse an das zuständige Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Die Polizeipräsidien haben zentrale Informationssammelstellen eingerichtet. Die Präsidien geben die gebündelten Informationen dann an das Bayerische Landeskriminalamt und an das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz weiter. Die Präsidien entscheiden dann auch je nach Falllage, welche Einsatzmittel eingesetzt werden sollen, falls es zu Kontrollen in den Landkreisen kommt. Im Landkreis Miesbach wurden bisher neun Kontrollen in diesem Rahmen durchgeführt. Acht Kontrollen waren erfolgreich. Dabei wurden die fraglichen Waffenbesitzer kontrolliert. Zwei der Waffenbesitzer haben Waffen freiwillig abgegeben, in zwei Fällen hat das Amt Waffen sichergestellt. Diese Waffen hatten entweder einen unzulässigen Ladezustand oder waren unzulässig aufbewahrt. Bei dem Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Täter ungehinderten Zugriff auf die Sportwaffen seines Vaters. Bei der Tat erschoss der Amokläufer 15 Menschen und dann sich selbst, 13 Personen wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Der Täter gab mehr als 110 Schüsse ab. Danach wurde das Waffenrecht im gleichen Jahr verschärft: Waffenbesitzer müssen nun die korrekte Verwahrung ihrer Waffen in einem geeigneten, zertifizierten Waffenschrank nachweisen. Die Waffen werden mit einer Kontrollnummer auf der Waffenbesitzkarte vermerkt und in einem Bundeszentralregister erfasst. Die Waffenbehörde im Landratsamt Miesbach – der Fachbereich 24 Öffentliche Sicherheit – ist vom Innenministerium verbindlich angewiesen, regelmäßig Waffenkontrollen durchzuführen. Jeder Waffenbesitzer muss mit unangemeldeten Kontrollen rechnen und diese auch ermöglichen. Gerüchte über Kontrollen – Rückendeckung der Regierung Die bisher durchgeführten Kontrollen waren auch Anlass zur Beschwerde von zwei der kontrollierten Personen, die hierzu auch die Öffentlichkeit über die Medien suchten. Einer der Beschwerdeführer legte beim Bayerischen Innenministerium Beschwerde gegen die vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann initiierten Kontrollen ein. Sowohl die Regierung von Oberbayern, als auch das Innenministerium, haben mittlerweile die Vorwürfe überprüft und als haltlos zurückgewiesen. Die Regierung von Oberbayern schreibt dazu: „Aus unserer Sicht war das Vorgehen des Landratsamtes rechtmäßig und ist vor dem Hintergrund der vorliegenden Erkenntnisse nicht zu beanstanden.“  „Die Art und Weise der Durchführung“ der Kontrollen „erfolgte ordnungsgemäß“.  „Ein Fehlverhalten der Mitarbeiter des Landratsamtes ist nicht zu erkennen.“ Auch vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Abfrage bzgl. der Waffenkontrollen wäre eine weitere Senkung der Anzahl der Kontrollen nicht wünschenswert.“ Das Innenministerium kommentiert: „Auch aus unserer Sicht lässt sich kein Fehlverhalten der Behörde“ – also des Landratsamtes Miesbach – „erkennen. Wegen der Einheitlichkeit des Verwaltungsvollzugs halten auch wir weitere Aufbewahrungskontrollen für erforderlich“. Starke Rückendeckung kommt auch vom Innenminister persönlich. Joachim Herrmann verlangt Aufklärung über Größe, Vernetzung und ideologische Ausrichtung der Gruppe. „Wir wollen möglichst genau wissen, mit wem wir es zu tun haben und welche Gefahren von diesen Personen ausgehen können“, so der Innenminister. 

-lra-

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„Aktion volle Hütte“ herrschte bei der Buchpräsentation

Der Tegernsee-Reiseführer Genuss, Geschichte und Geschichten

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Ein neuer Reiseführer mit allen Infos für einen rundum gelungenen Besuch im Tegernseer Tal wurde im Bootshaus beim Seehotel Malerwinkel in Rottach-Egern präsentiert. Der Reiseführer bringt die Menschen nahe, die hier leben. In „Auf a Wort“ lernt man die kennen, die hier im Tegernseer Tal daheim sind. Ihnen wird man bei einem Besuch am See bestimmt begegnen. Mit „Sieben Souvenirs fürs Herz“ verraten prominente und weniger prominente Einheimische kostbare Momente, die man im Tal erleben kann. Es werden die Themen Genuss, Kunst, Kultur und Reiseinformation benutzerfreundlich, authentisch und mit „vui G’fui“, also mit viel Liebe zum Tal, präsentiert. Einfache Wanderungen und Genusstouren geben Anregungen für individuelle Auszeiten und außergewöhnliche Eindrücke. Ein Reiseführer im ganz klassischen Format, mit leuchtenden Farben; aber ohne lautes Geschrei präsentiert sich der Band zudem als stilvoller Reisebegleiter.

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Einer breiten Öffentlichkeit wurde der „Der Tegernsee-Reiseführer“ auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin präsentiert. Als Autorin und Reisejournalistin fand es Sonja Still an der Zeit, einen aktuellen Reiseführer für das Tegernseer Tal anzubieten. Immerhin sind klassische Reiseführer nach Katalogen aus Reisebüros und Websites der Reisedestination die wichtigste Informationsquelle von Urlaubern; sie liegen als Informationsquelle sogar gleichauf mit Online-Portalen. Fürs Tegernseer Tal legte Max C. von KrempIhuber 1854 einen solchen Reiseführer vor, seitdem gibt es eine Vielzahl von Alm- , Wander- oder Hüttenführern, keiner aber widmete sich der reichhaltigen Geschichte, dem Genuss und der Kultur im Tegernseer Tal. Dabei ist genau dies der einzigartige Wert als Tourismus-Destination in Bayern. Sporteln und Wandern lässt sich hier freilich gut, aber Kultur und Geschichte, Genuss und Gesundheitsangebote, noch dazu so nah an der Metropolregion München – das bietet in Bayern wohl nur das Tegernseer Tal. Dieses Reiseziel zu erkunden, sich damit vertraut zu machen und mit seinen Menschen ins Gespräch zu kommen, bietet der neu vorgelegte Reiseführer zum Tegernseer Tal. Und: als zertifizierte Tegernseer Heimatführerin bringt Sonja Still allen interessierten Gästen auch gerne persönlich das Tegernseer Tal nahe. „Weit ist der Himmel über dem Tegernseer Tal, weil hier die Alpen gerade erst beginnen. Und weit sind die Herzen der Menschen, die jeden Gast herzlich begrüßen und Neuem gegenüber aufgeschlossen sind, gleichzeitig ihre Traditionen bewahren oder vergessene zu frischem Leben erwecken. Es ist eine Genussregion, ein Ort mit reichem kulturellen Erbe, direkt vor den Toren der Metropolregion München. Österreich mit Salzburg und Tirol sind die nächsten Nachbarn. Eine Reise an den Tegernsee kann alles sein: kulinarische Entdeckungsfahrt, sportlicher Actiontrip, ruhige Auszeit in wunderschöner Natur. Eines haben Sie hier immer: Begegnungen mit richtig netten Leuten“, meint Sonja Still. . Der Tegernsee Reiseführer – Genuss, Geschichte und Geschichten Gmund, Tegernsee, Rottach-Egern, Bad Wiessee, Kreuth und Waakirchen Erschienen als StillS Reise-Edition ISBN 978-3-00-055354-7 / Preis 16,80 Euro Im Buchhandel oder www.tegernsee-reisen.de  

-lm- Bilder: lm

 

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Landkreis-Delegation

besuchte Biofach-Messe in Nürnberg

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Die Standortmarketing Gesellschaft (SMG)– zuständig für die Öko-Modellregion Oberland – hatte einen Besuch auf der Fachmesse in Nürnberg organisiert. Der Landkreis Miesbach war vertreten durch Landrat Wolfgang Miesbach, Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, die Bürgermeister Klaus Thurnhuber, Georg Kittenrainer, Jens Zangenfeind und verschiedene Experten. Auf der Tagesordnung stand auch ein intensives Treffen mit dem Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Der CSU-Politiker sieht in einer ökologischen, nachhaltigen Landwirtschaft noch großes Wachstumspotential und fördert diese. Landrat Wolfgang Rzehak zog eine sehr positive Bilanz des Treffens mit dem Landwirtschaftsminister: „Helmut Brunner ist aus meiner Sicht der erste Landwirtschaftsminister in Bayern, der es wirklich ernst meint mit einer ökologischen nachhaltigen Landwirtschaft. Er setzt sich ebenso für den Erhalt der Familienbetriebe ein. Ich bin sehr froh, dass wir hier so viele gemeinsame Positionen haben, denn die Landwirtschaft in unserem Landkreis ist kleinteilig geprägt – im Durchschnitt haben die Höfe weniger als 30 Kühe“, so Landrat Rzehak. Der Anteil der Bio-Bauern im Kreis ist in der Amtszeit von Rzehak weiter gestiegen, von 26 auf 30 Prozent. Auch hier gibt es große Übereinstimmung mit dem Landes-Landwirtschaftsminister, dieser möchte den Anteil noch weiter ausbauen. Außerdem macht sich der Minister – wie der Landrat – für erzeugernah hergestellte Produkte und für regionale Kreisläufe stark. Brunner hat dazu das Siegel „Bio-Bayern“ geschaffen. Es geht weiter als viele ähnliche Auszeichnungen. „Statt Bio-Siegel an Produzenten aus dem Ausland zu vergeben, wo wir die Herkunft kaum prüfen können“, so der Minister, „konzentrieren wir uns auf Premium-Produkte und fördern den Bio-Anbau in der Region“. Damit werde auch die Wertschöpfung in der bayerischen Landwirtschaft behalten. Markt für Bio-Lebensmittel wächst stark Der Markt für umwelt-freundlich hergestellte Lebensmittel ist auch im Jahr 2016 wieder stark gewachsen, der Zuwachs lag bei zehn Prozent. Bei den Anbietern haben am meisten die Vollsortimentierer profitiert. Die private Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt weiter stark an, sie machen bereits fünf Prozent des Gesamtmarktes aus. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Bio-Lebensmittel im Jahr 2016 lagen bei circa 117 Euro, davon wurden 35 Euro im Naturkostfachmarkthandel ausgegeben. Die Delegation aus Miesbach informierte sich auch über mit der Öko-Modellregion vergleichbare Angebote und kompatible Produkte. Auf besonders großes Interesse stieß der Steinwald-Burger: Hier werden auf landwirtschaftlichen Fläche, die sonst vermutlich aufgelassen würden, Rinder aus alten Rassen mit geringerem Fleischertrag gehalten. Diese werden dann zu relativ guten Preisen von einem Unternehmen abgenommen, die sie zu hochwertigen Burgern verarbeitet. Ein Direktvertrieb sorgt dafür, dass die Kosten im Rahmen bleiben. 

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Die Delegationsteilnehmer v.l.n.r.: Bürgermeister Georg Kittenrainer, Bürgermeister Jens Zangenfeind,

SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid, Bürgermeister Klaus Thurnhuber, Kreisrat Michael Pelzer,

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Landrat Wolfgang Rzehak und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner

-lra- Bild: lra

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Kompostieranlage Hausham hat geöffnet

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Die Kompostieranlage in Hausham, am Brenten, ist wieder geöffnet. Betriebszeiten sind von Montag bis Freitag, 8.00 bis 16.30 Uhr. An der Kompostieranlage gibt es Qualitätskompost des Landkreises als lose Ware zu kaufen. Er ist ein preiswertes organisches Düngemittel für den Hausgarten. Seit mehr als 20 Jahren trägt der Kompost des VIVO Kommunalunternehmens aus der Anlage Hausham das RAL-Gütezeichen Kompost. Es wird nur für Komposte vergeben, die die strengen Kriterien der Gemeinschaft erfüllen. Mehrmals jährlich werden hierzu Kompostproben von geprüften Laboren auf physiologische, chemikalische und biologische Parameter sowie auf Schadstoffgehalte und Fremdstoffe geprüft. Für den Verbraucher bedeutet dies: Der geprüfte Kompost sorgt für eine harmonische Nährstoffversorgung der Pflanzen, aktiviert das Bodenleben, ist Grundlage für die Humusbildung und bei regelmäßiger Anwendung ein Garant für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Entsorgungsmöglichkeiten an der Kompostieranlage: Privathaushalte können bis zu einem Kubikmeter Grüngut je Woche kostenlos entsorgen. Dies bietet sich vor allem für Haushamer und Schlierseer Bürger an, da in beiden Gemeinden kein Grüngutcontainer am Wertstoffhof steht. Die Abgabe von größeren Mengen und Wurzelstöcken ist gebührenpflichtig. Darüber hinaus stehen im Einfahrtsbereich folgende gebührenpflichtige Entsorgungsangebote zur Verfügung: Sperrmüll, asbesthaltige Abfälle, Mineralfaserabfälle, Altholz, Altreifen und Flachglas. Für alle Abfälle außer Altholz (A1 bis A3) und Grüngut ist die Annahme auf fünf Kubikmeter begrenzt. 

-vivo-

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Erweiterte Windelsack-Entsorgung

Der Verwaltungsrat des VIVO KU hat eine Änderung der Abfallwirtschaftssatzung vorgenommen: Nun stehen Windelsäcke auch für Erwachsene zur Verfügung. Bislang war die Sack- entsorgung auf Babywindeln beschränkt gewesen. Die Säcke sind an den Wertstoffhöfen und in vielen Rathäusern der Gemeinden zum Preis von einem Euro erhältlich. Die Ausgabe erfolgt allerdings nur an Privatpersonen. Pflege- und ähnliche Einrichtungen sind ausgenommen. Windeln führen vorübergehend zu einem erhöhten Abfallaufkommen. Das Angebot der VIVO soll die Möglichkeit schaffen, während des begrenzten Zeitraums nicht auf eine größere Mülltonne umsteigen zu müssen, für die dann keine Verwendung mehr besteht. Die Windelsäcke werden zusammen mit dem Restmüll eingesammelt und in einem Müllheizkraftwerk verbrannt. 

-vivo-

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Mikrozensus 2017: Interviewer bitten wieder um Auskunft

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Auch im Jahr 2017 wird in Bayern wie im gesamten Bundesgebiet wieder der Mikrozensus, eine amtliche Haushaltsbefragung bei einem Prozent der Bevölkerung, durchgeführt. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik werden dabei im Laufe des Jahres rund 60 000 Haushalte in Bayern von besonders geschulten und zuverlässigen Interviewerinnen und Interviewern zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage sowie in diesem Jahr auch zu ihrer Gesundheit befragt. Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht nach dem Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht. Mit dieser Erhebung werden seit 1957 laufend aktuelle Zahlen über die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung, insbesondere der Haushalte und Familien, ermittelt. Der Mikrozensus 2017 enthält zudem noch Fragen zur Gesundheit, der Körpergröße und dem -gewicht sowie zu den Rauchgewohnheiten. Die durch den Mikrozensus gewonnenen Informationen sind Grundlage für zahlreiche gesetzliche und politische Entscheidungen und deshalb für alle Bürger von großer Bedeutung. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, finden die Mikrozensusbefragungen ganzjährig von Januar bis Dezember statt. In Bayern sind demnach bei rund 60 000 Haushalten, die nach einem objektiven Zufallsverfahren insgesamt für die Erhebung ausgewählt wurden, wöchentlich mehr als 1000 Haushalte zu befragen. Das dem Mikrozensus zugrunde liegende Stichprobenverlahren ist aufgrund des geringen Auswahlsatzes verhältnismäßig kostengünstig und hält die Belastung der Bürger in Grenzen. Um jedoch die gewonnenen Ergebnisse repräsentativ auf die Gesamtbevölkerung übertragen zu können, ist es wichtig, dass jeder der ausgewählten Haushalte auch tatsächlich an der Befragung teilnimmt. Aus diesem Grund besteht für die meisten Fragen des Mikrozensus eine gesetzlich festgelegte Auskunftspflicht, und zwar für bis zu vier aufeinander folgende Jahre. Datenschutz und Geheimhaltung sind, wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik, umfassend gewährleistet. Auch die Interviewerinnen und Interviewer, die ihre Besuche bei den Haushalten zuvor schriftlich ankündigen und sich mit einem Ausweis des Landesamts legitimieren, sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet. Statt an der Befragung per Interview teilzunehmen, hat jeder Haushalt das Recht, den Fragebogen selbst auszufüllen und per Post an das Landesamt einzusenden. Das Bayerische Landesamt für Statistik bittet alle Haushalte, die im Laufe des Jahres 2017 eine Ankündigung zur Mikrozensusbefragung erhalten, die Arbeit der Erhebungsbeauftragten zu unterstützen. 

-blfs- .

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Führerscheine für leichte Lastkraftwagen

gelten nur noch fünf Jahre .

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Der Fachbereich Straßenverkehrswesen am Landratsamt Miesbach informiert über eine Gesetzesänderung, die Inhaber von Führer-scheinen für leichte LKW betrifft. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat bereits zum 28. Dezember 2016 das Fahrerlaubnisrecht an europäisches Recht angepasst. Die Gültigkeit von Führerscheinen der Klassen C1 und C1E wird auf fünf Jahre befristet. Betroffen sind aber nur rückwirkend alle ab 19. Januar 2013 neu erteilten Fahrerlaubnisse dieser Klassen. Auch wenn im dortigen Führerschein noch eine Befristung auf die Vollendung des 50. Lebensjahres eingetragen ist, verlieren diese Führerscheine ihre Gültigkeit kraft Gesetzes nach fünf Jahren ab Erteilung. Spätestens sechs Wochen vor Ablauf der bisher gültigen Fahrerlaubnis, also fünf Jahre nach Erteilung einer Fahrerlaubnis der Klassen C1 und C1E, sollte daher die Verlängerung beantragt werden. Hierbei ist eine Gesundheitsprüfung zu absolvieren – unter Vorlage eines ärztlichen und augenärztlichen Gutachtens. Die Inhaber solcher Führer-scheine werden aufgefordert, ihre Führerscheine umzutauschen, um die Eintragungen an die neue Rechtslage anzupassen. Für Fahrerlaubnisse, die zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 18. Januar 2013 neu erteilt wurden, bleibt es jedoch – wie bisher – bei der Befristung bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres. Die Inhaber solcher Führerscheine müssen also nichts veranlassen. Gleiches gilt für Inhaber von Fahrerlaubnissen, die bis 31.Dezember 1998 erteilt wurden, die alte Klasse 3. Diese genießen Besitzstand und sind unbefristet gültig. Für Rückfragen betroffener Fahrerlaubnisinhaber steht die Fahrerlaubnisbehörde des Landratsamtes Miesbach gern zur Verfügung, sofern der Fahrerlaubnisinhaber seinen Hauptwohnsitz im Landkreis Miesbach hat. 

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Masern sind keine harmlose Krankheit

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Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. In Bayern erkranken zunehmend auch Jugendliche und junge Erwachsene an der gefährlichen Infektionskrankheit. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege führt daher im Januar und Februar 2017 eine bayernweite Aufklärungskampagne zum Thema Masernimpfung für Erwachsene durch. Gerade Jugendliche und Erwachsene sind oft nicht ausreichend geimpft. Der Fachbereich Gesundheit im Landratsamt Miesbach beteiligt sich an der Aufklärungskampagne. Das Ministerium hat unter www.schutz-impfung-jetzt.de eine Seite eingerichtet. Auf der Seite ist auch ein preisgekrönter Spot zum Thema Masernimpfung für Erwachsene zu sehen. Gezeigt wird er im Internet und vier Wochen lang bayernweit auf Bildschirmen in Bahnhöfen des Fern- und Nahverkehrs und in Einkaufszentren, im Fernsehen sowie in München in der U-Bahn und in der Tram. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Masern sind eine hochansteckende Krankheit, die gerade auch bei Erwachsenen einen sehr schweren Verlauf nehmen kann. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhausaufenthalt nötig. Es kann zu gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen kommen. Nur wer geimpft ist, schützt sich und andere.“ Impfen schützt Die Impfung schützt vor den Masern und möglichen Komplikationen. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten dringend ihren Masernimpfschutz überprüfen lassen: Wenn Sie gar nicht oder nur einmal im Kindesalter geimpft wurden, sollten Sie die Impfung nachholen. Das gleiche gilt bei unbekanntem Impfstatus, etwa wenn der Impfausweis nicht mehr aufzufinden ist. Eine Impfung verhindert auch die Verbreitung des Virus und damit die Ansteckung. Dies ist besonders wichtig für den Schutz von Säuglingen, die zu jung für die Impfung sind, und schwere Komplikationen bei einer Masernerkrankung erleiden können. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder ab elf Monaten eine zweimalige Kombi-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, bei früherem Kita-Besuch bereits ab neun Monaten. Eine individuelle Beratung kann beim Haus- oder Kinderarzt erfolgen. Der Fachbereich Gesundheit im Landratsamt Miesbach berät während der Kampagne verstärkt zur Masernimpfung sowie zu weiteren Impffragen. Auch weitere Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) wie viele niedergelassene Ärzte, Betriebsärzte und Apotheker stehen während der Kampagne für Impffragen im besonderen Maße zur Verfügung. Über die Masern Masern gehören zu den ansteckendsten Viruskrankheiten. Weltweit sind Masern eine führende Todesursache bei Kindern, obwohl seit 40 Jahren ein sicherer und wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. Noch im Jahr 2003 starben weltweit mehr als eine halbe Million Menschen an Masern – meist Kinder. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sank die Zahl der Todesfälle bis 2014 auf 114.900 Schicksale – ein großer Erfolg der Impfung. Die Krankheit beginnt typischerweise mit grippeähnlichen Symptomen. Nach einigen Tagen entwickelt sich der typische Ausschlag. Masern führen zu einer vorübergehenden Immunschwäche. Andere Infekte wie Lungen- oder Mittelohrentzündungen sind die Folge. Selten tritt eine Gehirnentzündung auf, die zu dauerhaften Schädigungen und schlimmstenfalls bis zum Tod führen kann. 

-lra-

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